Woran liegt das, dass ich Soziologie so sehr gerne mag?

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8 Antworten

:-)))........Also.....Die Ghettostraße.......

Als die "Gastarbeiter" nach Deutschland gekommen sind, da waren sie herzlich willkommen. Unsere großen Konzerne Lentjes, Schiess, Böhler, Thysssen, Krupp, Siemens, Deutsche Bahn, Deutsche Post und viele viele mehr, haben dem zerbombten Deutschland und der Wohnungsnot damit geholfen, dass sie den Arbeitern Werkswohnungen angeboten haben. Diese Freundlichkeit dann als Ghetto zu bezeichnen, empfinde ich dann schon als bemerkenswert.

Und die "Gastarbeiter" hier in unserem Land waren uns so herzlich willkommen, weil sie nicht nur genommen, sondern auch gegeben haben. Sie haben die Kultur bereichert, und wenn ich mich mal in meiner Stadt umdrehe, dann sehe ich die Kinder dieser Menschen wie sie immer noch hier sind, eigene Geschäfte haben, und uns das fremdländische Leben nicht nur zeigten, sie schafften es sogar dieses Leben in unsere Kultur zu integrieren.

Was wir als negativ empfunden haben, dass sind dann oftmlas Angehörige des Islam gewesen, da die es waren die mit uns nichts zu tun haben wollten. Das waren Menschen, die teilweise 40 Jahre hier in Deutschland gelebt haben, und wo die Ehefrau auch nach 40 Jahren noch kein Deutsch gesprochen hat. Menschen die uns als Dhimmis (Tributpflichtige), Ungläubige und Schweinefresser angesehen haben. Wir sind zwar immer wieder auf diese Menschen zugegangen, sei es über soziale ANgebote, Bildungsangebote bis hin zur Genehmigung zum Bau von Moscheeen, oder sogar die Möglichkeit hier an der Regierung teilzuhaben, aber genutzt hat das recht wenig. Die Parallelgesellschaft hat eisern an ihrer Gesellschaftsform fstgehalten. Nun da jetzt so einige aus der Parallelgesellschaft festgestellt haben, dass viele Deutsche anfangen an Multikulti zu zweifeln, und den Islam in Frage zu stellen, da können wir nun das Unikum erleben, dass der Islam sich in die Opferrolle bestrebt. Da ist es natürlich sinnvoll, wenn es Menschen wie Dich gibt, die das bestehende Problem ebenfalls wahrnehmen. Und da finde ich es sehr gut wenn Du Dich mit Soziologie beschäftigst, vielleicht kannst Du ja mal auf Deine Glaubensangehörigen positiv einwirken. Wir sind um jede Entspannung dankbar.

vielleicht weil du gerade dienegativen seiten der gesellschaft aus deiner jugend kennst. du hast verschiedenste verhaltensweisen mitbekommen und erlebt. du möchtest das deshalb näher kennenlernen und verstehen. diese gesellschaft ermöglicht es die das selbst besser zu verbildlichen , du hast eigene erfahrungen in diesem bereich gemacht. so hätte ich mir das erklärt ;) viel glück

In der Jugend muss der Mensch eine Identität bilden. Das ist einfacher, wenn man in einer homogenen Umgebung lebt. Schwieriger ist es, in zwei Kulturen einen Standpunkt zu finden. Eigentlich bist du weder "richtiger" Deutscher noch "richtiger" Türke. Das Problem kann einfach gelöst werden, wenn man sich eindeutig auf eine Seite stellt.

Einen Standpunkt zwischen den Welten ist mühseliger zu finden. Er eröffnet aber einen freieren Blick und eine stärkere Persönlichkeit. Wahrscheinlich könntest du dich auch in China heute leichter zurechtfinden als ein "normaler" Deutscher oder Türke. Weil Dir die Abhängigkeit von deinen Herkunftskulturen stärker bewusst ist.

Soziologie befasst sich gerade mit dem Einfluss der Umwelt auf den Menschen. Deshalb spricht sie genau Deine Erfahrung an.

Das Problem der Deutschtürken ist oft ihre mangelnde Bildung. Gerade in Deutschland wird Zugang zur Bildung vererbt. Was wenig mit Nationalitäten und viel mit unserem Bildungssystem zu tun hat.

Wobei es "Parallelgesellschaften" schon immer gab. Früher bei uns beispielsweise den Adel, heute krachen sie innerhalb der Türkei aufeinander.

ich zweifle das eine Parallegesellschaft besteht, welche uns bedroht.. Denn die ges. Migranten haben doch keinen einheitlichen Hintergrund... weder National, noch Kulturell. Von den Armen bis zu den Akademikern ist der Zuzug gemischt !

Deswegen sollte man wohl eher von den Armen-Ghettos sprechen und von den Auswirkungen selbiger in/auf der direkten Umgebung., und die Ghetto begünstigenden Strukturen in der Städteplanung mit einbeziehen, um die dann ausschließen zu können... Also eine Verteilung der einfacheren Zuwanderer quer im ges, Städtischen Raum mit der Sofortoption arbeiten zu müssen, wie alle anderen H4- Empfänger auch..

"Rand"gruppen, Außenseiter, nicht integrierte Menschen findest Du in allen Nationalitäten vor :( jemand sprach mal von den Lumpenproletariern zu Zeiten ohne Zuwanderung :))

Warum macht mir Soziologie so Spaß?..lach..weil Du verstehen willst, denken Spaß bringt... m.l.G. ;)h

Du hast durch den von Dir beschriebenen Weg durch verschiedene "Gesellschaften" in Deutschland Interesse bekommen, besser zu verstehen, was um Dich herum vorgeht und genau das ist ja auch Thema der Soziologie - also kein Wunder, dass Dich das interessiert.

Der Ausdruck "Bedrohung" ist vielleicht etwas hart, aber abgeschottete Parallelgesellschaften, deren Mitglieder sich für die Mehrheitsgesellschaft nicht interessieren oder allenfalls soweit, wie sie davon Nutzen haben - also Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Kindergeld, Hartz4,... - die sich aber ansonsten nicht die Bohne darum kümmern, dass sie gegenüber dieser Gesellschaft auch Pflichten haben, die es für überflüssig halten, die Sprache des Landes zu lernen, von denen deshalb viele die Schule ohne Abschluss verlassen, bedeuten natürlich ein schweres Problem für das Land, in dem sie leben.

Manchen menschen macht eben Soziologie Spaß, die ist ja auch interessant, vor allem wenn man sich für Menschen interessiert. Die Parallelgesellschaft wird als Bedrohung empfunden, weil sie nicht verstanden wird. Du hast Glück, weil du beides kennst und verstehst. Die Otto-Normal-Verbraucher sehen nur von Außen auf die Viertel, fühlen sich fremd und unwohl, und lehnen das deshalb ab.

Hallo Adeglm.

Ich denke das dir die Soziologie die Möglichkeit gibt das Erlebtet zu erklären und ihm einen "Sinn" zu geben. Durch die Soziologie bist du im Stande die Dinge in deiner Welt einzuordnen und mit ihnen sinnvoll umzugehen.

Mir ist bei deiner Frage ein bemerkenswerter Satz aufgefallen. "keine deutsche Freunden, außer 1-2 Italiener" Was macht die Italiener eigentlich zu Deutschen? Warum bilden sie keine Parallelgesellschaft?

Liebe Grüße, Klaus.

Ist bei mir genauso. Bin Albanerin, aber in Deutschland geboren. Soziologie macht mir ebenfalls großen Spaß und interessiert mich sehr. Warum weiß ich auch nicht. Und ich bin ganz deiner Meinung!

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