woran erkennt man das ein hund schlecht erzogen ist?

8 Antworten

Er löst sich auf Deinem Bett, beißt Dir in die Hand wenn Du ihn fütterst, knurrt Dich an, wenn Du ein Kommando gibst etc.! Das geht teilweise soweit, dass man irgendwann begreift, dass es gar nicht Dein Hund sein könnte!?!

Wenn er überhaupt nicht tut,was man von ihm verlangt.Die einfachsten Befehle wie z.B."sitz" oder "platz" muss er befolgen.

Wenn er auf Herrchen oder Frauchen nicht hört!

Ich finde man muss zu einem gewissen grad auch unterscheiden: Ist der Hund unerzogen oder ist der Hund verhaltensauffällig?

Ich bin z.B. lange davon ausgegangen, dass ein Hund der verhaltensauffällig ist, immer auch unerzogen sein muss und umgekehrt. Mittlerweile sehe ich das nichtmehr so.

Mein Hund z.B. hat ne schwere Vergangenheit und gehört generell nicht zu der einfachsten Sorte Hund. Sie nutzt z.B. jede Chance an Ressourcen zu kommen schamlos aus - d.h. wenn man sie lässt springt sie einen an und klaut kleinen Kindern auch die Kekse direkt aus der Hand - wenn man sie lässt. Sie weiß durchaus was ein "Nein" bedeutet, sie merkt aber auch ganz genau wann man unaufmerksam ist. Gleichzeitig kann sie auf der einen Seite nicht mit Stress umgehen, versucht aber trotzdem immer wieder von neuem die Stresssituation "selbst" zu regeln. Indem sie Übersprungshandlungen ausführt - dazu hat z.B. auch Pinkeln gehört und das hat wirklich ewig gedauert bis wir das unter Kontrolle hatten. Kurz: Den Hund muss man permanent kontrollieren - insbesondere in ungewohnten Situationen kann man sie nicht eine einzige Sekunde aus den Augen lassen bzw. dafür sorgen, dass sie ihren Stress abbauen kann und ihr Ruhezonen zuweisen.

Genauso kann ein vollkommmen normaler Hund eben verhaltensauffällig werden, wenn er nicht "anpassungsfähig" genug an sein Herrchen bzw. Frauchen ist, welches sich nicht "hundegerecht" verhält. Es gehört zwar im Grunde genommen schon irgendwie zur Erziehung, dass man seinem Hund entsprechend Führung gibt - aber irgendwie auch nicht, denn eigentlich beschreibt es ja die generelle Art der Interaktion mit dem Hund.

Das klassische "unerzogen sein" ist meiner Meinung nach also wirklich ein Mangel an einfachen Umgangsregeln: Der Hund kennt kein Nein, hört generell nicht auf seinen Besitzer und kennt auch sonst keine Befehle - kann also tun und machen was er will. Gleichzeitig muss so ein Hund aber nicht zwangsweise verhaltensauffällig sein, denn wie gesagt: Hunde sind anpassungsfähig. Es gibt auch Hunde die trotz fehlender Grenzen nicht durchdrehen, heißt aber nicht das es richtig ist seinen Hund so zu halten.

Auf der anderen Seite kann ein relativ gut erzogener Hund, der an seines Herrchens/ Frauchens Lippen hängt, trotzdem auch Verhaltensprobleme aufweisen: Dem Hund nur ein Nein beizubringen heißt nämlich nicht, dass man schon automatisch alles richtig gemacht hat, wenn man sich aus Sicht des Hundes generell unberechenbar verhält.

Also:

Verhaltensfehler: Hund der manisch kläfft, anderen Hunden oder Menschen gegenüber aggressiv ist, ins Haus pinkelt (trotz generellem Verständnis von Stubenreinheit), etc.

Unerzogen: Hund der auf keine Befehle hört, weil er sie gar nicht kennt, nicht richtig beigebracht bekommen hat

Wenn mann sitz oder platz sagt und er macht es nicht, bzw. nimmt keine Befehle an würd ich meinen

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