Woran liegt das, dass ich meine psychischen Probleme nicht angehen kann?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Rafffi96,

dein Beitrag hat mich angerührt und ich habe ihn immer wieder auf mich wirken lassen.

Dabei entstanden folgende inneren Bilder, die ich dir ohne jeden Anspruch auf Rechthaberei geben möchte.

Du warst ein fröhliches Mädchen und deine Kinderwelt war weitestgehend in Ordnung. Als du 7 Jahre alt warst ist etwas Schlimmes in deiner Familie passiert. Es war so schlimm, dass du einen Schock bekommen hast und beschlossen hast, niemals erwachsen zu werden. Ohne es zu wissen hast du damit einen Entwicklungsstopp beschlossen. Das passierte zwar unbewusst, doch wirkt in dir immer noch der Glaubenssatz, dass es sich nicht lohnt, erwachsen zu werden. Du hast den Vorsatz verinnerlicht und bist wegen des Entwicklungsstopps heute emotional-sozial immer noch 7 Jahre alt.

Dieses 7-jährige Mädchen hat sich körperlich und kognitiv weiter entwickelt, doch der Schock von damals blieb, so dass du immer noch schock-aktiv bist. Du wurdest zwar vom Kalender her älter, doch emotional bist du deinem Vorsatz und damit dem 7-jährigen Kind treu geblieben. Da Essen Leben und wachsen bedeutet, hast du natürlich auch nicht mehr unbefangen essen können.

Dieses Mädchen ging nun mit all den Missempfindungen, die ein Schock mit sich bringt, durch die Mühle der heutigen Psychotherapie, hörte fremd klingende Diagnosen, sah die Hilflosigkeit der vermeintlichen Helfer und wurde so ständig überfordert. All die Ansinnen, die man ihm vortrug, konnte es zwar kognitiv verstehen, aber das 7-jährige Kind blieb auf der Strecke, wurde wütend, weinte, fühlte sich unverstanden und sollte über intime Dinge reden, von denen es gar keine Ahnung oder Vorstellung hat.

........

Falls du mit dieser Schilderung etwas anfangen kannst, oder wenn sie dich emotional berührt hat, dann nimm die Erkenntnis mit, dass du seit 14 Jahren schock-aktiv bist und dass du sozial-emotional 7 Jahre alt bist.

Beides lässt sich auflösen, doch dein Therapeut muss das wissen, falls er nicht von alleine darauf kommt. Habe den Mut und schlage das bei einer deiner nächsten Sitzungen als mögliche Arbeitshypothese vor.

Ich wünsche dir von Herzen die Erlösung aus deinem Horrortrip.

Würdest du denn Alternativen kennen?  

Ich mein, Deine Verhaltensweisen haben Dir gewiss eine längere zeit geholfen. Sie haben dich geschützt und beschützt vor möglichen Gefahren, egal welcher Art. Und nun sollen sie einfach verschwinden. Bist du aber tatsächlich bereit ohne sie zu leben? Also kannst Du dich anders schützen?  Vielleicht mögen sie Dir auch noch etwas sagen? Weil extreme Verhaltensweisen tragen auch noch eine ganz tiefe Verletzung oder mehrere in sich (Trigger).

Auch hier wäre es so gut wie unmöglich die Verhaltensweisen gehen zu lassen,  ohne das Trauma dahinter zu bearbeiten.

Was ich aber richtig doof finde ist, dass die Therapeuten gemeint haben, dass Du gar nicht willst.  Doch, Du willst Lösungen finden. Und nur, weil sie sich nicht erklären können,  warum es nun schwierig ist, muss es noch lange kein Boykott sein. 

Bitte bleibe bei Deiner Wahrnehmung. Es hat Gründe.  Selbst ein Boykott hätte Gründe. So Vorwürfe bringen gar nichts und sind therapeutisch gesehen auch gemein. Das Du da wütend wurdest und traurig ist sehr gut nachvollziehbar. 

Bitte bleibe auf Deinem Weg.  Versuche zu verstehen, warum Du so bist, wie du bist. 

Dir wünsche ich auf deinem Weg sehr viele wertvolle Entdeckungen. Auch, wenn sie manchmal weh tun. In dem Fall wünsche ich Dir, dass Du Dich trösten kannst und weiterhin wertschätzen mit Dir umgehst.

Lieben Gruß an Dich. 

Ich denke auch, dass Angst vor Veränderung mit hineinspielt. Das Loch, in dem man steckt, ist nicht schön und erst recht nicht bequem, aber es ist immerhin vertraut und man weiß, dass es einem einen gewissen Schutz vor der gefährlichen Außenwelt bietet ...

Zusätzlich zum bereits Gesagten kann ich mir auch vorstellen, dass du Angst hast, jemanden nah an dich ranzulassen, oder dass es dich ängstigt, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. In der Theorie ist vieles einfacher, das kann man noch von sich selbst trennen, sobald es ans Eingemachte (und damit an einen selbst) rangeht, wird es schwieriger. Mir ging es lange Zeit auch so, dass ich bei vielen Sachen automatisch abgeblockt habe, ohne wirklich zu wissen, warum ich das schon wieder tue, aber in meinem Fall war (und ist!) es auch eine starke Angst vor Ablehnung.

Ist leichter geschrieben als getan, aber: Vielleicht kannst du zukünftig versuchen, gezielt Skills anzuwenden, um deine Anspannung zu senken, damit du den Moment besser aushalten kannst, ohne die Situation komplett verlassen zu müssen.

Viel Erfolg in deiner weiteren Therapie! :)

Da stimme ich dir voll und ganz zu. Geht mir leider selbst auch heute noch so. Am meisten hat man wirklich Angst sich zu verändern. Und Angst wie die anderen auf einen reagieren. Man möchte nichts falsches Antworten... Und das erschwert das ganze um einiges. Aber nach und nach wird das besser. Man darf nur nicht aufgeben. :) Meine Paranoia hat sich durch den Umzug von Straßenhöhe zum Dachboden nahezu vollständig gelöst. Und die kleine die ich öfters habe. (8) Hat ständig vor allen unsinn Angst... Das hat mir auch gezeigt wie lächerlich meine Angst war.

2

Bin immer reizbar/aggressiv?

Hallo :)
Ich habe eine schlimme Persönlichkeit , insbesonders wenn meine Mutter anfängt mit mir zu Reden :/ Ich bin da immer genervt und antworte auch genervt . z.b meine Mutter erklärt mir etwas z.b wie man am besten lernt und ich rede dazwischen und sage mit lauter stimme , dass ich es eh schon weiß. Meine Mutter tut mir schon leid , ich versuche immer zuzuhören und dann normal antworten , aber schwuppd hab ich es wieder getan :/ Aber ich fühl mich einfach sehr gereizt nachdem sie mir irgendetwas sagt und dann muss ich es einfach loswerden.
Wie kann ich mich ändern ? :/

...zur Frage

Ich hasse die meisten Menschen, wie soll ich nur so leben?

Ich will mit fast niemanden irgendetwas zu tun haben und sobald einer aufdringlich wird, reagiere aggressiv!

...zur Frage

Sobald das Wasser kocht wird es weiß und mehlig

Hallo Leute,

habe mal ne Frage ob das auch schon jemand erlebt hat. Sobald Ich kochen möchte und meinen Kochtopf mit Leitungswasser fülle, kann man langsam erkennen wie sich irgendetwas bildet. Nach weiteren Minuten sobald das Wasser kocht bildet sich so etwas wie eine Art weißes Mehl. Keine Ahnung was das sein soll, aber meine Nudeln möchte Ich nicht mehr reingeben.

Hat jemand eine Ahnung was das sein könnte? Uran z.b? oder einfach nur giftiges Wasser.

...zur Frage

Was kann ich bei drängenden Suizidgedanken tun?

Seit etwa einem Monat ist meine Stimmung wieder deutlich schlechter als sonst, ich vermute ich rutsche wieder in eine Depression. Mein Venlafaxin wurde erst vor wenigen Monaten erhöht und danach ging es mir mit meinen Angstsymptomen wesentlich besser. Ich versuche Skills anzuwenden, aber inzwischen machen mir nichtmal mehr meine Hobbys wirklich Spaß und meine Stimmung ist auch fast den ganzen Tag unterdurchschnittlich. Ich bin ziemlich weinerlich und habe wenig Antrieb und dazu kommen jetzt immer wieder diese Suizid- und Selbstverletzungsgedanken und teilweise -impulse, von denen ich dachte, dass ich sie endlich los bin, aber sie überfallen mich mehrmals am Tag und lassen mich nicht in Ruhe. Mit meinem Psychiater, Therapeuten oder Hausarzt würde ich eigentlich gerne reden, aber das geht nicht, weil ich Angst habe, dass ich dann wieder in die Psychiatrie muss, was ich aber nicht will, weil mir das sehr wahrscheinlich nicht helfen wird. Ich mache zur Zeit ein Praktikum (8h/Woche) und starte in wenigen Wochen ein wesentlich anspruchsvolleres Praktikum (40h/Woche) bevor ich ausziehe und ein Studium beginne. Das heißt die depressive Phase passt in nächster Zeit einfach überhaupt nicht in mein Leben. Ich versuche die Struktur in meinem Alltag beizubehalten, was mir aber immer schwerer fällt und versuche mich viel zu bewegen, was aber fast gar nicht mehr geht. Hat jemand noch ne Idee, was ich machen könnte, um ein richtiges Tief zu verhindern?

...zur Frage

Ich verliere immer und immer wieder die Lebenslust - Habt ihr Tipps?

Immer wenn ich denke mir geht es psychisch wieder einigermaßen gut, zieht mich eine Kleinigkeit runter und ich will am liebsten nicht mehr leben. Das geht schon seit Jahren so und ich will das einfach nicht mehr. Ich habe schon einige Therapien gemacht und egal wie sehr ich mich anstrenge, letztendlich lande ich immer wieder mehr oder weniger am selben Punkt. Was kann ich tun, außer mich umzubringen oder töten zu lassen, dass diese Gedanken aufhören und ich immer wieder so instabil werde?

...zur Frage

Taskleiste verschwindet nicht mehr im Vollbildmodus. Wie kann ich das wieder ändern?

Meine Taskleiste verschwindet nicht mehr, wenn ich z.B. bei Youtube in Vollbildmodus wechsele. Ich weißt mittlerweile, dass es an Spotify liegt. Kann ich da irgendetwas machen? Es ist nämlich blöd, wenn ich jedes mal Spotify wieder schließen muss.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?