Woran erkennt man Schwangerschaftsdepression?

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2 Antworten

Etwa sechs bis zwölf Prozent aller Frauen leiden während der Schwangerschaft unter depressiven Verstimmungen oder Depressionen. Frauen, die auch sonst an Depressionen leiden, sind während der Schwangerschaft noch anfälliger.

Wenn deine Beschwerden über die üblichen Stimmungsschwankungen, verursacht durch die veränderten Umstände, die hormonelle Umstellung und  Wechselwirkung mit anderen Beschwerden (Müdigkeit, Sodbrennen), hinaus gehen, brauchst du gegebenenfalls Hilfe.

Jede Frau muss für sich herausfinden, was ihr Energie und Kraft gibt. Für die einen sind es Entspannungsübungen, für die anderen sind es Spaziergänge im Wald oder Treffen mit Freund/innen.

Bedenklich wird die Situation dann, wenn das soziale Umfeld fehlt. Wenn man merkt, man leidet zunehmend an Stimmungsschwankungen und Motivationsverlust, hat aber keine Bezugsperson, mit der man darüber sprechen könnte, sollte man eine Beratung in Betracht ziehen. Beratung kann neue Perspektive aufzeigen, helfen Ressourcen zu finden und neue Handlungsmuster zu entwickeln.

Da sind dein Frauenarzt oder deine Hebamme deine Ansprechpartner. Auch z.B. die pro familia kann dir helfen.

Schau auch mal unter http://www.schatten-und-licht.de/index.php/de/

Arbeite auf jeden Fall mit deinem Hausarzt und Psychologen/Psychiater zusammen.

Wahrscheinlich macht sich jede Frau auch bei einer ungeplanten Schwangerschaft Gedanken, zwar hilfreiche, aber jetzt ggf. riskante Medikamente nicht zu nehmen.

Ob aber das möglich und sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden. Meist ist aber eine niedrig dosierte Behandlung mit einem einzelnen, bisher bewährten Psychopharmakon sinnvoller als einfach nichts zu tun.

Denn man muss nicht nur das "Während", sondern auch das "Danach" bedenken. Wenn also eine Mutter nach der Entbindung plötzlich ohne medikamentösen Schutz erkrankt, was ohnehin eine heikle Phase darstellt, dann muss man sich einmal die möglichen Konsequenzen vorstellen, die hier für das Kind drohen.

Alles ist auf die "bösen Medikamente" fixiert. Doch was diese zu verhindern in der Lage sind, denn das Leben geht ja über Schwangerschaft und Entbindung hinaus, steht den wenigsten klar vor Augen, zumal es ja auch noch meist verheimlicht wird: Die Folgen beispielsweise von Depressionen, manischer Hochstimmung, schizophrener Psychose, Suchterkrankung u.a. nach der Geburt schädigen möglicherweise das Kind mehr als die niedrigst-mögliche Dosis der fortlaufenden Erhaltungstherapie unter der Schwangerschaft - und natürlich darüber hinaus.

Ich wünsche dir alles Gute!

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Kommentar von striziii
31.10.2016, 18:25

Vielen Dank! Ich bin davon nicht betroffen aber meine beste Freundin und ich weis einfach nicht wie ich ihr helfen soll ):

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Hallo,

- du merkst dass du emotional nicht die richtigen Gefühle bei deinem Kind - hast, du hast keine Lust auf kuscheln, verrichtest nur das allernötigste, freust dich nicht auf dein Kind

- du bist antriebslos, lustlos, schlapp, fühlst dich schlecht, du hast massive Zweifel deinem Kind gerecht zu werden

- du willst deinem Kind gar nicht gerecht werden

- du würdest dein Kind am liebsten dem Vater in die Hand drücken und gehen

- vielleicht hast du sogar Aggressionen oder aggressive Gedanken gegen dein Kind, schadest dir und ihm bewusst

Deine Hebamme oder der Frauenarzt hilft dir in solchen Fällen.

Oft helfen auch kleine "Unterstützer" pflanzlicher Basis um die Stimmung etwas aufzuhellen, wichtig ist auf jeden Fall sich Hilfe zu suchen.

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Kommentar von striziii
30.10.2016, 18:54

Vieeeelen dank. Das hilft mir sehr weiter :)

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