Woran soll man sich moralisch orientieren, wenn man sich von der Religion, der Katholischen Kirche,der Bibel und so gelöst hat?

18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eine grundlegende Orientierung bildet das Naturrecht, als Bestandteil der Aufklärung. Da hat mir besonders John Locke gefallen. Übrigens bildet das Naturrecht die Basis für die allgemeine Erklärung der Menschenrechte und auch für das Grundgesetz und die amerikanische Verfassung.

Das ist grenzgenial,: "Das Naturrecht würde selbst dann  gelten, wenn es keinen Gott gäbe und dieser nicht in die menschlichen Angelegenheiten einmischen täte." Das ist hebt meinen Verstand auf ein neues level.Danke

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Ich finde, unser Grundgesetz, unser bürgerliches Gesetzbuch und natürlich die in den Menschenrechten festgehaltenen Regeln sind gute, erste Orientierungsmöglichkeiten.

Die meisten moralischen Regeln befolgen wir automatisch. Zum Beispiel muss mir niemand sagen, dass ich nicht töten darf (egal ob es bestraft werden würde oder nicht). Bei Kavaliersdelikten wird es schon kniffliger. Da gerät man schneller in Versuchung.

Richte dein Handeln darauf aus, die Welt zu einer besseren zu machen und versuch dabei möglichst wenig Schaden anzurichten und du wirst grob schon einmal ganz gut damit fahren. Sei deiner Umwelt und dem Leben gegenüber wohl gesonnen. Der Rest ist Feintuning.

Möglichst wenig Schaden anrichten ist schon mal eine Orientierung, danke.

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@Fredderred

Spitzfindige werden wahrscheinlich Situationen konstruieren können, in denen es sinnvoll ist, viel Schaden anzurichten.

Deswegen nochmal: Als erste, grobe Orientierung für das Gros an zu fällenden, moralischen Entscheidungen ist meine Antwort zu sehen.

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Hi, Frederred:
Dir ist bekannt, dass ICH kein Atheist bin.

Der Hinweis aus dem hier von Dir als hilfreichste Antwort markierten Beitrag war auch für mich interessant. Ich erlaube mir, aus WIKIPEDIA einen Auszug über Locke wiederzugeben:

"Insbesondere aus der Schöpfungsgeschichte (1. Mose 1 und 2), dem Dekalog (Zehn Gebote, 2. Mose 20), dem Verhalten und der Lehre Jesu (Barmherziger Samariter (Lukas 10,30-37 www.bibleserver.com">EU), Liebesgebot (Matthäus 5,44 www.bibleserver.com">EU); (Matthäus 19,19 www.bibleserver.com">EU), Goldene Regel (Matthäus 7, 12 www.bibleserver.com">EU) u. a.) und den Ermahnungen der Briefe des Apostels Paulus von Tarsus
leitete er entscheidende Punkte seiner politischen Theorie ab. Natur
ist von Gott geschaffene Wirklichkeit. „Was den Inhalt des Naturrechts
angeht, so ist Locke fest davon überzeugt, dass Gottes Gebote
notwendigerweise vernunftgemäß sind: Gott gab dem Menschen die Vernunft,
und ‚mit ihr ein Gesetz, das nichts anderes enthalten konnte, als was
die Vernunft vorschrieb.‘“

Ich stimme dem zitierten zu und gebe deshalb zu bedenken, dass eine Abkehr von Religion oder religiösen Organisationen nicht zwangsläufig auch eine generelle Abkehr vom Glauben an einen GOTT bedeuten oder zur Folge haben muß.

Bei eigehender Betrachtung und dem Vergleich zwischen SOLL und IST auf Basis der "Handlungsempfehlungen" der Bibel z.B. wirst Du feststellen, dass nicht die Bibel das Problem ist, sondern der Mensch im Allgemeinen, weil dieser nicht in der Lage ist, sich an die Handlungsempfehlungen zu halten - DAS führt zu Lügen, Leid und Enttäuschung Dritter, die sich dann abwenden mögen.

Kurzum - die Grundsätze des Christentums, WIE SIE VON JESUS UND SEINEN Nachfolgern im 1. Jahrhundert nach CHRISTUS praktiziert und niedergeschrieben wurden, diese sind eine sehr gute moralische und auch religiöse Orientierung, warum solltest Du diese aufgeben?

cheerio

Danke gromio, Ja ich bin eh wieder .......ist(also nicht wirklich Theist), weil vor einer Woche hatte ich genug argumente für das Christentum und für Gott. Vor drei Tagen habe ich nach einem langen fight mit Kenfmisttroll(Kannst den unter meinen Antworten finden) eingesehen, dass Gott möglicherweise, falls es ihn gibt, nur missgünstig sein kann, also dadurch keinen Sinn ergibt und nicht Allmächtig sein kann oder gar dass er existiert. Also durch lesen und durchforsten von vielen Argumenten und antworten auf die Theodizeefrage habe ich gedacht, dass es eigendlich logisch ist, dass es Gott(somit Jesus auch nicht) nicht gibt,  und ich es aus Angst vor der Wahrheit, dass es nämlich niemanden gibt, der über uns Wacht oder uns hilft oder  für Recht und Ordnung sorgen wird und auf dem man sich verlassen kann, sondern dass man allein auf sich gestellt ist. Ich dachte für mich, dass ich nun endlich die Antwort habe und dass ich nun mit meinen Instinkten leben muss.

  Heute auf Nacht, habe ich aber gedacht, das es aber einen Faktor im Leben gibt, den der Mensch oder die Wissenschaft  nicht erklären kann, nämlich die Chancen, die jeder von uns kriegt um sich aus verzweifelten Situationen wieder rauszukrabbeln. Begründe das Leben nur auf Survival of the fitest, natürliche Selektion oder aus reiner Mathematik und Wissenschaft, wäre ich schon längst obdachlos und irgendwo verendet. Ich habe es aber im Leben nichts bisjetzt durch können geschafft,, also gibt es etwas, dass so jemanden, der eigendlich gar nicht fit ist, wenn du mich kenntest, wüsstest du was ich meine :D, wie mich nicht untergehen lässt. Ich glaube kaum, dass es bloß glück ist, weil immer in den entscheidenden Momenten Glück zuhaben, ist ein bisschen ungewöhnlich. Also glaube ich schon dass es etwas für den Menschen unerklärliches gibt, dass nicht die Mathematik, die Natur , meine eigene Vernunft, allein für einen Menschen entscheident ist. Es gibt etwas was mich weiterbrachte, wo meine harte Arbeit in stich lies,

Dieses Ding ist aufjedenfall nicht die Logik, nicht der Kosmos, nicht der Menschenverstand, weil wir Theisten wissen wozu der Menschliche Verstand, der von Atheisten so bejubelt wird, in der Lage ist, wenn es ein bisschen Macht in die Hände kriegt, und nicht das Universum, nicht "Science", weil Science begründet auf Menschenverstand. Dieses Ding ist weitaus mächtiger.
.....bei diesem Ding Möchte ich mich bedanken und nach den Vorstellungen, dieses "Dings" leben... deshalb bleibe ich auf der Suche nach dem "Ding" und werde mir so schnell auf etwas festlegen. Ich hasse mitlerweile, das misshandelte deutsche Wort Gott, genauso wie ich die Wörter Allah, oder Jahwe. Ich werde dieses Ding nicht mehr beim Namen nennen und keinem Bild zuordnen................Ob Jesus die Menschengestalt dieses Dings ist, man braucht nichtmal einen Beweis dafür ob es ihm gegeben hat oder nicht, scheint mir sehr logisch, auf Grund dem was er gesagt haben soll. Ab jetzt werd ich dieses Ding allein suchen und allein finden, und allein nach dessen Vorstellungen leben, weil sobald man zu einer Gruppierung geht, um seinen glauben zu teilen, wird einem gleich irgendwelche Menschlichen Ritualen und dogmen und Verhaltenskodex aufgezwungen. Also, ich werd sicher, auf Gutefrage noch viele  Fragen stellen, weil hier findet man wirklich gescheide Leute, wie dich, die einem Weiterhelfen....." Suchet und ihr werdet finden". Ich bin jung, ich hab Zeit neben dem Studium und verschwende es nicht mit unmengen an Parties und Entertainement. Also bleib unter meinen Gutefragefreunden. 

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