Womit kann man eine Waldorf Schulen vergleichen bzw was sind das für Schulen?

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6 Antworten

Eine Waldorfschule kann man am besten mit einer Regelschule vergleichen, weil beides anerkannte Schulformen sind, die ihren Bildungsauftrag erfüllen. Waldorfschulen sind nach dem reformpädagogischen Konzept von Rudolf Steiner aufgebaut, allerdings orientieren sie sich nicht strikt an den teilweise recht okkulten Theorien Steiners. Schulsysteme entwickeln sich ja auch weiter, beispielsweise war die Prügelstrafe im Regelschulsystem lange Zeit gebilligt und ist heute strikt verboten.

Was Waldorfschulen von Regelschulen unterscheidet, sind sehr viele Aspekte. Darunter sind die wohl bekanntesten,

  • dass keine Notengebung erfolgt, sondern stattdessen eine differenzierte schriftliche Rückmeldung über die Leistungen auf dem Zeugnis erscheint
  • dass elektronische Medien zum Lernen eher abgelehnt werden
  • dass es in der Architektur von Waldorfschulen keine rechten Winkel gibt 
  • dass Eurythmie gelehrt wird (hier wird tatsächlich manchmal der Name getanzt)
  • dass verschiedene Fächer- und Fähigkeitskonzepte mit einander verbunden sind (der Gedanke dahinter, auch für die Eurythmie ganz wichtig ist, dass man zum Beispiel besser tanzen kann, wenn man besser singen kann, weil beides Ausdrucksformen mit dem Körper sind)

Es zeigt sich, dass ebensoviele Absolventen von Waldorfschulen wie von Regelschulen früher oder später einen Job bekommen, Familie gründen und ein normales Leben führen (man behauptet allerdings gerne mal, dass Waldorfschüler im Mittel schlechter in Mathe und besser in Musik sind als Regelschüler). Es gibt auch andere reformpädagogische Konzepte (zum Beispiel Montessori-Schulen). Würden diese nicht denselben Erfolg wie Regelschulen bringen, wären sie nicht als offizielle Lehranstalten in Deutschland zugelassen.

Dein Vater wird sicher gerne deine Fragen zu seiner Schulzeit beantworten. Im Internet gibt es aber auch viele Informationen und wenn du bei einer Waldorfschule in deiner Nähe anfragst, wirst du bestimmt auch gerne mal am Unterricht teilnehmen und dir das Geschehen aus der Nähe ansehen können.

Mario Barth soll Waldorf-Schüler gewesen sein, kannst Du Dir das vorstellen? Du musst das mal googeln. Z. B. Philosopie der Waldorfschulen. Da findest Du bestimmt genügend Infos.

Das ist so eine Sache. Ich weiß nicht, ob das jetzt noch so ist, aber die lehnen ja diese ganzen elektronischen Medien (PC, Handys..internet..usw) komplett ab. Es ist praktisch eine alternative Schule. Da wird jedes Kind ganz individuell betrachtet, was natürlich sehr gut ist einerseits.

Mir kommt das alles etwas weltfremd vor. Auch Ernährung, Kleidung spielen eine Rolle.

Wie gesagt, ich bin ganz sicher nicht richtig informiert. Ich denke mal, hier antworten noch User, die selber diese Schule besucht haben, mal sehen.

Dass die Waldorfschulen "diese ganzen elektronischen Medien" ablehen, ist so nicht richtig. Es kommt dort nur auf den "richtigen" Zeitpunkt an, wann mit welchen Medien gearbeitet wird, gemäß dem Grundatz "Frühe (digitale) Medienabstinenz ist die Grundlage für spätere Medienmündigkeit".

Mehr zur Medienpädagogik an Waldorfschulen findet Ihr hier: http://www.waldorfschule.de/waldorfpaedagogik/medienmuendigkeit-an-waldorfschulen/

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Die ersten Jahre wirst du nicht wirklich benotet , und man wirkt so weniger Druck auf die Schüler aus. Man wird dort etwas spezieller behandelt , ändert aber nichts daran , dass man dort lernt und wie dein Vater auch was werden kann .
( ab klasse 9 wird man benotet )'

Is das wie eine Grund und Weiterführende Schule oder kommt man von der Grundschule dort hin?

Da in der Grundschule ja anfangs auch nicht benotet wird.

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@Toothy36

Es ist eine Gesamtschule, die von der 1. bis zur 12. bzw. 13. Klasse geht, denn an den Waldorfschulen können alle gängigen Abschlüsse des jeweiligen Bundeslandes erworben werden, also auch das Abitur (ich sprech da aus eigener Erfahrung;-)).

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Heinz Becker hat das Thema sarkastisch & mit den richtigen Worten beschrieben!

Hier mal die Szene!

Hehe der letzte is aber bös xD
Danke dafür ^^

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Ha..ha..ha..Klasse!!!! :-))


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Waldorfschulen (auch: Rudolf-Steiner-Schulen und in Deutschland Freie Waldorfschulen sind Schulen, an denen nach der von Rudolf Steiner (1861–1925) begründeten Waldorfpädagogik unterrichtet wird. Die Waldorfpädagogik beruht auf deranthroposophischen Menschenkunde Rudolf Steiners.[2] In Deutschland sind Waldorfschulen staatlich anerkannte Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreiten sich Waldorfschulen auch in anderen Ländern.

Die

anthroposophische Architektur

ist Grundlage vieler Waldorfschulbauten.

Nach Angaben vom Mai 2015 existieren weltweit 1063 Waldorfschulen, davon 720 in Europa. Die meisten von ihnen befinden sich in Deutschland (232), gefolgt von denUSA (125) und den Niederlanden ´

Quelle: Wikipedia

Waldorfschulen (auch: Rudolf-Steiner-Schulen und in Deutschland Freie Waldorfschulen sind Schulen, an denen nach der von Rudolf Steiner (1861–1925) begründeten Waldorfpädagogik unterrichtet wird. Die Waldorfpädagogik beruht auf der anthroposophischen Menschenkunde Rudolf Steiners.[2] In Deutschland sind Waldorfschulen staatlich anerkannte Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreiten sich Waldorfschulen auch in anderen Ländern.

Die

anthroposophische Architektur

ist Grundlage vieler Waldorfschulbauten.

Nach Angaben vom Mai 2015 existieren weltweit 1063 Waldorfschulen, davon 720 in Europa. Die meisten von ihnen befinden sich in Deutschland (232), gefolgt von den USA (125) und den Niederlanden ´

Quelle: Wikipedia

Kostet die Waldorfschule eigentlich die Eltern Schulgeld?

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@heidemarie510

Ja. Die Waldorfschulen als Schulen besonderer Prägung in freier Trägerschaft (so heißt das offiziell) gehören zu den sogenannten Ersatzschulen. Das sind diejenigen Schulen, auf die folgende Kriterien zutreffen:

1. Die Schule ist in Deutschland zugelassen, d. h. ein Kind, das diese Schule besucht, erfüllt damit die Schulpflicht.

2. Die Schulabschlüsse werden staatlich anerkannt. Welche Schulabschlüsse es an Waldorfschulen gibt, und welchen Abschlüssen an Regelschulen sie gleichgestellt sind, ist von Bundesland zu Bundeslang verschieden. In Hessen ist es so, dass alle bundeseinheitlichen Schulabschlüsse (Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Fachhochschulreife, Abitur) direkt an den Waldorfschulen abgelegt werden können.

3. Aus dem Budget des Kultusministeriums des jeweiligen Bundeslandes bekommen die Schulen eine teilweise Finanzierung pro Schülerkopfzahl - genaue Höhe von Bundesland zu Bundesland verschieden. Das ist die sogenannte Ersatzschulfinanzierung. Die Idee dabei ist, dass für jeden Schüler, der eine solche Ersatzschule besucht, das jeweilige Bundesland einen Schulplatz weniger an den Regelschulen bezahlen muss.

4. Die Ersatzschulen haben (genauso wie die reinen Privatschulen, die nicht alle vorgenannten Kriterien erfüllen müssen) die Erlaubnis, ihren Finanzbedarf über die staatlichen Zuwendungen hinaus durch die Erhebung von Schulgeld zu decken. Wieviel das ist, und ob es ein Pauschalbetrag ist oder einkommensabhängig, kann jede Schule für sich entscheiden. Auch bei den Waldorfschulen ist das von Schule zu Schule verschieden. Meine beiden Kinder besuchen eine Waldorfschule, wir zahlen pro Monat 590,- Euro für beide Kinder zusammen. Kosten für Schulbücher und sonstiges Lernmaterial kommen noch dazu.

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@Dampfschiff

Wichtig zu erwähnen ist, dass in Deutschland nicht nach den Besitzverhältnissen der Eltern gesondert werden darf. Das heißt, alle Eltern haben das Recht auf freie Schulwahl für ihr Kind, unabhängig des Einkommens. Deshalb haben die meisten Waldorfschulen ein gestaffeltes Schulgeld, das sich nach den Einkommen der Eltern richtet. Somit wird bei sehr geringen Einkommen kein oder nur wenig Schulgeld verlangt. Die Schwierigkeit dabei ist, dass das Einkommensverhältnis der Elternhäuser ausgewogen sein muss, damit sich die Schule finanzieren lässt. 

Eigentlich müsste der Gesetzgeber eine zulässige Schulgeldhöhe nennen, die nicht unter das sogenannte Sonderungsverbot fällt. Zudem müsste der Staat bei Geringverdienern einen Ausgleich der Schule leisten, damit sich auch Waldorfschulen in beispielsweise sozialen Brennpunkten mit finanziell schlechter situierten Familien finanzieren lassen.

Bisher spart der Staat an jedem Schüler, der eine Ersatzschule besucht.

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