Woran merkt man das man ein schlechtes Bindegewebe hat?

3 Antworten

Die etwas schwach gewordenen Fasern im Bindegewebe können zur

Erschlaffung der äußeren Haut, der Blutgefäße,aber auch zur Lockerung
der Verankerung innerer Organe führen. Äußerlich sichtbar wird dies
durch Dehnungsstreifen. Erweiterte Gefäße lassen Krampfadern entstehen
und die nachlassende Stützfunktion führt dazu, dass sich Organe nicht
mehr exakt an ihrem eigentlich Ort halten können und sich deshalb senken
oder verlagern, wie zum Beispiel bei einer Gebärmuttersenkung.

Zuviel an Stoffwechselgiften führen mitunter zu einer Verhärtung im
Bindegewebe , begleitet von Schmerzen in Gelenken, Myogelosen (tastbare
Verhärtung, Verdickung im Muskel), wiederkehrenden Verspannungen und
Allergien.

Generell neigen Frauen eher zu einer Bindegewebsschwäche als Männer.
Das liegt an der unterschiedlichen Anordnung der Bindegewebsstrukturen.
Bei der Frau liegen diese parallel. Die Fettzellen können, wenn sie
größer werden, das Gewebe nach oben ausdehnen, was zu sichtbaren Dellen
führen kann. Dies wird Cellulite genannt. Das Östrogen der Frau verleiht
ihr eine weichere Gewebestruktur, wodurch leichter Formveränderungen
des Bindegewebes entstehen können, wie zum Beispiel sichtbar während und
nach einer Schwangerschaft. Bei Männern hingegen ist das Bindegewebe
längs und quer miteinander vernetzt, was zu einer festeren und
elastischeren Struktur beiträgt. Unabhängig vom Geschlecht können
Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunde Kost das Entstehen einer
Bindegewebsschwäche fördern.

Folgen einer Bindegewebsschwäche:

CelluliteCellulite ist eine sogenannte Dellenbildung der Haut, bei der
Fettzellen bis an die Oberfläche der Haut gelangen. Dies kommt fast
ausschließlich bei Frauen vor, ist hormonell bedingt und wird durch eine
Bindegewebsschwäche noch zusätzlich unterstützt.

DehnungsstreifenDehnungsstreifen werden in der Fachsprache Striae cutis distensae
genannt. Diese entstehen durch starke Dehnung der Haut, zum Beispiel
einer größeren Zunahme an Gewicht. Dehnungsstreifen sind auch bei
Männern möglich.

BesenreiserBesenreiser kommen vor allem bei Frauen vor und sind sichtbare
kleine Venen unter der Haut. Sie sind erkennbar in Form von kleinen
dünnen Ästen, sogenannten Gefäßbäumchen oder rötlichen Flecken.
Besenreiser sind ungefährlich können jedoch auf eine Veranlagung für
Varizen (Krampfadern) hinweisen

Varizen (Krampfadern)Varizen, besser bekannt als Krampfadern, sind erweiterte,
oberflächliche, geschlängelte Venen, vor allem an den Beinen. Durch die
Bindegewebsschwäche sind meist auch die Venenklappen betroffen, was Dicke Beine
mit Wassereinlagerungen und Blutstauungen bedingen kann. Sitzende
Tätigkeit, Bewegungsmangel und Übergewicht unterstützen das Entstehen
der Krampfadern.

HämorrhoidenEigentlich sind Hämorrhoiden nichts pathologisches, sondern
knotenförmige Erweiterungen des Schwellkörpers um den Darm nach außen
abzudichten. Jedoch wird dieser Begriff immer dann gebraucht wenn die
Hämorrhoiden vergrößert sind, sich vorwölben und Beschwerden machen.

HernieEine Hernie ist ein Eingeweidebruch, bedingt durch Schwäche in der
Bauchwand und des Bindegewebes. Am bekanntesten ist hier die Hiatus
Hernie, der Zwerchfellbruch, bei dem Anteile des Magens nach oben durch
das Zwerchfell gelangen.

Bindegewebe stärken

Die Bindegewebsschwäche wird in der Naturheilkunde stets von außen
und von innen behandelt. An erster Stelle steht hier eine basenreiche
Kost mit viel frischem Obst und Gemüse. Auch sollte die Ernährung
ballaststoffreich sein. Hirse und Hafer enthalten große Mengen an
Silizium, was sehr wichtig für ein straffes und elastischeres
Bindegewebe ist. Hinzu kommt eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in
Form von stillem Wasser. Davon sollten mindestens zwei Liter am Tag
getrunken werden. Tägliche Bewegung ist ebenso unerlässlich, um gegen
eine Schwäche des Bindegewebes anzugehen. Eventuelles Übergewicht sollte
unbedingt abgebaut werden. Tägliches Wechselduschen mit anschließenden
Bürstenmassagen tragen zur Gesundheit des Gewebes bei.

In der Schüssler Salze
Therapie werden die Salze Nr. 1 Calcium fluoratum und Nr. 11 Silicea
angewandt, um sowohl innerlich als auch äußerlich das Bindegewebe zu
stärken. Damit sie ihre Wirkung entfalten, müssen die beiden Salze über
einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Äußerlich können zusätzlich
noch die Schüssler Salben Nr. 1 und Nr. 11 zum Einsatz kommen.
Insbesondere wenn Dehnungsstreifen, Cellulite, Besenreiser oder Varizen
gemildert werden sollen.

Bei schlappem Bindegewebe bekommt man schneller blaue Flecken. Ob schlappes Bindegewebe sich auch dadurch äußert, dass man Orangenhaut bekommt, weiß ich nicht genau. Stärken kann man das Gewebe durch Training und bestimmte Übungen.

Keine oder nur sporadische Phasen von Sportlichkeit in Verbindung mit zu wenig trinken macht spätestens nach 20 Jahren jedes Bindegewebe mürbe, ein Weg zurück gibt es dann nicht mehr.

Meist sieht man es bei den Frauen an den klassischen stellen wie Po und Oberschenkel, auch bei der Schwangerschaft sieht man schnell wer zuvor gesund gelebt hat.

Bei den Männern sieht man es meist am Bauch, unterem Brustsnsatz oder Hüfte.

Der Punkt mit der Genetik ist nur eine Ausrede der Dummen.

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