Womit kann man das am besten vergleichen, wie kann ich mir das am besten bildlich vorstellen?

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2 Antworten

Hi,

Das Weltall hat einen Radius von etwa 18 Milliarden Lichtjahren.

Nicht ganz. Das sichtbare Universum hat einen Radius von ca. 46 Mia. Lichtjahren. Wie groß das ganze UNiversum ist wissen wir nicht, es ist aber auf jeden Fall wesentlich größer und möglicherweise unendlich groß.

Wie kann ich mir diese Größe am besten vorstellen,

Gar nicht.

womit kann man das gut vergleichen?

Mit nichts.

Klar, man könnte jetzt die übliche Vorgehensweise wie in diversen Videos oder Artikeln anwenden und folgendes sagen:

1 Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Der nächste Stern ist ca 4,24 Lj entfernt, das Licht muss folglich ungefähr 4 Jahre und 3 Monate von dort bis zu uns reisen. Die Sterne des Himmels sind in den meisten Fällen nicht mehr als 1000 Lj entfernt.

Unsere Galaxie hat einen Durchmesser von 100 000 Lj, wir selbst sind etwa 28 000 Lj vom Zentrum entfernt. Unser lokaler Galaxienhaufen ist ca. 6 Millionen Lj groß, bis zum Zentrum des lokalen Superclusters sind's etwas mehr als 50 Mio. Lj. Das geht immer so weiter, mehr Galaxienhaufen, die sich zu langen Filamenten ausbilden, zwischen denen leerer Raum ist.

Soweit, so klar, man hat nun einen Ansatz, mit dem man sich die Sprünge zwischen den einzelnen Distanzen veranschaulichen kann.

1000 sind fast 250x mehr als 4,24, während 28 000 das 28-fache von 1000 sind. 100 000 sind mehr als 3,5x soviel wie 28 000. 6 Millionen sind sechzigmal soviel wie 100k und  50 Millionen sind das achtfache von 6 Millionen.

Das eigentliche Problem ist, dass du dir nicht vorstellen kannst, was ein Lichtjahr ist. Du begreifst zwar den abstrakten Begriff dahinter, nämlich dass dies die Strecke ist, die das Licht in einem Jahr fliegt, aber du kannst das nicht wirklich visualisieren, weil es nämlich nichts gibt, was damit irgendwie aus der Alltagserfahrung vergleichbar wäre.

Ebensogut könnte ich dir auch die Aufgabe erteilen, dich vor eine Sandgrube zu stellen und eine Milliarde Sandkörner anzuhäufen, nur mithilfe deiner Einschätzungsgabe und deinen beiden Händen. Könntest du diese Aufgabe erfüllen, mit einer fairen Fehlermarge von 5%, ohne die Hilfe von Google & Co. oder einer Waage und dem Wissen über die Dichte von Sand?

Du würdest es nicht können, weil du schlicht nicht weißt, wieviel eine Milliarde Sandkörner sind ( es sind übrigens knapp 21 kg oder das Volumen von ungefähr 14 Tetrapacks, je nach Sandsorte).

Dasselbe ist es mit dem Lichtjahr; zu sagen, dies seien ca. 9,5 Billionen km hilft nicht weiter, weil 9,5 Billionen im Kontext von einer Entfernungsangabe in km nicht visualisierbar, weil mit nichts vergleichbar, ist. Tatsächlich sind schon Entfernungsangaben in Millionen km eher grenzwertig für das menschliche Verständnis; ausgenommen Vielflieger und Astronauten.

Ist das Weltall zu Ende oder kommt man auf der anderen Seite wieder heraus, wenn man lange genug fliegt?

Selbst wenn es einen endlichen Volumeninhalt hat, würde man zwangsläufig wieder am Ausgangspunkt ankommen, wenn man immer weiter geradeaus fliegt, natürlich abgesehen von der Expansion des Universums, die dies vereitelt. Sollte es tatsächlich unendlich groß sein, erübrigt sich die die Frage nach einem Rand oder einem Ende.

LG, NA

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Stell dir mal vor, du lässt einen tropfen schwarzer Tinte auf ein weißes Blatt Papier tropfen. 

Was passiert? es dehnt sich aus.

So, nun zu deiner Frage.

Stell dir vor, der klecks Farbe ist das Weltall und du bist ein kleines Atom in diesem klecks Farbe.

Du weißt weder wer den klecks Farbe verursacht hat,

weder wie viel von dieser dieser Farbe sich ausdehnt

und weder wie groß das Blatt Papier ist auf dem der Klecks Farbe sich ausdehnt :)

Willkommen zur schieren unvorstellbaren Größe des Seins und Lebens, und wie winzig wir doch im Vergleich zum großen ganzen sind.

Genies dein leben und denk nicht über solche dinge nach, sofern es nicht dein Lebensziel ist, der ganzen Sache auf den Grund zu gehen :)

Viele schlaue Köpfe haben das in der Vergangenheit gemacht, und viele werden weiterhin versuchen das große ganze zu verstehen.

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