Wonriester mit Bausparvertrag in die die Immobilienfinanzierung?

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9 Antworten

Verstehen Sie Wohnriester und Alles was damit zusammen hängt (z.B. Wohnförderkonto, Beschränkungen bez. der Immobilie, steuerliche Möglichkeiten + Förderung, usw.) ?

Wenn nicht, dann Finger weg.

Im Übrigen - wichtig, Wohnriester ist nicht gleich riestergeförderter Bausparvertrag !

Grundsätzlich sind Bausparverträge (egal ob riestergefördert oder nicht) im Rahmen einer Finanzierung mit Vorsicht zu genießen. Die Guthabenzinsen sind extrem mau, die Abschlussgebühr und ggf. eine Darlehensgebühr kosten vie Geld und somit wird die Zinssicherheit teuer erkauft. Warum also nicht einfach eine längere Zinsbindung und / oder höherer Tilgung.

Wichtig - BSVs mit niedrigen Darlehenszinsen haben (fast) immer hohe Anspargrade und / oder sehr hohe Tilgungsbeiträge. Ich hoffe diese Begriffe sagen Ihnen etwas, denn wenn nicht, dann .... ?

Gerade die SpK und VoBas kommen immer mit einer BSV-Lösung um die Ecke die sich selten rechnet.

Es gibt ein paar wenige wirklich gute BSV-Tarife (z.B. von der Signal Bausparkasse oder Alten leipziger Bausparkasse) die insbesondere zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos bei KfW-Darleen gut geeigent sind, aber die bekommen Sie eben nicht bei einer Spk oder Bank sondern nur über unabhängige Vermittler.

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Kommentar von buubu16
08.02.2016, 14:37

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sind leider in der Thematik noch ziemlich neu und wissen nur das was die Banken erzählen bzw was wir im Internet noch dazu finden. Die Banken finden das ja super toll mit Bausparvertrag + Wohnriester eine Immobilie zu finanzieren. Habe auch schon  nach einem unabhängingen Finanzberater gesucht aber irgendwie bin ich nur auf Finanzberater gestoßen die am Ende doch mit irgendwelchen Banken arbeiten.. Unsere Bank hat unser Darlehen in 3 geteilt... Teil 1 und 2 mir Bausparvertrag + Wohnriester damit hätten wir 10 Jahre einen ziemlich guten Zins und danach auch eine Zinssicherheit für 5 Jahre und damit wäre dieser Teil des Darlehens abgedeckt. Teil 3 ist ein Annuitätendarlehen und die hat 19 Jahre Zinssicherheit und wäre auch in 19 Jahren abgedeckt. Wir haben unserem Bankberater eine Summe genannt die wir monatlich zahlen können und er hat es quasi geteilt in diese 3 Verträge.  Das was ich bisher aus eigener Recherche über Wohnriester gelesen habe gefällt mir ganz und gar nicht z.B. dass man ein leben lang mit dem Wohnriester quasi "verheiratet" ist und es nicht los wird... deswegen denke ich dass wir das auch rausnehmen werden. Aber mit dem Bausparvertrag sind wir uns noch nicht ganz sicher. Was sollten wir unbedingt beachten bei einer Immofinanzierung die einen Bausparvertrag beinhaltet? Danke!

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Hallo, machen kann man viel und es gibt bestimmt auch Menschen, bei denen passt ein Wohnriester. Ein Riester-Vertrag kann passen bei Menschen, die zwei oder mehr Kinder und/oder ein relativ hohes Einkommen haben.

In Eurer Situation trifft anscheinend nur einer der beiden Faktoren zu. Aus Steuergründen könnte ein Riestervertrag jetzt Sinn machen, wenn Ihr davon ausgeht, im Alter deutlich weniger Steuern zu zahlen. Im Zweifelsfall seid Ihr aber besser dran, wenn Ihr Euch den Bausparer spart :-) und stattdessen regelmäßig in einen Fondssparplan investiert. Damit könnt Ihr dann nach 15 Jahren auch komplett ablösen oder Ihr braucht einen deutlich kleineren Anschlusskredit.

Zur Finanzierung: Ihr habt monatlich netto 6.000,- Euro und wollt für den Kredit 1.300,- Euro zahlen. Bei einer Kreditsumme von 284.000,- Euro seid Ihr dann nach 15 Jahren bei ungefähr 103.000,- Restschuld. Dafür müsst Ihr einen Bausparvertrag ansparen, der zusätzliche monatliche Raten von 325,- Euro erfordert (z.B. bei der AlteLeipziger). Das wäre für einen Wohnriester-Bausparvertrag sowieso ein wenig überdimensioniert...

Wenn Ihr aber statt der 325,- Euro für den Bausparer jeden Monat 400,- Euro in einen Fondssparplan steckt, dann habt Ihr (wenn man das langjährige Mittel annimmt) nach 15 Jahren die offene Restsumme angespart und könnt diese dann ohne weiteren Kredit ablösen.

Der Haken daran: Einen vernünftigen Fondssparplan bekommt Ihr nicht unbedingt bei der Bank. Da braucht Ihr auf jeden Fall einen selbstständigen Finanz-/Anlageberater.

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Kommentar von buubu16
09.02.2016, 10:46

Vielen Dank für deine Antwort,

kennen uns leider 0 mit Fonds aus, habe mal bisschen nach deiner Antwort darüber gelesen, das ist ja auch nicht wirklich ein "sicheres" Geschäft? könnte gut laufen oder auch nicht?

Es ist leider nicht so einfach einen selbständigen / unabhängigen Finanzberater zu finden. Meine Suche war leider bisher ohne Erfolg. :(

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Kommentar von buubu16
09.02.2016, 12:59

Als Ergänzung:

vielen dank für den Tipp mit den Fonds.

Habe gerade erfahren dass die Lebensversicherung die mein Mann vor 15 Jahren abgeschlossen hat Fonds beinhaltet (sorry kenne mich wirklich null aus mit Fonds, dachte es wäre eine "klassische" Versicherung)

Die Bank hat gesagt dass diese Lebensversicherung nichts taugt und dass wir es am besten stilllegen sollen bis es abläuft (geht noch 15 Jahre)...

Er hat Anteile von der

Allianz Vermögenbildung Deutschland

Industria

Allianz interglobal

Was meinst du taugt diese Inverstmentfonds was oder wie die Bank gesagt hat stilllegen??

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Kommentar von grubenschmalz
09.02.2016, 15:40

Im Zweifelsfall seid Ihr aber besser dran, wenn Ihr Euch den Bausparer spart :-) und stattdessen regelmäßig in einen Fondssparplan investiert.


Warum? Direkt in die Tilgung rein. Das ist doch kompletter Unsinn. Den Fondssparplan finanziert man quasi über einen anderen Kredit, nämlich das Immo-Darlehen. 

Die 400 gesparten Euro sind 4800 EUR im Jahr, die würde ich direkt in die Sondertilgung stecken, meistens sind ja 5% pro Jahr übrig. 


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Hallo buubu16,

Deine Frage kann ich gut verstehen. Sie lässt sich allerdings leider pauschal nicht beantworten.

Bei der Wahl der Darlehensart kommt es zum Beispiel auf Euer Vorhaben, Eure Zukunftsplanung, Euch als Darlehensnehmer, insbesondere bei Wohnriester auf die Anzahl der förderberichtigten Personen, etc. an.

Zum Thema Wohnriester findest Du unter nachfolgendem Link weitere Informationen: http://www.interhyp.de/bauen-kaufen/foerdermittel/riesterfoerderung.html

Ein Bausparvertrag wird zur Zeit von den Banken häufig als Alternative zum klassischen Annuitätendarlehen gewählt, um eine lange Sollzinsbindung und somit eine Sicherheit gegen Zinssteigerungen zu bieten. Es gibt aber auch Banken, die Annuitätendarlehen über eine Sollzinsbindung von bis zu 30 Jahren anbieten.

Ich empfehle Dir, Dich von Deiner Hausbank nochmals genau über diese Themen beraten zu lassen oder eine weitere Beratung bei einem unabhängigen Immobilienfinanzierungsvermittler in Anspruch zu nehmen, damit dort das für Dich richtige Darlehen gefunden wird

Viele Grüße

Christina
Interhyp AG

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Kommentar von buubu16
08.02.2016, 14:40

Vielen Dank für Ihre Antwort. War auch schon auf der Suche nach einem unabhängigen Finanzberater aber leider habe ich keinen gefunden. Am ende arbeiten sie doch noch mit irgendeiner Bank... :(

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Auf gar keinen Fall!!! Das bringt doch gar nichts, weil die Sparzinsen für den Bausparer geringer sind als die Kreditzinsen für die Immofinanzierung.
Auch mit den Zuschlägen rentiert sich das nicht weil erst mal die Gebühren drauf kommen.

Lass mich raten, wenn der Bausparer angespart ist wird er dann erst in ein paar Jahren in die Immofinanzierung überführt, richtig?

Kann ich nur absolut von abraten. Dann lieber eine höhere Tilgung!

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Kommentar von grubenschmalz
08.02.2016, 12:54

Oder statt höherer Tilgung die Sonderzahlungen möglichst immer nutzen

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Kommentar von buubu16
08.02.2016, 14:38

Wohnriester oder Bausparvertrag auf gar keinen fall?? oder beides weglassen? :)

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Folgende Fragen sollten doch beantwortet werden.

A) Wie alt seit ihr (bzgl. Familienplanung)?

B) Ist Euch Zinssicherheit wichtig ?(was meint ihr, wird der Darlehenszinssatz in 10-20 Jahren höher sein, wie jetzt? Bitte selber nachdenken. Keine Experten fragen, die wissen es auch nicht)

C) Bekommt Ihr Zuschüsse vom Land und KfW. Letzte bieten zinsverbilligte Darlehen an, je nach Vorhaben (www.kfw.de)

Von Wohnriester würde ich persönlich die Finger weg lassen. Es gibt zuwenig Praxisfälle, bei dem die Phase der Besteuerung schon läuft. Wohnriester ist noch zu neu um Erfahrungswerte zu erhalten.

Mit Fonds würde ich aufpassen. Nichts gegen Fonds, aber für Baufi, könnte gutgehen. Langfristig sparen für die Altersvorsorge ohne Frage, für Baufi würde ich das nicht machen.

Bausparen: Es gibt sehr gute Tarife. Übrigens, der Guthabenszinssatz, sollte sekundär gewichtet werden, da ihr bei Zuteilung je nach Tarif nur 30%  bis 40% Anparung habt. Das Gewicht liegt also im Darlehensbereich. Und der Anschlusszins ist sicher. Evtl. bekommt ihr noch Wohnungsbauprämie, etc.. 

Ein guter, unabhängiger Baufi-Makler wäre für euch geeignet,

Ich hoffe, ich konnte helfen.

Beste Grüße

Stephen Hawlitzki-Groß

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Kommentar von buubu16
09.02.2016, 10:39

Hallo, erst mal vielen Dank für deine Antwort.

Ich bin 26 mein Mann 33... Haben keine Kinder, möchten aber in 1-2 Jahren spätestens Eltern werden =)

Ich bin generell eine Person die lieber auf der sicheren Seite ist und nichts dem Zufall überlässt. Vor paar Jahren war die Zinsen noch bei 6-8% und FALLS es in 15 Jahren wieder so hoch liegt haben wir den schwarzen Peter gezogen =) Die Zukunft kann leider niemand voraussagen :(

Kfw würden wir auch kriegen, 50.000€ (wobei die Banken meinen bei den niedrigen Zinsen ist Kfw fast schon teurer .. ) hmm...

Mit Fonds kennen wir uns eh viel zu wenig aus..

Bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem UNABHÄNGIGEN Finanzberater doch leider hat sich bisher immer rausgestellt dass sie doch mit irgendwelchen Banken im Hintergrund zusammenarbeiten ( ich zahle den Stundenlohn, aber wenn ich ein Kredit über ihn abschließe entfällt dieser Stundenlohn)...


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Hallo, hatten wir auch vor. Nach mehreren Aussagen von meinen Steuerberater Anwalt usw. haben wir uns gehen das Wohnriester ausgeprochen. Weil es doch viele Einschränkungen gibt. Man darf zum Beispiel das Haus nicht verkaufen, oder vermieten, sonst muss man sofort die staatliche Förderung zurückzahlen, oder man muss innerhalb drei Jahren ein neues Objekt erwerben, und dort weiter den Wohnriester reinstecken. Was unsere Sachbearbeiterin auch nicht erwähnt hat, ist das man im Alter die staatliche Förderung und Zulagen versteuern muss. Und wir wissen alle nicht, wie sich die Steuersätze entwickeln.

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Als Ergänzung:

Ich würde weder einen Bausparvertrag noch einen "Wohnriester" machen. Wenn ihr jetzt bauen/kaufen wollt, sind sämtliche Lösungen, bei denen ihr noch anspart, absoluter Unfug.


Wenn das Annuitätendarlehen auf z.B. 2% Zinsen läuft, bringt es absolut gar nichts, da noch nebenbei irgendwelche Sparverträge laufen zu lassen, die vielleicht 1% Guthabenzinsen bieten. 


Und meiner Meinung nach war eure Herangehensweise schon absolut falsch, "Wir haben geguckt, was wir monatlich bezahlen können, und dann wurde die Finanzierung außen rum gestrickt"... das kann sein, dass ihr mit  dem Vorschlag erst mit 95 eure Immobilie abgezahlt habt. 

Sag doch mal bitte ein paar Zahlen, wie hoch ist der Kaufpreis (insgesamt) des Objektes, wie hoch ist eure Nettohaushaltseinkommen pro Monat, wieviel bleibt pro Monat übrig? Wieviel Eigenkapital habt ihr?



Als Tipp:

Am 23. Februar erscheint diese Zeitschrift von der Stiftung Warentest / Finanztest 


https://www.test.de/shop/eigenheim-miete/immobilienfinanzierung-sp0295/


Die würde ich vorbestellen und in Ruhe mal durchlesen. Bei Finanzierungssummen von z.B. 250 000 EUR machen ja schon einige kleine Änderungen an der Zinszahl oder bei der Wahl der Finanzierung schon etliche zehntausend Euro Mehr- oder Minderkosten aus. 


Meiner - groben - Einschätzung nach habt ihr euch so gut wie gar nicht in die Thematik eingearbeitet. 

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Kommentar von buubu16
08.02.2016, 16:44

ich hatte 6 verschiedene Banktermine, habe so gut es geht mich im Internet und Bekanntenkreis versucht schlau zu machen und da ich nicht mehr weitergekommen bin habe ich die Frage hier gestellt. Und je mehr ich recherchiert habe desto mehr hat es mich wahnsinnig gemacht und durcheinander gebracht :(


Also Immobilie kostet 250.000

Wir wollen einen Kredit in Höhe von 284.000 nehmen

13.000 EK haben wir

Nettoeinkommen liegt bei 6.000€/ monatl.

1300€ wollten wir monatlich zahlen

Hatten uns überlegt 15 Jahre Festzins (1,8%) Annuitätendarlehen und nach den 15 Jahren Restschuld mit Bausparvertrag (1,95%) abdecken (Zinssicherheit) ?

Danke für den Buch Tipp... falls es mit dieser Immobilie nichts wird werde ich es aufjedenfall bestellen (warten auf die Rückmeldung vom Eigentümer und dann muss es die Woche schon die Wege geleitet werden)  :S

Vielen Dank für deine Mühe.



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Man darf nicht vergessen, dass die ganze Sache im Alter noch versteuern muss. Finger weg!

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Ich habe das noch mal durchgerechnet:

Bei 284000 EUR KReditsumme habt ihr bei 1,8% Zinssatz und 1300 Abzahlung nach 15 Jahren noch knapp 

100 000 Restschuld. Das kann man anschlussfinanzieren.

Alternativ steckt ihr das Geld, was ihr da so merkwürdig in den Bausparer usw. steckt, direkt in die Tilgung, dann habt ihr, wenn ihr 6000 EUR pro Jahr sondertilgt, am Ende der 15 Jahre das Haus abbezahlt. 

Bei euch ist aber vermutlich noch das Problem, ob ihr generell so hohe Raten tragen könnt. Ihr seid jetzt jung, also "Double income - no kids" vermutlich wird es bald zu einem "one income, two kids" kommen, sprich deutlich weniger Einkommen. Und dann ist die Belastung generell zu hoch, damit sind wir wieder beim Eigenkapital.

Angenommen ihr wartet noch etwas und schafft es noch 40 000 EUR Eigenkapital anzusparen, habt ihr eine geringere Kreditaufnahme und könnt auch mit geringeren Raten  und weniger Zinsen rechnen.

Wie gesagt, ich halte diese Konstellation für leichtsinnig und wenig durchdacht, aber das ist nur meine Laienmeinung. 

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