Woran lag es, dass SPD und Grüne in NRW nie hinbekommen haben, den ÖPNV so auszubauen, dass dieser eine sehr attraktive Alternative zum PKW darstellt?

12 Antworten

Hallo,

nun weil auch die Träumer in Grün einsehen mussten, das OHNE Geld nix los ist.

Dumm rum reden kann jeder, aber wenn man als Landtagsabgeordneter dann auch den Kopf dafür hinhalten soll, sieht die Welt auf einmal ganz anders aus.

Denn der ÖPNV ist nun einmal nicht kostendecken zu betreiben, also muss man immer Kompromisse eingehen, zwischen dem was finanzierbar ist und dem was vielleicht umweltpolitisch gewollt wäre.

Spätestens 2015 wissen wir doch, das Deutschland ein sooo reiches Land ist.. das Geld sprudelte aus jeder Ritze. Vielleicht hätten SPD und Grüne den Spitzensteuersatz nicht um 11 % gesenkt, als sie auf Bundesebene regierten.. vielleicht wäre es schneller finanzierbar gewesen.. hauptsache "sozial" auf die Fahnen schreiben :)

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@MickyFinn5

Tja, nur dummerweise sind es wenige Reiche, die das viele Geld haben und die Masse der Bevölkerung ist arm.

Und von den Reichen kriegen sie nichts, weil die ja fast keine Steuern zahlen.

Ist aber auch egal, da es ehh nichst an der Tatsache ändert, das der ÖPNV ein Zuschußgeschäft ist und bleibt.

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Weil die Politik generell ein Problem hat (mal abgesehen von den Parteien).

Ich bekomme es im privaten Bereich mit. Mein Schwager ist Verwalter einer Kreisstadt - quasi der Geschäftsführer. Er ist dafür zuständig, dass der Haushalt stimmt und die Stadt am laufen gehalten wird. Jedoch hat er nur einen begrenzten Spielraum. Entschieden wird alles über die Parteien. Und dort geht es um eigen Interessen. Manchmal im Sinne der Partei, manchmal um eigene persönliche Interessen, manchmal um Interessen von Parteispendern oder selten aber kommt auch vor um Interessen von Freunden.

Und dann ist da noch der Bürgermeister, der meistens irgendwas tolles während seiner Amtszeit hinbekommen möchte. Und so entstehen idiotische Projekte, die staatlich finanziert werden. Aber das was alle weiter bringt, das wird eben nicht gemacht.

Mein Vater war auch mal kurz in der Kommunalen Politik. Er meinte, es geht nur ums eigene Image aufpolieren und einschleimen. Und da kann nichts sinnvolles dabei rauskommen.

Der "Geschäfstführer" einer Stadt ist der Bürgermeister (bei großen Städten der Ober-Bürgermeister) denn der ist sowohl politischer als auch verwaltungsmäßiger Chef.

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@OlafausNRW

Auf der Webseite steht als Titel ua. "Geschäftsleitung". Da lag ich wohl knapp daneben :).

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@ThomasWeuster

Bei welcher Stadt denn ?? Städte sind KEIN "Unternehmen" und können daher in folge dessen auch KEINE Geschäfstleitung haben :-)

Anders sieht es bei den Dingen wie zum B. Müllabfuhr aus,die hat man ja aus dem öffentlichen Bereich heraus in "Private" Gesellschaften überführt (und damit weitere "Pöstchen" für seine Parteigenossen geschaffen.....bei uns ist auch der Fraktionsvorsitzende als Geschäfstführer der "Entsorgungsbetriebe XXXXX GmbH" tätig).Unten weniger Müllmänner auf den Fahrzeugen....dafür aber statt einem Amtsleiter nun 1 Gf und 2 Stellvertreter samt weiteren Sachbearbeitern.

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@OlafausNRW

Da ich die Identität des Herren nicht preis geben möchte, werde ich dir die Stadt nicht verraten. Fakt ist, auf der Webseite steht unter anderem "Geschäftsleitung". Ergo werde ich die Tätigkeiten des Herren auch so nennen. Soweit ich das verstehe entspricht es wohl auch der Praxis, er leitet das Geschäft während die Bürgermeister der letzten Jahre von Tuten und Blasen keine Ahnung hatten und von einem PR-Termin zum nächsten gerannt sind um wieder gewählt zu werden.

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@ThomasWeuster

Also ich kann auf einer Webseite auch Schreiben, das ich der persönliche Sekretär des Papstes bin :-)

Dein "Herr" ist ein Schaumschläger, denn seine Angaben widersprechen denn deutschen Kommunalordnungen.

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@OlafausNRW

Ohh ja ein Schaumschläger ist er !!

Auf deiner Webseite kannst du freilich schreiben was du willst. Wir reden hier aber von die offizielle Webseite dieser Stadt. Da wird es schon schwieriger hin zu schreiben was man will, dass dann auch länger bestand hat ;).

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@ThomasWeuster

Gerade auf der eienr Stadt :-) Oder glaubst du ernsthaft, eine Krähe hackt der anderen ein Auge aus ?? Und der Normale Bürger schaut dort doch meistens überhaupt nicht nach...schau doch mal auf Facebook bei den lokalen Gruppen für eine Satdt, wie oft da Fragen gestellt werden, die man bei einem Blick auf die Webseite selbst klären könnte.

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Er meinte, es geht nur ums eigene Image aufpolieren und einschleimen.

Ja, diese Beschreibung trifft wirklich auf gewisse und bereits erwähnte Parteien zu.

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Also es gibt ja durchaus Personen, die mit dem ÖPNV pendeln, Insofern ist es schon eine attraktive Alternatve. Nur nicht für alle.

Vielleicht liegt das Problem darin, dass über die Fahrkarten mehr Kosten abgedeckt werden, als beim Auto. Der Autofahrer bezahlt nur Auto/Benzin, aber nicht für die Straße.

Zudem fährt das Auto von Haustür zur Haustür. Darauf hat der ÖPNV nun mal keine Antwort gefunden.

Es ist aber auch die ganze Denkweise des ÖPNV, die das Problem der Mobilität (von Haustür zur Haustür, pünklichkeit, zuverlässigkeit, verfügbarkeit) letztendlich den Kunden überlässt. Das hat mit Service-Gedanken nichts zu tun. Der ÖPNV fährt nur von A nach B - im besten Fall. Daher bin ich froh, da nicht hinzumüssen. Kriminalität an Bahnhöfen und häufige Streiks tun ihr Übriges.

Vergiss nicht die eine Schneeflocke, die den Bahnverkehr in ganz Köln für 8 Stunden vollkommen lahmlegt :D

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Im Grunde müsste man die Schiene mihilfe von KI auf die Strasse verlegen. Heisst in der Praxis: auf Knopfdruck muss ein Fahrzeug passender Größe in 5 min vor meiner Tür stehen und mich im Umkreis von 300km überall hinfahren.

Sowas schafft nur ein Staatskonzern. Selbst bei Giganten wie Amazon & Co hätte ich da bereits Zweifel.

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Warum ausgerechnet NRW? Kein Bundesland schafft dies. Liegt am Geld und an fehlenden Busfahrern und Lokführern. Selbst die jetztigen Strecken können manchmal nicht bedient werden, wenn die Fahrer krank werden oder Urlaub haben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Warum ausgerechnet NRW?

Dort regierten die Grünen + SPD am längsten in den vergangenen 25 Jahren.

Kein Bundesland schafft dies

Also alles nur heiße Luft die Städte frei von Autos bekommen zu wollen... nennt man dies nicht populismus?

Liegt am Geld

Deutschland ist ein seeeehr reiches Land (so jedenfalls die mediale Dauerbeschallung der "Qualitätsmedien").

und an fehlenden Busfahrern und Lokführer

So wie man sich für Pflegekräfte einsetzt, um den Beruf attraktiver zu machen... warum haben Grüne + SPD dann so lange geschlafen?

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@MickyFinn5

Das sind halt alles Berufe, in denen man viel Verantwortung hat (Sowohl Busfahrer+ Lokführer als auch Pflegerkräfte). Das ist nicht jedermanns Sache. Einer der Gründe, warum es so viele freie Stellen gibt.

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Das Problem mit fehlenden Fahrern kommt aber aus einer ganz anderen Ecke. Wenn man 5 Jahre lang jede Woche hört oder liest, daß übermorgen alles von alleine fährt, braucht man sich nicht wundern, wenn der Nachwuchs ausbleibt.

Es ist ein bissi wie mit Bio Sprit. Spricht auch keiner mehr drüber.

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Falsche Verantwortungsebene? Städte und Kommunen lassen sich da nicht reinreden, immerhin zahlen sie am Ende die Rechnung.

Ich dachte immer, das Thema sei soooo wichtig und hätte oberste Priorität, dass es keine Kostenfrage sein sollte (vor allem nicht für Grüne + SPD, die den Klimawandel schon vor 40 Jahren fürchteten).

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@MickyFinn5

Das ist wie mit der Bildung. Da kann die Bundesregierung noch so viel Geld zu schießen und noch so viel fordern, aber entscheiden tun am Ende nur die Länder. Förderalismus ist nun mal gewollt.

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