Womit hängt zusammen, wie bildungsfreundlich Kulturen sind?

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5 Antworten

Man muss sehen, dass ich früheren Jahrhunderten die Bildung nicht allen zugänglich war. Zwar waren die alten Griechen , früher schon die alten Ägypter und auch die alten Chinesen die Basis unserer heutigen Kenntnisse.

Aber wir dürfen ja nicht denken, dass der Bauernsohn aus Griechenland zur Zeit von Pythagoras an dessen erkenntnisen Anteil hatte. Ebenso nicht an den Kenntnissen der Schriftgelehrten des nahen Ostens zur Zeit, als bei uns "Mittelalter" war.

Welche Errungenschaften aus der arabischen Welt es gab, kann man noch heute an den Bauwerken aus der Zeit erkennen, die es in Spanien gibt udn die Zeit der Mauren erinnern.

Die allgemeine Schulpflicht wurde in Deutschland erst ab 1559 in Deutschland, beginnend in Württemberg eingeführt.

Es gibt bis heute Menschen, auch in Deutschland, die zwar um die Schulpflicht wissen, aber die eigenen Kinder kaum unterstützen, denn wie könnte es sonst 5 % Analphabeten in Deutschland geben?

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Nicht überall gibt es Schulpflicht wie in D und nicht überall gibt es eine so engmaschige soziale Hängematte wie bei uns. 

In den meisten Staaten sind die Menschen auf die Mitarbeit ihrer Kinder zum Überleben angewiesen. Schlicht und ergreifend. Und der Schulweg ist gerne mal mehr als eine Stunde Wegstrecke entfernt. Zudem muss Schulgeld gezahlt werden, eine Uniform - oft genug - vom Stift über Papier bis hin zu allen Büchern müssen selbst gekauft werden. Da fehlt es oft schon am Geld. 

Vor allen Dingen, nachdem der Westen sehr viele jahrtausende alte Wasserwege zerstörte, die eine ertragreiche Landwirtschaft oft erst möglich machten. 

Wir Deutschen neigen dazu und sind dafür bekannt, von uns mal eben so auf andere zu schließen. 

Ich selbst habe noch vor rund 50 Jahren erlebt, dass Bauern vor allen Dingen ihre Töchter aus der Schule nahmen. Da krähte kein Hahn wegen Schulpflicht. Hier in Deutschland. Die sollten auf dem Hof arbeiten. Und zwar von morgens um 4:00 Uhr bis spät abends. Sieben Tage die Woche. Ich erinnere Mädchen ,die waren noch nicht mal 14 Jahre alt. In Nordrhein-Westphalen, damals ein Geber-Bundesland. 

Und wenn ich mir dann so durchlese und anhöre, WAS hier in D bei der Schulpflicht an Hirnlosigkeit heraus kommt, dann kann mir kein Mensch das Märchen verkaufen, Intelligenz ließe sich in Zusammenhang mit der Fähigkeit schriftlicher Kommunikation bringen. 

Es hat in der Vergangenheit manche deutsche Ingenieure und Fachdoktoren gegeben, die von Analphabeten im Nahen Osten und auch in Afrika sehr viel gelernt haben. 

Tatsächlich greifen Deutsche überdurchschnittlich häufig Menschen mit Bildung an, während sie den hirnlosesten Titelträgerchen nachweislich am liebsten zujubeln. 

Die Frage ist ja grundsätzlich:

Was macht Bildung aus?

Ich erinnere da eine Geschichte, über welche die Badische Zeitung in den 1980-igern berichtete:

Eine Frau kam zur Bank und beschwerte sich in gebrochenem Deutsch, der Kontoauszug sei falsch. Die Bank war stolz darauf, bereits Software für sich arbeiten zu lassen. Und bildete sich ein, diese Software könne nicht falsch geschrieben sein. 

Die Angestellte am Schalter wollte sich über diese komische Frau lustig machen und sie rauswerfen. Aber diese Sizilianerin, die nur ihren Heimatdialekt und sehr wenig Deutsch konnte, ließ sich nicht abwimmeln. Also bekam sie einen Termin mit dem Filialleiter. 

Zum Termin brachte diese Frau dann verschiedene Hülsenfrüchte mit. Und anhand dieser Hülsenfrüchte und ohne angeblich auch nur die Grundrechenarten zu beherrschen rechnete sie dem Filialleiter vor, dass die Zinsen falsch berechnet worden waren. 

Die Software musste neu geschrieben werden. Wegen einer Frau, die mal vier Jahre lang nur wenige Stunden an fünf Tagen die Woche zur Schule gegangen war. Und da auch sicher nicht immer. 

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Ich glaube das hängt sehr mit dem Zugang zur Bildung zusammen. In ländlicheren Gegenden wird Bildung nicht so hoch geschätzt, da auf dem Dorf noch viel mehr Handwerk, Landwirtschaft echt stattfindet als in einer Großstadt. Demzufolge sind Kulturen mit einer geringeren Bevölkerungsdichte im durchschnitt nicht so an Bildung interessiert wie andere. 

In Japan zum Beispiel gehört es zum guten Ton auf eine Uni zu gehen. Im Deutschen Dorf werde ich regelmäßig schief angesehen wenn ich sage, dass ich Studiere. In noch ländlicheren Ländern sehen sie Schule vielleicht sogar als komplett überflüssig. 

Aber Vorsicht, man darf da nicht verallgemeinern. Zum Beispiel legen Syrer sehr viel Wert auf Bildung. Nur weil das in anderen arabischen Ländern so ist, darf man nicht verallgemeinern. 

LG

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tanztrainer1 02.10.2017, 10:26

Das kenn ich sogar heute noch so, dass man in ländlicheren Gegenden der Meinung ist, dass Mädchen nicht studieren sollten, sondern schnell heiraten und Kinder un die Welt setzen sollten. Da wird schon mal gefragt, warum man überhaupt eine Ausbildung gemacht hat, jedenfalls ist mir das mal in der Verwandtschaft passiert. Bei so einer Einstellung ist es dann gar nicht mehr so weit, dass gefragt wird, wieso man Mädchen in die Schule schicken soll.


Und schaut doch mal, wie altertümlich die katholische Kirche teilweise heute noch ist. Es gab ja Bestrebungen, die Messe wieder auf Latein abzuhalten: Immer schön das Fußvolk blöd halten... wie schon im Mittelalter.

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Na ja, es wird sicherlich viel damit zu tun haben, dass dort viel Religion gelebt wird und es auch nicht gewünscht ist, dass sich Menschen mit Bilding emanzipieren. Dennoch muss man sagen, dass Syrien bis 2009 eigentlich auf dem besten Weg war, ein ziemlich starkes Land zu werden und die Bildung odrt war eigentlich auch schon immer recht gut. Natürlich jetzt wo da Bürgerkrieg herrscht ist eh Sense.

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Der Buchdruck wurde schon zu Zeiten dessen Erfindung mit Todesstrafe verboten. Die arabische Welt fand keinen Anschluss mehr und blieb agrarisch und herrschaftlich feudalistisch geprägt.

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