Wolverine Krallenfrage

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2 Antworten

Man sollte bei Superheldenfilmen meistens nicht den Fehler machen Zusammenhänge zwischen Film und Comic herstellen zu wollen.

Für gewöhnlich präsentieren Comics nunmal dutzende etablierte Charakter und bilden eine große Handlung um sie herum. Da viele dieser Figuren so populär sind, liegt es nunmal nahe die Franchises auch auf andere Medien zu übertragen. Buch und Film sind aber zwei unterschiedliche Medien und im Film kann man meist sowieso nicht alles exakt so darstellen, wie es im Comic ist.

Darum beschränken sind Superheldenfilme meist darauf die bekannten Charaktere aus den Comics zu verwenden, allerdings in eigenen Geschichten, teilweise mit Änderungen und als eigenständige Umsetzung.

Du kannst das ganze also als eine Art Reboot, Alternativgeschichte oder sogar als Paralleluniversum ansehen. Punkt ist jedenfalls: Comic-Verfilmungen stehen getrennt von der Comic-Vorlage und haben keinen Einfluss auf deren Handlung.

Ein gutes Beispiel dafür ist vielleicht Batman. Dort gibt es ja auch als Ausgangspunkt die Comics. Anhand dieser Comics hat man nun dutzende Verfilmungen und Adaptionen rausgebracht. Mal stehen Batman & Robin fast als Witzfiguren da, mal ist der Joker der Mörder von Batmans Eltern und mal nicht. Mal stirbt der Joker und mal nicht. Mal ist Barbara Gordon eine junge Frau, mal ein kleines Kind. Etc.

Wenn dann noch die Videospiele hinzukommen (wie zum Beispiel Arkham Asylum) wird es noch verworrener, weil die wiederum ihre eigene Version der Batman-Geschichte vorstellen und auch dort Charaktere das Zeitliche segnen, die im Comic noch leben.

Superhelden-Adaptionen jeglicher Art sind für gewöhnlich nicht dafür gemacht mit der Handlung des Comics perfekt in Einklang zu sein. Man verwendet eben einfach nur ein bekanntes Franchise und haut ein paar FIlme dazu raus, ohne groß auf Konsistenz zu achten.

Die X-Men-Filme sind sowieso nicht ganz frei von Logikfehlern, sogar innerhalb ihres eigenen Universums. Beispiele:

  • Der Charakter "Emma Frost" taucht in zwei Filmen auf, allerdings mit völlig unterschiedlichen Kräften. In "Origins: Wolverine" hat sie eine unzerstörbare Diamanthaut. In "Erste Entscheidung" ist sie Telepathin und extrem zerbrechlich.
  • In "Origins: Wolverine" taucht Professor X am Ende als erwachsener Mann auf und kann noch laufen. In "Erste Entscheidung" wird er bereits als junger Mann verwundet und landet im Rollstuhl.

Die X-Men-Filme übernehmen zwar einige Handlungsstränge und Informationen aus den Comics, machen aber ansonsten eher ihr eigenes Ding. Nur weil etwas im Film passiert, heißt das nicht, dass sie die Comics danach richten müssen. Umgekehrt genauso^^

Gegenfrage, was hat der Film mit dem Comic zu tun? Verfilmte Bücher sind im Film auch anders als im Buch.

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