Woran kann man Magersucht optisch erkennen?

14 Antworten

Es gibt auch Krankheiten oder Behandlungen, von denen man stark abnimmt. Das muss also nicht immer an Magersucht liegen. Wie mein Vorschreiber denke ich, dass man es vor allem am Verhalten (Vermeiden von Essen, Heimlichkeiten, so-tun-als-ob-Essen etc.) festmachen kann.

Die Grenze zwischen Extremdiät und Magersucht kann auch fließend sein. Nicht jeder, der mal eine Extremdiät macht und stark abnimmt, ist permanent magersüchtig. Im Bekanntenkreis hatte ich eine Person, die in einer schwierigen psychischen Lage das Essen vorübergehend fast komplett einstellte und eine andere, die durch Depression das Essen "vergaß" (was auch mit ihrem Alter zusammenhing). Die hatte es später sehr schwer, wieder normal zu essen und musste sich dazu zwingen. Hunger- und Durstgefühl waren stark minimiert. Ich denke, dass dies stark an der Grenze zur Magersucht war, allerdings in dem Fall keine bewusste Entscheidung, sondern ein unabsichtlicher, schleichender Prozess.

Die andere Frage ist, was man tun kann, wenn man Magersucht befürchtet. Es wird schwer sein, den Betreffenden zum Esse zu überreden oder von den Risiken seines Tuns zu überzeugen. Man könnte also nur seinen Arzt informieren und die Frage ist hier wieder, was der Arzt in dieser Situation tun darf; vermutlich nicht viel, wenn sich derjenige nicht drastisch selbst gefährdet.

Das hast du richtig erkannt. Eine Magersucht lässt sich nur an Verhaltensweisen für Außenstehende erkennen.

Körperliche Hinweise wären starkes Untergewicht (nichts zwangsläufig) und Ausfallerscheinungen aufgrund vom Nährstoffmangel. Zum Beispiel Haarausfall, Abbrechen der Zähne, ausbleiben der Periode, brüchige, gerillte Fingernägel... aber auch all das kann natürlich auch einen anderen Grund haben.

Eine Essstörung kannst du eigentlich nur recht zweifesfrei erkennen, wenn du mit demjenigen auch Essen gehst. Aber auch da können unbedeutende Eigenheiten Fehlinterpretationen zulassen. Und ob jemand vor dem Essen Appetittzügler nimmt oder beim Toilettengang erbrechen geht, wirst du ja auch kaum mitkriegen.

Du sollst niemanden etwas unterstellen und ohne engen Kontakt brauchst du das auch nicht abzuschätzen müssen oder gar darauf zu reagieren.

Mit engem Kontakt und mit der Absicht auch der Person helfen zu wollen, würde ich sagen, dass das Verhalten ausschlaggebend ist. "Komische", dir fremde und ungewohnte Essverhalten: Nicht in Gemeinschaften essen wollen, wenig essen wollen oder wenn, dann nur gesundes bzw. die Person achtet sehr darauf, was sie isst oder erfindet Ausreden, wenn es ums Essen geht oder sagt Restaurantbesuche etc. ab. Solche Sachen, würde ich mal sagen.

Und dann muss man abschätzen, ob es öfters vorkommt und ob die Person wirklich ein Problem und vielleicht sogar eine Essstörung hat. Jeder Mensch ist auch unterschiedlich!

Google doch mal das Thema mal :)

Liebe Grüße :)

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