Woran kann man erkennen, wie alt die Wunde/Verletzung der Leichen ist?

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7 Antworten

Körpertemperatur in Reation zur Umgebungstemperatur. Dazu gibt es Tabellen die dann den Todeszeitpunkt nennen. Dazu mißt man aber die Temperatur im Körperinneren.

Gibt es keine sinnvoll meßbare Temperatur mehr. Zählt der Verwesungsgrad. Der wird u. a. durch einen einfachen Drucktest oder in-Augenschein-Name germittelt. Ganz genau ist aber die Flüssigkeit im Augeninneren.

Verletzungen vor dem Tod unterscheiden sich von denen danach. Der Körper reagiert auf die Verletzung nicht mehr. Der Grad der Reaktion/Heilung zeigt an, wie lange vor dem Tode sie entstanden sind.

Da kannst du den Krimis vertrauen, die zeigen das sehr realitätsnah. Wenn der Tod noch nicht lange her ist, sieht man das an der fehlenden Totenstarre und den fehlenden Blutflecken (das Blut verhält sich bei Toten der Gravitationskraft entsprechend). Fehlen diese, dürfte die Tat höchstens 2 Stunden zurück liegen.
Bei älteren Leichen kann man die Lebertemperatur messen. Zudem gibts auch andere Verfahren. Diverse Organe leben nach dem Herzstillstand bis zu 24 Stunden weiter. So könnte man auch eine ungefähre Zeit ermitteln. Bei noch älteren Leichen misst man den C-Gehalt in den Knochen oder entnimmt Würmer/Maden. Denn in diversen Stadien der Verwesung tauchen andere Maden/Larven auf. (Dazu gibt es übrigens - eher unappetitliche - Fachschriften bei Google :))

Da Wunden (gibt ja viele Arten) ja schon vor einer "Tatzeit" entstanden sein könnten, sind die für die Ermittlung eines Todeszeitpunktes erst einmal gar nicht großartig von Bedeutung. Da schaut man erst mal nach Anhaltspunkten im Umfeld, nach der Körpertemperatur der Leiche, danach ob Leichenflecken aufgetreten sind; danach ob Leichenstarre in Eintritts- oder Abklingphase vorliegt u.s.w. u.s.w. Und danach oder parallel kann man sich auch mal mit der Blutgerinnung beschäftigen. Aber allein mit Wunde ist da nichts festzustellen. Die könnten ja - neben dem Zuvor - sogar einer Leiche auch noch nachträglich zugefügt worden sein. Übrigens kann man auch anhand der Verdauung noch einige Rückschlüsse ziehen. Das wären mal die einfachen Sachen. Und dann kommen Laboruntersuchungen.

Bei Wunden anhand des Grades der Heilung, den Zeitpunkt des Todes stellst du am Zustand der Leiche fest, also wie starkt sie verwest ist. Körper wird kälter, Leichenstarre, Leichenstarre lässte nach, verfärbung der Haut usw sind stadien der Verwesung.

Wenn es länger her ist an dem Stadium der Insekten die den Körper dann zersetzen. Bei kürzeren Zeiträumen kein Plan..

Soweit ich das von meinem durch krimiserien geschultes wissen sagen kann wird bei frischen Leichen die Leber Temperatur genommen und dann mit den äußerlichen Bedingungen verglichen Dann natürlich der Verwesungsgrad und bei sehr alten Leichen der Gehalt von C-17(glaube ich) in den Knochen

Um die Tatzeit eines Todes herauszufinden, werden ja die Verletzungen untersucht.

Ist das so? Das dient doch mehr der Feststellung der Todesursache als des Todeszeitpunktes. Dafür gibt es andere Methoden (Kerntemperatur, Totenstarre, eventuelle Zersetzungsprozesse usw.). an der Beschaffenheit der Wunden kann man allenfalls herausfinden, ob und wie lange das Opfer die Beibringung der Wunden überlebt hat.

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