Woran liegt es, dass gerade diejenigen, die nichts selbst am Auto reparieren können, sich die komplexesten PKW zulegen wollen, wie C63, AMG, M5 usw?

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Bei neuen Autos, die kaum mehr jemand bar zahlt, ist das sowieso alles mit der Leasingrate abgegolten, was Inspektionen usw. betrifft - und für Reparaturen usw. greift erstmal die Garantie, sodass man keine Gedanken an Reparaturen oder Händler verschwenden muss - das wird jaa geregelt.

Bei älteren Power-Gebrauchtwagen wie einem über zehn Jahre alten AMG auf Mercedes W204 Basis usw. denke ich, dass das halt einfach eher junge Poser sind, die sich relativ fertige Exemplare ohne Scheckheft, aber mit x Vorbesitzern kaufen und denen es mit solchen Prestigeautos einfach nur um den großen Auftritt bei ihren "Homeboys" geht. Das sind die Erben der Typen, die sich vor 20 Jahren für 10.000 Mark einen alten, verwitterten Mercedes 500 SEC der 126er Serie gekauft hatten, schwarze Rücklichter und Breitreifen sowie Kenwood-Aufkleber und die US-Scheinwerfer dran montierten und dann vor der Dönerbude oder dem Fitnesscenter rumfurzten. Ich sehe das grad noch zugegeben leicht amüsiert vor meinem geistigen Auge.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich hatte selbst einen C63 und musste nichts dran machen, das mal vorab. Ich weiss aber wie die Technik funktioniert und wie man sich viel Geld spart, aber deine Beobachtung stimmt schon irgendwo.

Ich habe viele Besitzer kennengelernt, die ihr Auto als das Beste sehen. Den Rest reden sie schlecht. Das ist auch der sprigende Punkt... die haben oftmals keine Ahnung. Von der Technik, ingesamt und auf ihr Fahrzeug bezogen. Sehr viele kaufen nur weils „fett“ ist. Das muss man nicht noch mit weiteren Argumenten belegen.

Die haben dann einen Verwandten mit einer Werkstatt oder selbst zuviel Geld und bringen den Wagen für jeden Furz in die Werkstatt.

Das ist zunächstmal eine inkorrekte Verallgemeinerung.

Bei den Leuten, wo es zutrifft ist es vermutlich so, dass es für einen Mensch, der keine Erfahrung in der Werkstatt hat, völlig belanglos ist, ob er nun einen Golf oder einen M5 vor sich hat, da er beide so oder so nicht reparieren kann.

Insofern ist das einfach völlig unabhängig voneinander.

Weil es völlig egal ist, welche Kiste man heute kauft: Reparieren kann sie nur der Fachmann oder sehr engagierte Hobbybastler.

Die Zeiten, in denen man noch Zeit fand, Zündkerzen, Bremslichter, Stoßstangen, Bremsklötze zu wechseln, sind mit Anbruch des Internets und steigenden Mieten in die Vergangenheit entschwunden.

Die Autos auch in der niedrigen Preisklasse kann man heute wesentlich weniger einfach reparieren, als das früher noch der Fall war. Elektronik ohne Ende, kein Platz im Motorraum, öfter mal Notwendigkeit von Spezialwerkzeug - da braucht man schon Zeit und Lust und wer hat die heute noch?

Es sind trotzdem Verschleißteile für die die besagten Besitzer das 5 fache zahlen (Arbeitszeit ist sehr oft der kostenaufwändigste Part), sonstige Reparatuten sind zu 95% typische Schwachstellen und lassen sich einfach beheben. Wenn ein aktueller M5 oder ein C63 für Probleme am Differential bekannt ist, kann man das genauso mit dem Wagenheber oder einer Bühne erledigen. Das ist ein 1:1 Austausch gegen ein intaktes Bauteil. Damals war eine Reparatur eventuell günstiger, heute tauscht man eher aus.

Wenn wirklich was an der Elektronik vorliegt (was ein Argument für moderne Technik darstellt) kommen die meisten Werkstätte sowieso nicht damit zu recht. Eine Steuereinheit ausbauen und an einen Spezialisten zu schicken, kann auch ein Laie. Da ist der Ausbau der springende Punkt und da macht es keinen Unterschied ob die Kiste von 2004 oder 2021 ist.

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Mir fällt eher auf, dass Leute, die nicht selbst reparieren können, dazu tendieren Neuwagen zu kaufen/leasen und eher die Finger von Gebrauchtwagen lassen. Macht ja auch Sinn. Deine Beobachtung kann ich nicht bestätigen.

LG Andi

Woher ich das weiß:Hobby – In der Werkstatt aufgewachsen, Auto-Fanatiker und Tuner.

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