Woran erkennt man vor Antritt einer Stelle, ob die Firma Überstunden ausgleicht?

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8 Antworten

Sucht Dein Mann jetzt einen neuen Job weil er seine Überstunden nicht ausgeglichen bekommt oder weil er mehr als 40 Stunden arbeiten muss?

Dass Überstunden durch Freizeitausgleich und/oder Geld abgegolten werden ist bei der Mehrheit der Unternehmen der Fall.

Ist der Betrieb tarifgebunden und/oder gibt es einen Betriebsrat, wird man die Probleme mit dem "Nichtausgleich" und zu vielen Überstunden wohl eher weniger haben.

Dass man nicht mehr als 40 Stunden/Woche arbeiten muss, kann Dir im Voraus niemand garantieren.

Es gibt Firmen die jetzt "normal" arbeiten aber in z.B. sieben, acht Monaten einen Auftragsschub haben der ohne Überstunden nicht bewältigt werden kann (wenn der AG keine neuen MA einstellt). Deshalb gibt es in (fast) jedem Arbeitsvertrag eine Überstundenvereinbarung.

Was ich nicht verstehe

:Mein Mann wollte auch schon über Anwalt einen Überstundenausgleich erreichen, aber das hat leider nicht geklappt, weil die Firma keine Aufzeichnungen führt.

Die Firma ist verpflichtet aufzuzeichnen:

http://www.dehoga.willingen.info/uploads/media/Azpfl_AbZG.pdf

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Kommentar von Snatiline
15.04.2016, 09:26

Mein Mann will von dieser Firma weg, weil sie ihm die Gesundheit ruiniert.

Die Firma unterliegt keinem Tarifvertrag und hat auch keinen Betriebsrat - es ist eine kleine Bude mit etwa einem Dutzend Leuten.

Zu dem Satz, den Du nicht verstehst: Der Firma sind Recht und Gesetz schnurzpiepegal. Sprich, sie führen keine Stundenaufzeichnungen, obwohl sie es müssten. Nachdem mein Mann das gemerkt hat, hat er eigene Aufzeichnungen geführt und hat das Gespräch mit der Geschäftsführung gesucht. Die sagten, die Aufzeichnungen meines Mannes seien falsch, und er hätte keine Überstunden.

Nachdem er an Burnout erkrankte, hat er sich von einem Anwalt beraten lassen. Dieser schrieb an die Firma und forderte den Ausgleich der Überstunden meines Mannes. Der Gegenanwalt schrieb zurück, mein Mann hätte keine Überstunden, dafür gebe es keine Beweise. Die Aufzeichnungen meines Mannes wurden nicht anerkannt, und die Kollegen konnten sich an rein gar nichts erinnern...

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Hallo,

dein Mann sollte in einer Fa. arbeiten, wo es eine vertraglich geregelte Überstundenregelung gibt. Er sollte auch tariflich vergütet werden.

Wenn dein Mann unter einem Burnout Syndrom leidet, dann sollte es sich krank schreiben lassen. Er braucht wahrscheinlich erstmal eine Kur, gar eine Reha, bevor er eine Arbeit wieder antreten kann. In dem Falle bekommt er Lohnfortzahlung und später Krankengeld.

Der Arbeitgeber ist im Falle einer Erkrankung verplichtet mind. 6 Wochen den Lohn fortzuzahlen. Ihr solltet einen Arbeitsrechtler einschalten, und zwar einen guten (siehe im Internet, wo Anwälte bewertet werden), weil der AG sowieso "Stunk" machen wird...

Er kann danach ruhig deinen Mann kündigen, das macht nichts, weil dein Mann krank ist, und er bekommt dann Krankengeld und ALG. Nur muß sein Burnout dringend von einem Facharzt bescheinigt werden!

Alles Gute, Emmy

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Wie gesagt keine Überstunden auszugleichen ist illegal, also wird die neue Firma die Stunden ausgleichen.

Die bisherige Firma ist einfach ein schwarzes Schaf. Das gibt es in jeder Branche mal, aber es sind nicht mal 1% der Betriebe. Dein Mann wird vermutlich nicht wieder in so eine Firma kommen.

Außerdem ist es kein Problem im Bewerbungsgespräch nachzufragen, wie der Überstundenausgleich aussieht.

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Kommentar von Snatiline
14.04.2016, 10:55

Ich hoffe, dass Du mit dem schwarzen Schaf Recht hast.

Aber macht das nicht einen seltsamen Eindruck, wenn man im Vorstellungsgespräch fragt, ob Überstunden ausgeglichen werden? Die meisten Firmen wollen doch eher belastbare Mitarbeiter. Bisher war mein Mann auch belastbar, das steht auch in allen seinen bisherigen Arbeitszeugnissen. Allerdings bekam er immer Überstundenausgleich, nur bei seiner aktuellen Firma nicht.

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Einfach nachfragen ob welche geleistet werden und wenn ja wie diese dann beglichen werden du hast ein Recht darauf.. wenn nicht auf abfeiern oder Auszahlung bestehen.

In unserer Firma wird auch fast täglich Überstunden geleistet jedoch haben die Mitarbeiter dann mal an einen Freitag frei oder gehen eher wenn es nicht so voll ist.

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du kannst nur versuchen mit arbeitern ins gespräch zu kommen, wie zufrieden die sind etc. aber eins würde ich tun: es gibt doch wohl einen vertrag. wenn dein mann dort eh weg will dann soll er doch zum arbeitsgericht und seine kohle einklagen!

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Ganz einfach, man fragt seinen Chef oder bespricht es während der Verhandlung...

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Das kann man erfragen und vertraglich regeln lassen

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Kommentar von Snatiline
14.04.2016, 10:53

Genau das hat mein Mann bei seinem aktuellen Arbeitgeber gemacht, klappt aber nicht...Jetzt hat er natürlich Angst, dass ihm das bei einer neuen Firma wieder passiert.

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Ich würde einfach nachfragen.

Wenn sie fragen, warum das so wichtig ist, kannst du ihnen ja die Geschichte dazu erzählen.

LG Dua

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Kommentar von Snatiline
14.04.2016, 10:59

Die Geschichte zu erzählen, halte ich nicht für sinnvoll. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein potentieller Arbeitgeber auf einen Mann mit Burnout gewartet hat. Aber mein Mann könnte sinngemäß sagen "das interessiert mich" oder so ähnlich.

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