Woran erkennen die 2 Jünger Jesus erst, als sie zuhause angekommen sind?

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4 Antworten

Diese Geschichte ist sehr interessant. Die Jünger hatten von Jesus erwartet, dass er irgendwann das römische Reich unterwirft und als der verheißene Messias als König über Israel herrschen wird. Sie verstanden nicht, dass Jesus erst bei seinem zweiten Kommen als König herrschen soll und dass sein erstes Kommen einen ganz anderen Grund hatte. Obwohl Jesus ihnen vorhergesagt hatte, dass er leiden und sterben muss und wieder auferstehen wird (dazu hat er u.a. prophetische Bibelstellen des Alten Testaments als Beleg herangezogen), hatten die Jünger große Probleme, ihm in diesen Ausführungen zu folgen. Als Jesus dann verhaftet, verurteilt und gekreuzigt wurde, waren die Jünger sehr verunsichert, geschockt und verängstigt.

Wahrscheinlich rechneten die beiden Jünger, die auf dem Weg nach Emmaus waren, überhaupt nicht damit, dass sie auf den auferstandenen Jesus treffen würden. Sie dachten wohl, dass Jesus tot wäre und hatten Probleme, die Kreuzigung zu verarbeiten. Erst beim Essen, als Jesus das Brot brach, erkannten sie, dass es Jesus ist, mit dem sie unterwegs waren. Auch verstanden sie jetzt die prophetischen Stellen, die Jesus ihnen zuvor ausgelegt und erklärt hatte. Sofort liefen sie nach Jerusalem, um den anderen Jüngern zu berichten, dass Jesus lebt...

Hier ist die ganze Geschichte (Lukas 24, 13-35): "Am selben Tag wanderten zwei Jünger nach Emmaus, einem Dorf ungefähr zehn Kilometer von Jerusalem entfernt. Unterwegs redeten sie über die Ereignisse der vergangenen Tage. Während sie miteinander sprachen und nachdachten, kam Jesus und ging mit ihnen. Aber sie - wie mit Blindheit geschlagen - erkannten ihn nicht. "Worüber unterhaltet ihr euch?", fragte sie Jesus. Die Jünger blieben traurig stehen, und verwundert bemerkte Kleopas, einer von den beiden: "Ich glaube, du bist der Einzige in Jerusalem, der nichts von den Ereignissen der letzten Tage gehört hat." "Was ist denn geschehen?", wollte Jesus wissen. "Hast du etwa nichts von Jesus gehört, dem Mann aus Nazareth?", antworteten die Jünger. "Er war ein Prophet, den Gott geschickt hatte. Jeder im Volk konnte das an seinen Worten und Taten erkennen. Aber unsere Hohenpriester und die führenden Männer des Volkes haben ihn an die Römer ausgeliefert. Er wurde zum Tode verurteilt und dann ans Kreuz geschlagen. Dabei hatten wir gehofft, dass er der von Gott versprochene Retter ist, der Israel befreit. Das war vor drei Tagen. Heute Morgen wurden wir sehr beunruhigt durch einige Frauen, die zu uns gehören. Schon vor Sonnenaufgang waren sie zum Grab gegangen; aber der Leichnam Jesu war nicht mehr da. Die Frauen erzählten, ihnen seien Engel erschienen, die sagten: 'Jesus lebt!' Einige von uns sind gleich zum Grab gelaufen. Es war tatsächlich leer, wie die Frauen berichtet hatten. Aber Jesus haben sie nicht gesehen." Darauf sagte Jesus zu ihnen: "Wie wenig versteht ihr doch! Warum begreift und glaubt ihr nicht, was die Propheten gesagt haben? Musste Christus nicht all dies erleiden, bevor Gott ihn zum Herrn über alles einsetzt1?" Dann erklärte Jesus, was in der Heiligen Schrift über ihn gesagt wird - von den Büchern Mose angefangen bis zu den Propheten. Inzwischen waren sie kurz vor Emmaus, und Jesus tat so, als wolle er weitergehen. Deshalb drängten ihn die Jünger: "Bleib doch über Nacht bei uns! Es wird ja schon dunkel." So ging er mit ihnen ins Haus. Als sie sich zum Essen niedergelassen hatten, nahm Jesus das Brot, dankte dafür, teilte es in Stücke und gab es ihnen. Da plötzlich erkannten sie ihn. Doch er verschwand vor ihren Augen. Sie sagten zueinander: "Hat es uns nicht tief berührt, als er unterwegs mit uns sprach und uns die Heilige Schrift erklärte?" Ohne Zeit zu verlieren, liefen sie sofort nach Jerusalem zurück. Dort waren die elf Jünger und andere Freunde Jesu zusammen. Von ihnen wurden sie mit den Worten begrüßt: "Der Herr ist tatsächlich auferstanden! Simon Petrus hat ihn gesehen!" Nun erzählten die beiden, was auf dem Weg nach Emmaus geschehen war und dass sie ihren Herrn daran erkannt hatten, wie er das Brot austeilte."

Klingt wie die Begebenheit nach der Auferstehung Jesu, als er auf dem Weg nach Emmaus war mitsamt zweier Gläubiger, die nicht sofort erkannten wer da mit ihnen ging. Erst als sie in einer Herberge ankamen und Jesus das Brot teilte, erkannten sie ihn. Kannst du bei Lukas 24 ab Vers 13 nachlesen.

Wo er beim Abendmahl das Brot brach und es ihnen gab. Da erkannten sie ihn.

Nur x ein Versuch bin mir nicht ganz sicher

Am Brotbrechen (Lk 24,30-33)

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