Woran erkennt man Essstörungen?(ohne Artzt?)?

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4 Antworten

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie eine Essstörung haben? Sie wissen  nicht mehr weiter? Sie können die Situation nicht mehr ertragen? Dann nehmen Sie Hilfe in Anspruch. Es gibt viele Möglichkeiten, dies zu tun. Ob anonym und telefonisch, im Internet, persönlich in einer Beratungsstelle oder einer Therapieeinrichtung für Essstörungen, beim Arzt einer Ärztin oder im Rahmen einer Selbsthilfegruppe.

https://www.bzga-essstoerungen.de/betroffene/hilfe/

Nutze doch am Besten das anonyme Beratungstelefon der BZgA für Fragen rund um Essstörungen. Hier erhälst du eine Erstberatung sowie Adressen, an die du dich wenden könntest.

Beratungstelefon der BZgA (02 21) 89 20 31  MO–DO 10.00–22.00 Uhr 
FR–SO 10.00–18.00 Uhr 

Hier findest du noch Adressen die dir weiterhelfen könnten: https://www.bzga-essstoerungen.de/rat-und-hilfe/suche-beratungsangebote/?no_cache=1

Es gibt natürlich auch etwaige Selbsttests im Netz. Doch hier ist große
Vorsicht geboten. http://www.onmeda.de/selbsttests/selbsttest_essstoerungen.html Ein genaues Ergebnis kann so ein Test auch nicht liefern. Besser wäre da eine professionelle Beratung wie bereits oben erwähnt.

Alles Gute!

Lg

HelpfulMasked

Eine Essstörung ist Kopfsache. Wenn du bewusst bzw. gewollt weniger isst weil du Angst hast zuzunehmen, bist du magersüchtig. Wenn du dir nach dem Essen immer den Finger in den Hals steckst, hast du Bulimie.

Wenn dir nach dem Essen übel isst, hört sich das erstmal so an, als hättest du Magenprobleme oder ähnliches. Wenn das so bleibt, solltest du mal zum Arzt gehen. Für eine Essstörung spricht das erstmal nicht - es sei denn, du machst dir so viele Gedanken um das Essen, dass dir "automatisch" schlecht wird.

Die Frage deiner Mutter ist wohl eher gut gemeint: Sie hat aus eigener Erfahrung Angst um deine Gesundheit und will dich zum ordentlichen Essen motivieren.

Über letzteres solltest du dir mehr Gedanken machen. Normalerweise bekommt man eine Essstörung (Magersucht) nicht von einem Tag auf den anderen. Außerdem besteht die Störung meines Erachtens nicht in der Unverträglichkeit, sondern im Zwang das Gegessene wieder loszuwerden. Wenn das mit dem Essen schlimmer wird, geh auf jeden Fall zum Arzt, das schadet nie ;-)

Was Deine Mutter da macht, ist das beste Beispiel von dem, was man umgangssprachlich self-fulfilling prophecy nennt. Natürlich kann man ein gestörtes Verhältnis zum Essen bekommen, wenn man ständig implizit aufgefordert wird, darüber nachzudenken.

Man bekommt auch Angst vor Hunden, wenn man ständig gewarnt wird, wie gefährlich Hunde sind.

Ist alles ganz logisch. Du kannst dem aber gegensteuern, wenn Du Dir vor Augen führst, dass deine Mutter nicht rational handelt und ihre unbewältigten Ängste auf Dich verschiebt.

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