Woran scheitert der Kommunismus?

14 Antworten

Das ideologische Prinzip "Kommunismus" setzt voraus, dass wirklich ALLE an die Prinzipien materieller Gleichheit und Gemeinsamkeit glauben, und sich insbesondere auch daran halten.

Sobald es auch nur wenige Individuen gibt, die in so einem Kontext Profitmaximierung betreiben, kippt das Gefüge. Da Menschen nunmal dazu tendieren, sich selbst Vorteile zu verschaffen, wenn die Möglichkeit dazu besteht, wird es besagte Individuen immer geben - und in nicht gerade geringer Zahl. Das Ergebnis ist dann, dass es doch wieder entweder einen Leistungs- oder Kapitalmaximierungswettbewerb gibt.

Im übrigen: echte kommunistische Staaten hat es nie gegeben. Zwar haben sich einige Staaten das Etikett selbst aufgeklebt. Das war aber eine Mogelpackung. Letztlich war immer etwas anderes drin.

Das ideologische Prinzip "Kommunismus" setzt voraus, dass wirklich ALLE an die Prinzipien materieller Gleichheit und Gemeinsamkeit glauben, und sich insbesondere auch daran halten.

Nein, das hätte man vielleicht noch den FrühsozialistInnen vorwerfen können. Spätestens seit der Begründung des Kommunismus durch die materialistische Weltanschauung passt das nicht mehr.

Da Menschen nunmal dazu tendieren, sich selbst Vorteile zu verschaffen, wenn die Möglichkeit dazu besteht, wird es besagte Individuen immer geben

Zu blöd, wenn der Kommunismus besagte Möglichkeiten gar nicht hergibt.

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@alashatt

Erst im ökonomischen Überfluß könnte er gedeihen. Dann wäre ein Übervorteilen Anderer überflüssig.

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Der Kommunismus scheitert an der Gier und der Faulheit des Einzelnen. 

Letztlich will der Mensch im Geheimen keinen wirklichen Kommunismus. Die soziale Absicherung wird gerne mitgenommen. Für den Anderen solidarisch mitarbeiten, das will jedoch keiner. Die überwiegende Masse der Menschen beansprucht für sich, immer mindestens gleich viel oder mehr zu haben, als der Nachbar. 

Weiter ist die Mehrzahl der Menschen ohne echten Leistungsanreiz faul und träge. Aus diesem Grund liegt die Produktivität im Kommunismus immer weit hinter der des Kapitalismus zurück. Letztlich kann auch im Kommunismus nur das verteilt werden, was erarbeitet wird. 

Im Kapitalismus werden die menschliche Gier und der menschliche Neid in Leistungswillen und Innovation umgesetzt. Wer mehr will, muss es sich erarbeiten.

"Wer mehr will, muss es sich erarbeiten."

Ist das überhaupt möglich? Die Möglichkeiten sich nach oben zu arbeiten sind sehr gering. Wie erklärt man sich denn die Tatsache, dass die Kinder wohlständiger Familien mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch erfolgreich werden? Warum werden Kinder von (schlecht verdienenden) Arbeitnehmern auch Arbeitnehmer? Wenn ich schätzen müsste, würde ich sagen, dass einer von tausend aus diesem 'Teufelskreis' ausbricht und es zu mehr bringt.

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@lotusregen2

Ja, es ist möglich!!

Meine Eltern (Jahrgang 1927 und 1931) besuchten beide noch die 8-jährige "Volksschule" und hatten nie Geld. Wir sind 5 Geschwister, von denen 3 studiert haben, 1 den Maschinenbautechniker gemacht hat und eine als Beamtin im gehobenen Dienst arbeitet. Jeder von uns hat seinen Weg selbst gemacht und seine Ausbildung selbst in die Hand genommen. Unterstützung von Mama und Papa war nicht drin. 

Ich selbst habe für mein Abitur und mein Studium nebenbei gearbeitet. Ich habe in Konstanz studiert. Damals musste mir mein Fahrrad reichen. Neben dem WG-Zimmer konnte ich mir kein Auto leisten. 

Ich glaube, es macht sehr viel aus, welche Werte einem seine Eltern vermitteln. Meine Eltern vermittelten mir von Anfang an: "Wenn du etwas erreichen willst, musst du etwas dafür tun!" 

Wer nichts tut, wird keine gute Ausbildung bekommen. Wer keine ordentliche Ausbildung vorweisen kann, wird sich schwer tun, einen gut bezahlten Job zu finden. 

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@Interesierter

Mit einem absolvierten Studiengang oder einer abgeschlossenen Ausbildung sehe ich mich noch lange nicht in der Oberklasse. Auch diese sind Arbeiter mit einem durchschnittlichem Lohn. Die Möglichkeiten nach oben kann man m.M.n. mit drei Worten beschreiben: Geld, Macht, macht (Verb). Setzt man diese drei Wörter zusammen, hat man das Prinzip des Kapitalismuses und des Reichums. Geld macht Geld, Geld macht Macht, Macht macht Geld, etc. Deswegen ist es m.M.n. unmöglich aus diesem 'Teufelskreis' auszubrechen.

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Der größte Fehler im Kommunismus ist, dass der Kommunismus davon ausgeht, das grundsätzlich, alle Menschen gleich viel Wert sind im Markt. Alleine an dieser Anschauung wird der Kommunismus, wenn es ihn irgendwann mal geben sollte, scheitern. 

Der Kommunismus schränkt Ideen ein, lässt Wohlstand nicht zu. 

Der Kapitalismus ermöglicht den Menschen das Unmögliche. Er lässt Ideen freien lauf. Der Kapitalismus bringt die Menschen nach vorne, getrieben von der Gier nach mehr Wohlstand. Wie auch Adam Smith, bin auch ich der festen Überzeugung, dass die Gier die Menschheit nach vorne bringen wird, und siehe im Falle Chinas: der Kapitalismus wirkt.

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