Woran erkennt man die Schmerzen eines Pferdes?

4 Antworten

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Insbesondere chronische Schmerzen am Pferd zu erkennen ist nicht ganz so leicht. Da diese meist schleichend entstehen, muss man schon genau hinschauen, es gibt keine offensichtliche, plötzliche Veränderung. Google mal "Schmerzgesicht", da kriegst du einige Hinweise darauf, wie ein Pferd mit Schmerzen dreinschaut. Allerdings muss man auch dazusagen: die Kuhle über den Augen ist sowohl rasse- als auch ernährungsbedingt schon sehr verschieden ausgeprägt. Vollblüter oder Warmblüter mit trockenen Köpfen haben im Normalzustand schon mal Krater, die bei einem Kaltblut allerhöchste Alarmstufe bedeuten würde.

Du hast sehr richtig erkannt, dass Zahnprobleme sich durchs ganze Pferd fortsetzen - Wenn sie nicht gut kauen können, ist das auch ein psychisches Problem, weil sie gefühlt ständig am hungern sind. Außerdem - press mal selber 5 Minuten lang die Kiefer fest zusammen, da tut dir hinterher alles weh, weil du so angespannt bist. Sehr oft sind nämlich die Schneidezähne so lang, dass das Pferd die Backenzähne gar nicht mehr richtig aufeinander kriegt - die müssen dann sehr viel Muskelkraft investieren, um das Maul zuzukriegen.

Kopf- und Schweifschlagen können Zeichen von Verspannung und Schmerzen sein, müssen aber nicht. Dass sie dich schubst ist aber kein Zeichen von Schmerz, sondern dafür, dass du ihr noch nicht gesagt hast dass sie das doch bitte zu lassen hat. Und wenn mein Pferd 10x Schmerzen hat, ist das kein Grund, mit den Schädel in den Bauch zu rammen - das ist dann wieder eine Frage der Erziehung, völlig unabhängig vom physischen Zustand des Pferdes.

Dass sie nachtritt, ist so ein Mittelding zwischen Erziehungsfrage, Handling durch den Menschen und Schmerz - sehr viele Pferde können die Hinterbeine leichter heben, wenn man sie das Bein kurz nach vorn an den Bauch ziehen lässt. So löst sich die "Knieverriegelung", die dem Pferd ein beinahe anstrengungsloses Stehen ermöglicht - wenn man das Bein sofort nach hinten rauszieht, bleibt die Verriegelung hängen und das zwickt im Knie. Lässt man dann los, ziehen sie das Bein schnell nach vorn zum Aushaken und lassen es nach hinten schwingen, damit das Knie wieder gut beweglich ist. Wenn sie eh schon Verspannungen im Kreuz haben sollte, dann würdest du ihr - wenn du so aufhebst, wie es leider der Großteil der Reiter tut, nämlich zu weit weg vom Pferd, sodass man das Bein zur Seite rausziehen muss - damit die Hüfte ausheben und das tut erst recht weh, da wehren sie sich dann auch.

Trotz alledem ist ein Nachtreten, auch wenn es nicht auf den Menschen gezielt ist, ein absolutes No-Go und da gibt's von mir jedesmal einen Klaps dafür - ich achte darauf, den Huf so pferdefreundlich wie möglich zu heben (antippen, nach vorn ziehen lassen wenn es das will, gerade unter der Hüfte und dicht am anderen Bein vorbei nach hinten, nicht zu weit nach hinten und nach oben, Röhrbein mit meinem Bein gestützt, danach nicht fallen lassen, sondern absenken) und dann kann ich mir auch vom Pferd erwarten, dass es Rücksicht auf mich nimmt.

Danke für den Stern :)

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Ob ein Pferd Schmerzen hat, erkennst Du unter anderem an ihrem Blick...Die 2 *Höhlen* oberhalb der Augen vertiefen sich...der Blick ist schmerzvoll...nicht mehr ruhig und gelassen. Ich denke aber nicht, dass dies das Problem ist.

Lass dem Tier viel Zeit, sich an Dich zu gewöhnen...verwöhne sie...setzt Dich einfach zu ihr hin und rede mit ihr....sie muss Vertrauen fassen...dann kommt alles von selbst.

Wenn es ein älteres Tier ist, lass den TA mal ihr Gebiss überprüfen, ob sie Spitzzähne hat.....normalerweise hat dies aber nichts mit dem Verhalten zu tun...

Ich vermute, dass sie einfach schlechte Erinnerungen hat, und erst Vertrauen fassen muss, und das dauert so seine Zeit.

Ich hatte auch so eine Stute...es dauerte mehrere Monate, danach ging sie mit mir durch dick und dünn.

Deine Probleme klingen nicht nach Schmerz, sondern danach, dass dich dein Pferd nicht als Ranghöchster respektiert. Warum sollte er dich sonst schubsen.

Wenn du doch das Gefühl haben solltest das dein Pferd schmerzen hat, wende dich am Besten an einen guten TA. Hör auf dein Gefühl, man merkt es Pferden schnell an, wo sie Schmerzen haben.

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