woran erkennt man magersucht? außer finger in den hals

12 Antworten

Zuerst einmal sieht man Magersucht an dem Aussehen der Person. Wenn sie z.B. in sehr kurzer Zeit sehr viel abgenommen hat. Bei Extremfällen entsteht bei Frauen ein nahezu Knabenhaftes aussehen. Manchmal kommt es vor dass bei Frauen die Regelblutung ausbleibt. Bei einer Bulimie ist außerdem noch auffällig, dass Fingerkuppen und Zähne in Mitleidenschaft gezogen werden. Beide Arten der Essströrungen zeigen ein gestörtes Essverhalten. Außerdem wird der betroffene immer Abstreiten betroffen zu sein.

Das selbst hervorgerufene Erbrechen ist eher ein Anzeichen von Bulimie, es gibt aber auch Mischformen z. B. EDNOS, wenn man die üblichen Kriterien von Bulimie oder Anorexie nicht erfüllt.

Essstörunen fangen entgegen vieler Meinungen schon im Kopf an, ein niedriger BMI ist nur die Folge davon. Als Anorektikerin oder Bulimikerin versucht man durch eine extrem verminderte Nahrungsaufnahme Kontrolle zu bekommen. Eine Kontrolle die dir auf irgendeine Weise genommen wurde, sei es durch ein überfürsorgliches Elternhaus oder als Folge einer Vergewaltigung. Auch ganz harmlose Diäten können einen psychisch labilen Menschen in eine Magersucht treiben. Die Stimmung und das Selbstwertgefühl hängen praktisch am Zeiger der Waage, auch wenn es nie wenig genug sein wird. Sie setzen sich kein Limit mehr, auch wenn es schon lebensgefährliche Ausmaße annimmt. Viele von ihnen haben auch einen Bewegungszwang, da man durch Bewegung Kalorien verbrennt. Auch wenn es kein Sport ist, verspüren sie eine Art Drang immer in Bewegung zu bleiben. Außerdem denken sie unnatürlich oft über Kalorien, Nährwerte, usw. nach. Die heißgeliebte Kontrolle über ihren Körper haben sie schon längst verloren, denn sie werden von ihrer eigenen Krankheit kontrolliert.

Wenn dir nichts wichtiger ist, als Essen und Nicht-Essen, wenn du nichts mehr brauchst als den "Erfolg" auf der Waage, wenn du willst, dass der Tag schnell rumgeht, damit du es mal wieder ohne Essen geschafft hast....dann such dir Hilfe. Was du beschreibst ist übrigens Bulimie.

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