Woran erkennt man radioaktiv bestrahlte Lebensmittel?

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6 Antworten

also grundsätzlich gibt es mal einen Unterschied zwischen verstrahlt und bestrahl. Die betroffenen LM werden nur "bestrahlt", das heisst, sie kommen nicht mit der Strahlungsquelle in Kontakt, sie sind also nicht radioaktiv. Sinn der Bestrahlung ist zum einen die Abtötung von Mikroorganismen Schimmelpilzen und dergleichen, also eine Verlängerung der Haltbarkeit, zum Anderen ein Verhindern des Auskeimens (bei zb. Kartoffeln oder Zwiebeln).

Laut Gesetz muss die gesundheitliche Unbedenklichkeit bei solchen LM sichergestellt sein. Es werden bei dem Verfahren freie Radikale gebildet, die neben den gewünschten Wirkungen auch zb. einen Abbau von wertvollen Nahrungsbestandteilen (Vitamine, essentielle Aminosäuren und ungesättigte Fettsäuren). Außerdem wird das Erkennen von verdorbenen Lebensmittel erschwert, da durch Aussehen und Geruch die Frische ev. nur vorgetäuscht werden können.

Um schließlich deine Frage zu beantworten: Methoden zum Nachweisen sind sehr aufwendig und teuer, für den Privatgebrauch also eher nicht heranziehbar. Jedoch ist es EU-weit Pflicht, diese Lebensmittel zu kennzeichnen.

*Informationen aus einem wissenschaftlichen Studium

Im meinem Landkreis gibt es einen Metzger, der seit dem Tschernobyl-Unfall alle - auch die nicht bei ihm gekauften Lebensmittel - auf Radioaktivität misst. Er hat das gleiche Gerät, das die Behörden kurz nach dem Unfall eingesetzt haben.

die naturwissenschaftliche medizin hat vor zweihundert jahren den begriff lebenskraft aufgegeben, weil er ja nicht materiell nachweisbar ist. und genau diese lebenskraft - oder der "lebenskräfteleib" - ist es, was durch bestrahlung weg ist. kein leben mehr drin. gib wildlebenden tieren zwei haufen futter, einen bestrahlten und einen nicht bestrahlten, und sie gehen zum nicht bestrahlten, weil sie die lebenskraft noch wahrnehmen können. wenige menschen können das auch, die sehen dann eine "aura", aber kaum jemand glaubt ihnen.

es gibt internetseiten, auf denen man finden kann, welche sorten gemüse und früchte und samen und gewürze usw in welchen ländern - auch hier in europa - für haltbarmachung bestrahlt werden dürfen, da zählen aus manchen nachbarländern sogar zwiebeln dazu!

wenn ein mensch eine strahlenbehandlung bekommt, wird ein loch in seine lebenskraft gebrannt, was ja gegen den dort befindlichen krebstumor eine gewollte wirkung hat, aber dass es grundsätzlich lebenskraft tötet, ist den naturwissenschaftlern einfach nicht klar, weil der begriff als überholter aberglauben angesehen wird...

wenn genügend leute ihren lebensmittelhändler oder supermarkt danach fragen, ob lebensmittel bestrahlt sind, dann könnte es sein, dass die händler sich allmählich selbst erkundigen und dann auch solche fragen beantworten können. bisher haben die keine ahnung.

Sehr schöne Antwort! Auch, wenn Du vielleicht von einigen als Spinner gesehen wirst damit.

In meiner Zeit am Olivenstand (bio) habe ich gelernt:

Bestrahlung, Bleichung, Schwefelung - diese ganzen Methoden werden dafür eingesetzt, dass der Kunde ein möglichst einheitliches Bild seiner Nahrung bekommt, der Knoblauch immer weiß und gleich groß ist usw. usf. Und dass es so keimfrei wie möglich ist, weil keimfrei für die meisten Menschen mit Hygiene gleichgesetzt wird.

Dabei sind gerade viele kleine Mikroorganismen, die man auf Obst und Gemüse findet, kleine Nützlinge für unseren Organismus. Unter anderem sie machen/halten die Nahrung lebendig.

Man hat Tests mit Ratten gemacht, welche Vollkornmehl als einzige Nahrung bekamen. Je weiter verarbeitet das Mehl war, desto schlechter vertrugen die Tiere es und desto weniger/schlechter pflanzten sie sich fort. Das Mehl, dessen (Bio-)Korn erst direkt vorm Verzehr gemahlen wurde, hielt die Tiere gesund und hatte einen positiven Einfluss auf die Fortpflanzung. Im ganzen unbehandelten Korn steckt also die meiste Vitalkraft.

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Bestrahlte Lebensmittel strahlen selbst nicht - mit Messungen ist hier also nichts zu machen.

Da helfen nur sehr aufwendige Analysen, weil es typische Zellbruchstücke nach einer Bestrahlung gibt.

Das dürfte recht schwierig sein. Mit ionisierenden Strahlen (Radioaktivität) behandelte Lebensmittel sollen dadurch keimfrei gemacht werden. Es handelt sich also um einen Prozess der Konservierung.

Materie wird im Allgemeinen durch radioaktive Strahlen selbst nicht radioaktiv, es sei denn, dass die Atomkerne verändert werden. Dazu bedarf es aber Strahlungsdichten wie im Inneren eines Atomreaktors.

Um in diese Tschernobyl BEstrahlungs- und VERstrahlungs-Unsicherheit etwas Licht zu bringen:

Die Pflanzen und Tiere, die nach dem Reaktorunfall erhöhte radioaktive Strahlen ausgesendet haben, taten dies weil sie radioaktiven Niederschlag durch die Nahrung oder den Boden (Pflanzen) aufgenommen haben. Sie haben also radioaktive Materie "gefressen", die dann verstoffwechselt wurde und fröhlich weitergestrahlt hat. Es lag keineswegs daran, dass sie "nur" bestrahlt wurden. Sie haben also nicht angefangen selbst zu strahlen - das waren die Isotopen, die sie aufgenommen haben.

Wenn Du geröntgt wirst, fängst Du ach nicht an Röntgenstrahlen auszusenden.

Shag d'Albran

Das kann man nur durch Messungen herausbekommen, ob das Lebensmittel verstrahlt ist. Da bleibt uns nur das Vertrauen, dass es nicht verstrahlt ist.

Nein, man kann das nicht messen. Das Lebensmittel selbst wird ja dadurch nicht radioaktiv.

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@WolfRichter

Dann erklär mir mal, woran Wissenschaftler noch immer sehen, dass z.B. Pilze im Osten noch immer bestrahlt sind. Das bekommen sie nur durch regelmäßige Messungen raus. Und wenn sie nicht bestrahlt sind, warum soll man sie dort auf keinen Fall essen?

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@Katzentatze

Les dir das hier als Beispiel mal durch: http://www.ms.niedersachsen.de/master/C168213_N8286_I674_L20_D0.html

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@Katzentatze

Diese Pilze wurden nicht BEstrahlt, sondern VERstrahlt. Der Unterschied liegt darin, daß bei Verstrahlung radioaktive Substanz im Objekt aufgenommen wird, wohingegen bei Bestrahlung das Objekt der Strahlung (und NUR der Strahlung) ausgesetzt wird. Die Strahlung kann natürlich zu Veränderung am Objekt führen; eine erwünschte solche ist das Abtöten von Keimen. Die Befürchtung ist nun, daß es eben auch zu anderen, unerwünschten und schädlichen Veränderungen kommt. Genau das ist aber nicht so einfach wie eine VERstrahlung durch reine Messung nachzuweisen.

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