Woran merkt man, ob jemand bestochen werden will?

5 Antworten

Die Lobbyisten, oder Menschen die aus anderen Gründen etwas "zu verteilen" haben, gehen nicht einfach plump hin, und warten auf ein Zeichen des Gegenübers.

Das ganze geht viel schleichender und subtiler. Erst werden Gespräche geführt. Dann wird der betreffende zu einem Empfang oder einem Konzert eingeladen, mit Gattin/Gatte natürlich. Danach wird er mal zu einem Essen in einem Lokal eingeladen, wo man eine Unsumme lostritt. Das "Opfer" ist beeindruckt....

Während diesen Treffen, aber auch via anderen Kanälen finden die "Gebenden" heraus, welche Freizeitbeschäftigungen jemand hat, ob er Schulden hat, und wo er mal gescheitert ist. Sie wissen meistens sehr gut über die private Verhältnissen Bescheid. Und daran machen sie dann ihre "Spende" fest.

Z.B: Ein Politiker fährt einen BMW. Alles bestens. Dann kommt der Lobbyist und erzählt beiläufig, dass er auf der Automesse war, und ob der Politiker sich für den neuen BMW interessiert? Er hätte da Connections, und gerade einen neuen BMW erhalten. Denn würde er dem Politiker gerne mal probefahren lassen, Männer unter sich eben, und er würde mal gerne seine Meinung hören. Das eine ergibt das andere, und während der Fahrt sagt der Lobbyist: "Ich brauche das Auto nicht wirklich, ich könnte es Ihnen auch eine Weile überlassen". Wenn dann der Politiker sagt: "Das kann ich aber nicht machen, das fliegt ja auf, dass das Auto auf ihren Namen zugelassen ist" kommt Schritt 2: Das Auto wird auf eine andere Person eingetragen und der Politiker fährt es. Oder er kann es kaufen, mit Geld vom Lobbyisten. 

Das ist nur ein Beispiel.

Eine Bekannte arbeitete früher an eine Uni in Indonesien. Dort kam es vor, dass Eltern der Studenten "mal vorbeischauten". Es wurde über Belangloses geredet, und als die Eltern fort waren fand sie regelmäßig Umschläge mit Geld oder auch einmal mit Rohdiamanten auf ihrem Schreibtisch. Sie brachte es zum Direktor, und was sagte der?: "Wenn Sie bestochen werden, dann nehmen Sie das Geld ruhig an. Wenn Sie es ablehnen, geben Sie ja zu, bestechlich zu sein". 

So durfte sie mit Einwilligung des Direktors das Geld behalten, unter der Bedingung, dass sie die Studenten, die sich dadurch eine "Vorzugsbehandlung" erkaufen wollten, erst recht streng benoten sollte, damit ein Lerneffekt: "Bestechung lohnt sich nicht" entstehen würde.

Du siehst, man kann auch mit einem Paradigmenwechsel an die Sache heran gehen. 

Ich hab auf Wiki eine interessante Sache gelesen, und zwar über das Korruptionsdilemma. Dort heißt es, um so ehrlicher ein Wettbewerb stattfindet, also umso mehr Wettbewerbsteilnehmer ehrlich sind und nicht bestechen, desto mehr lohnt sich für den Einzelnen eine Bestechung.

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Das Beispiel aus "Indonesien" kommt mir sehr bekannt vor. Kann es sein, dass sich dieser Fall an einer weit im Westen von Deutschland gelegenen Hochschule ereignete ?

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Meistens wird etwas vorbereitet, 

der der bestochen werden soll muss in einer Abhängigkeit gebracht werden. 

Wenn man einen Päderasten 

bestechen will, hat der sicher ein Interesse daran, dass seine Neigungen nicht bekannt werden. 

So ist das eigendlich klar, dass massenhaft Daten im Internet gesammelt werden, auf Seiten,  wo Päderasten ihre Fotos und Filme downloaden. 

Am besten Du legst gleich n Stapel Scheine auf den Schreibtisch und sagst: "Für ihre Auslagen"!

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