Woran ist der Kommunismus gescheitert?

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3 Antworten

Der Sozialismus - nicht der Kommunismus - ist im ökonomischen Wettbewerb der System unterlegen. Er wurde mit höherer Arbeitsproduktivität, Boykott und Sabotage bei gleichzeitig schlechteren Startbedingungen niederkonkurriert.

Alle anderen negativen Erscheinungen im Sozialismus sind darauf zurückzuführen.

Noname288 16.07.2017, 14:42

Und was ist der Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus? Und findest du das positiv, dass der Sozialismus niederkonkurriert wurde?

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PeVau 16.07.2017, 15:13
@Noname288

Der Sozialismus ist ein Übergangsgesellschaft vom Kapitalismus zum Kommunismus, in der die Grundlagen des Kommunismus aufgebaut werden sollen. Das ist ein langer Prozess, denn eine neue Gesellschaftsordnung lässt sich nicht per Federstrich herstellen. Sozialismus ist nicht frei von Widersprüchen und auch nicht völlig gerecht, gerechter als Kapitalismus aber schon.

Deshalb ist es unzulässig, den Sozialismus als Kommunismus zu bezeichnen und mit den noch bestehenden Widersprüchen und Unzulänglichkeiten des Sozialismus nachweisen zu wollen, dass Kommunismus nichts taugt.

Das ist ungefähr so, als wenn man die ersten untauglichen Flugapparate zum Beweis dafür genommen hätte, dass Fliegen unmöglich ist und man es deshalb gar nicht weiter zu versuchen brauche.

Nein, ich finde es nicht positiv, dass der Sozialismus niederkonkurriert wurde. Dadurch wurden die Lebensumstände der Menschen in den sozialistischen Ländern erschwert und eine Perspektive auf einen menschlichen Gegenentwurf zum Kapitalismus zunächst zerstört.

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Noname288 16.07.2017, 15:39
@PeVau

Und warum haben Leute das gemacht und wie wird sich das weiterentwickeln?

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PeVau 16.07.2017, 15:57
@Noname288

Niederkonkurriert wurde der Sozialismus, weil diejenigen, die durch ihn ihren Reichtum und ihre Macht verloren hätten, diese gerne behalten wollten.

Möglich war und ist das, weil man im Kapitalismus auf die Menschen keine Rücksicht nehmen muss und Menschen, die sich wirtschaftlich nicht mehr verwerten lassen, einfach in die Arbeitslosigkeit abschieben und so ausgrenzen kann. Das ist natürlich betriebswirtschaftlich effizienter als wenn man alle Menschen auch an Arbeit teilhaben lassen muss.

In den sozialistischen Ländern haben immer mehr Menschen wegen der zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten gemeint, dass sie im Kapitalismus doch besser leben könnten.

Wie sich das weiterentwickeln wird, ist schwer zu sagen. Seit dem Ende des Sozialismus, wurden in allen kapitalistischen Ländern die sozialen Maßnahmen zurückgefahren und die Schere zwischen arm und reich wurde und wird immer größer, wobei auch die absolute Zahl der Armen größer wurde.

Gerechtigkeit ist nicht in Sicht. Der soziale Sprengstoff wird mehr. Ob, wann und wie der explodieren wird, kann niemand sagen.

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PeVau 16.07.2017, 20:05

Danke für den Stern!

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Es gab nie Kommunismus sondern Sozialismus. Er fand sein Ende durch unzufriedene, klassengleichheitsfeindliche und faule Elemente.

Noname288 15.07.2017, 17:25

Und wo liegt der Unterschied?

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Yin060 16.07.2017, 16:31
@Noname288

Der Unterschied liegt da, dass es im Sozialismus noch einen Staat gibt.

Kommunismus ist eine Herrschfts- und Klassenlose Gesellschaft, was durch die Existenz einer Regierung nicht real wäre.

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gier. es ist eigentlich immer die gier.

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