Woran liegt das, daß so viele Azubis die Lehre abbrechen?

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5 Antworten

Möglicherweise daran, dass sich viele - beeinflusst von den Medien - ein völlig falsches Bild von "ihrem" Beruf bzw.. dem Berufsleben allgemein machen.

Das soziale Netz trägt wohl auch das seine dazu bei, dass sich wohl so mancher sagt: "Wozu soll ich mich anstrengen, wenn es anders auch geht?!" Und die Jugend ist großteils nicht mehr belastbar.


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Kommentar von FrankoLogo
20.10.2016, 20:44

Aber warum fangen so viele erst eine Lehre an? Jeder ist sich doch bewusst das es anstrengend ist eine Lehre zu absolvieren.

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Ich kann leider (noch) keine Studien dazu vorlegen. Aber ich würde gerne für den Azubi plädieren und Gründe anführen die außerhalb seiner Einflussmöglichkeiten stehen. Das die jungen Leute heute X, Y und Z sind haben schon andere angeführt, und das kann auch nicht die ganze Wahrheit sein.

1. Ein Azubi ist an sich eine sehr günstige Arbeitskraft für die man auch noch Zuschüsse erhalten kann. Als Unternehmen kann man sich einige Auzubis einstellen und dann diese langsam zum aufgeben bewegen. So wird zwangsweise eine hohe Lehrabbruchquote erzwungen.

2. Unternehmen fahren generell ihre Investitionen in Deutschland zurück, dies gilt auch für die Qualifizierung vom Personal und letztlich den Ausbildungsbetrieb. Was dazu führt, dass dringend benötigte Fähigkeiten kaum mehr vermittelt werden können.

Dies kann daran liegen dass die Einrichtungen ins Ausland verlagert worden sind oder dass kaum Budget für externe Schulungen vorhanden ist. Aber ohne dieses Wissen schafft man nur sehr bedingt die Zwischenprüfung und die Abschlussprüfung schon zwei mal nicht.

Wenn man es bereits absieht dann nimmt man die Ausbildungsvergütung mit und springt rechtzeitig vom Boot ab. Oder scheited notgedrungen aus.

3. Die gleiche Argumentation ist wenn ein Großteil der Lehrzeit mit Tätigkeiten verbracht wird die kaum der Ausbildung dienen, für den Betrieb aber profitabel sind.

4. Die Leiharbeit dehnt sich weiter aus und das führt zu starker Fluktuation innerhalb der Belegschaft. Da diese Belegschaft ebenfalls die Ausbildung beeinflusst, brechen fachliche und soziale Beziehungen zu erfahrenen Mitarbeitern ab.

Die neu hinzugekommenen haben wenig Anreiz den Azubi unter ihre Fittiche zu nehmen, da sie selber morgen weg sein könnten. Dies kann im Extremfall dazu führen dass der Auszubildende im Betrieb isoliert wird. Das es dann fachlich und vom Gemüt nur noch nach unten geht ist eine mögliche Folge.

5. Tendenziell machen immer mehr Betriebe in Deutschland pleite. Wenn jemand dann in diesen drin ist als Azubi, so muss die Ausbildung zwangsweise abgebrochen werden. Auch bringt es dann wenig wen neue Startups ins Leben gerufen werden.

Die Lehrzeit erstreckt sich über mehrere Jahre und ein stabilies Unternehmen ist notwendig für das Gelingen der Ausbildung.

Fazit: Die Umstände innerhalb der Wirtschaft haben sich für die Azubis einfach verschlechtert und auf kargem Boden kann nur wenig wachsen.

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Die Bewerber wo sich für einen Beruf wirklich interessieren und geeignet sind werden nicht genommen und stattdessen Bewerber ausgesucht die sich nicht interessieren und einfach sich nur mal so sus Spaß beworben haben

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Viele Schulabgänger haben eine falsche Vorstellung vom ausgewählten Ausbildungsplatz, gehen mit falschen Erwartungen in den Beruf.

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Die sind einfach zu faul, wollen nicht früh aufstehen und schon garnicht arbeiten. Erschreckende Entwicklung...

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