Woran liegt es beim Strecken-/Tieftauchen meistens, wenn man nicht wirklich an Tiefe gewinnt?

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6 Antworten

Der Trick ist beim Abtauchen ordentlich auszuatmen! Keine Sorge, der größte Teil des Sauerstoffs wird eh nicht in der Lunge, sondern im Blut gespeichert. Also vorher ein paar mal kräftig atmen, damit sich das Blut mit Sauerstoff sättigt, dann ausatmen und runter!

Mit leerer Lunge hast du einen wesentlich geringeren Auftrieb als mit voller, der Unterschied ist echt enorm! Damit kannst du dich problemlos auf den Grund setzen ohne aufzutreiben.

climber314 28.08.2016, 19:30

Hyperventilieren vor einem Tauchgang ist eine Haufige Unfallursache im Schwimmbad. Nennt sich Schwimmbad-Blackout.
Das mit dem Ausatmen ist aber gut und der einzige Weg, zum Boden zu sinken, wenn man kein Blei benutzen oder sich an einer Beckenleiter herrunterziehen möchte.

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In aller Regel atmet "Man" tief ein damit man sich lange unter Wasser halten kann.

Lungenvolumen beträgt beim Erwachsenen Menschen ca. 6 Liter

Also reichlich guter Stoff zum an der Wasseroberfläche zu treiben.

Jetzt gehe hin atme so tief ein wie du kannst wenn du im Wasser bist - am besten Schwimmbad - am allerbesten unter Aufsicht (Schwimmbadblackout)

Wenn du so tief eingeatmet hast wie du kannst - dann höre auf Schwimmbewegungen zu machen und du wirst feststellen das die eingeatmete Luft dich trägt so das du an der Wasseroberfläche treiben kannst.

So nun atme aus - so tief ausatmen wie es nur irgendwie geht (und wenn du glaubst da ist nix mehr drin - puste noch mal feste)

(NEIN - Die Lunge wird nicht in sich zusammen fallen - so tief ausatmen kannst du nicht)

Du merkst fast sofort wie du im Wasser - immer noch ohne Schwimmbewegung langsam absinkst ... Sieh mal ob du es schaffst bis an den Boden zu kommen

Also - Luft ist hervorragend geeignet um dich an der Wasseroberfläche zu halten - wenn du unter Wasser "schwimmen willst" wäre es sinnvoll vorab - also beim losschwimmen - tauchen - ein wenig an tiefe zu gewinnen. Die Füsse sollten immer im Wasser sein - der höchste Punkt des Schwimmer / Schnorchler der Kopf- Und das änderst du nicht in dem du den Kopf in Richtung Brust legst -

Wenn du richtig eingeatmet hast wird in aller Regel der Oberkörper an der Wasseroberfläche sein - wohingegen die Beine nach unten tendieren - ist halt keine Luft darin vorhanden.

Die einfachste Methode ist üben üben üben - um das in den Griff zu bekommen.

Soviel dazu: Beim Tauchen im Schwimmbad ist die Frage mit welcher Ausrüstung du da unterwegs bist. Hast du nur ein "Schwimmhöschen" an ist das eher kein Problem. Trainierst du jedoch im Anzug solltest du dich mal richtig ausbleien lassen - und/ oder die Gewichte so verteilen das die gleichmässig angeordnet sind. So kannst du z.B. mit der Weste ein wenig "spielen" damit z.B. das Blei in den Rückentaschen dich ein wenig nach vor schieben.

Fussblei selber würde ich persönlich gern als die allerletzte Methode sehen um die Füsse nach unten zu bekommen. Und auch beim tauchen mit Gerät ist die Atmung wichtig. Du kannst über die Atmung sogar die Tarierung ein wenig beeinflussen - so das es nicht immer nötig ist Inflator und Weste in Anspruch zu nehmen - vielmehr kann man durch ein und ausatmen im sinnvollen Ausmass das ganze hinbekommen.

Auch hier wieder: Üben Üben Üben

joernseifert 11.10.2010, 10:12
  • Schwimmbad Black out kommt erst bei mehrfachem tiefen ein/ausatmen..

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  • kpl. ausgeatmet Abtauchen hat den Nachteil, das fast sofort der Atemreiz einsetzt..

... besser ganz einatmen und 1/4 bis 1/3 wieder ausatmen, dann abtauchen...

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Fußblei ist m.M. nach kein adequates Mittel...

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... ich könnte mir vorstellen, das wir hier keinen Gerätetaucher haben, sondern eher einen Schwimmer...

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viele Grüße, Jörn

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SnakeUwe 11.10.2010, 10:20
@joernseifert

.. ich könnte mir vorstellen, das wir hier keinen Gerätetaucher haben, sondern eher einen Schwimmer...

Vorstellen kann ich mir das auch - aber es steht nirgendwo so hab ich mal das mit in Betracht gezogen.

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Zuerst einmal vielen Dank für die hilfreichen Antworten, insbesondere zur Atemtechnik. Tatsächlich bin ich kein Gerätetaucher, sondern fange mit dem Rettungsschwimmen bei der DLRG an und benötige daher gute Fähigkeiten beim Tauchen. Bisher trieb ich halt nach wenigen Metern direkt wieder an die Wasseroberfläche bzw. spürte beim Tieftauchen einen enormen Widerstand. Besonders hier denke ich, dass die vorgeschlagene Atemtechnik hilfreich sein wird. Bisher hatte ich stets vor einem Tauchversuch maximal eingeatmet.

Wenn Du tauchen willst, dann musst Du vorher ausatmen, sonst wirken die mit Luft gefülltenLungen wie Luftballons und Du hast Auftrieb. Also vorher ausatmen...

ganz einatmen und 1/4 bis 1/3 wieder ausatmen, dann abtauchen...

Zu wenig Krafteinsatz

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