Woran verdient eine Aktiengesellschaft?

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Alle Deine Annahmen sind richtig. Es ist tatsächlich so, dass manchmal bei einem Börsengang die Altaktionäre ihr Eigenkapital über diesen Börsengang wieder zurückholen. Das ist z.B. bei Jungen Firmen so, wenn die Risikokapitalgeber der Gründungsphase sich aus dem Unternehmen zurückziehen oder wenn der Staat ( z.B. Telekom ) sich aus einem Unternehmen zurückzieht. Daneben gibt es noch die Möglichkeit, dass neues Kapital eingesammelt wird. Das fällt dann unter den Begriff "Kapitalerhöhung". Wenn ein Unternehmen hohen Kapitalbedarf hat, z.B, um Schulden zu tilgen oder hohe Investitionen zu tätigen, holt man sich durch die Ausgabe von neuen Aktien so neues Kapital an Bord.

"Verdienen" tut die Aktiengesellschaft an beiden Dingen nichts ( bis auf Sondereffekte, deren Erläuterungen hier zu weit gehen würde ). Auch Profitiert ein Unternehmen im ersten Augenblick nicht von steigenden oder fallenden Kursen. Langfristig sind aber steigende Kurse von Vorteil, weil die Unternehmen dann bei einer Kapitalerhöhung leichter Geld einsammeln können und weil die Aktionäre zufrieden sind. Fallen die Aktienkurse, dann kann ein Unternehmen möglicherweise an der Börse billig durch einen Konkurrenten aufgekauft werden oder schlechtgelaunte Aktionäre wechseln das Management aus.

Aktienkurse haben also eher Auswirkung auf die Handlungsmöglichkeiten der Unternehmensführung als auf den Verdienst des Unternehmens.

Wie du selbst richtig sagst, ist das Grundkapital eine AG, das durch Ausgabe von Aktien , also Anteilscheinen an der AG, zusammenkommt, Eigenkapital. Jeder Aktionär ist Miteigentümer der AG entsprechend der Anzahl der Aktien, die er erworben hat. Wer Aktien ener bestehenden AG kauft, bekommt Papiere, die es bereits gibt, sie werden nicht neu geschaffen, sie haben vorher jemand anderem gehört, der sie verkauft hat. Das ist anders bei Kapitalerhöhungen. Wenn also eine AG neues Kapital braucht und das in Form von Eigenkapital beschaffen will, muss das bisherige Kapital erhöht werden, das geschieht , indem neue Aktien ausgegeben werden. Dabei ist es natürlich günstig, wenn der Aktienwert hoch ist, das heißt im Allgemeinen, dass das Unternehmen gut dasteht (wenn der Anstieg nicht spekulative Gründe hat) So lässt sichbei reger Nachfrage Kapital leichter beschaffen. Aktien haben einen Nennwert,etwa 5 €. Wenn das Unternehmen gut dasteht, einen hohen Kurs hat, kann der Ausgabekurs einer Aktie auch entsprechend hoch sein. Wenn jetzt das Unternehmen die neue 5-€-Aktie zu 30 € verkauft,erhöht sich zunächst das Grundkapital um 5 € je Aktien, die übrigen 25 € werden der Rücklage (Kapitalrücklage) zugeführt. Das ist auch Eigenkapital und stärkt die Kapitalbasis. Es kann sich also schon insofern lohnen, wenn der Kurs stark ist. Das ist er normalerweise dann, wenn das Unternehmen einen guten Ruf hat und gesund ist. Und bei einem solchen Unernehmen "winkt" den Aktionären ja auch eine stattliche Dividende.

Wenn Privatpersonen Aktien kaufen, geben sie der Firma ja Geld. Die Firma hat dieses Geld nun als Fremdkapital bei sich. Mit diesem Fremdkapital kann die Firma dann Geld in Projekte, Mitarbeiter oÄ. investieren um ihren Gewinn zu steigern, wodurch dann auch die Aktionäre dran verdienen.

So schauts glaube ich zumindest in der Theorie aus.

Das ist schonmal falsch weil sich Aktionäre am Grundkapital beteiligen und einen Gewinnanteil bekommen - folglich handelt es sich um Eigenkapital.

Meine frage ist auch mehr ob man bestehende EK Anteile kauft mit den Aktien Oder ob diese "neu generiert" werden und quasi auf der Ldentheke zum Verkauf liegen und erst mit Kauf in das EK fließen.

Und was die AG davon hat wenn der Wert ihrer Aktie steigt oder sinkt?

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@werriskiertder

Wenn eine Aktie steigt ist die Fima mehr wert. Bringt der Firma an sich erstmal nix, aber natürlich den Leuten denen die Firma gehört.

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