Wollten damals die Westaliierten ein Deutschland oder die Westdeutschen Politiker?

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4 Antworten

Im Grunde trafen sich dabei die Absichten der Westalliierten und die der westdeutschen Politiker.

Angesichts des in Gang gekommenen Kalten Krieges sahen es die westlichen Aliierten als notwendig an, sich die Unterstützung der Deutschen in ihren Besatzungszonen zu sichern. Das konnte aber nur dann gelingen, wenn man den Westdeutschen die Möglichkeit einräumte, wieder selbst über ihr Leben zu bestimmen, den Westdeutschen den Weg zur demokratischen, rechtsstaatlichen Staatlichkeit mit dem Ziel der Wiedergewinnung der Souveränität nach einer Bewährungszeit zu eröffnen.

Auch die westdeutschen Politiker wollten wieder politisch agieren und Handlungsfreiheit zurückgewinnen. Vorausschauende Persönlichkeiten unter ihnen begriffen, dass die deutsche Einheit, die durchaus ein Ziel aller Politiker war, nur gelingen könnte, wenn man nach den furchtbaren Verbrechen der Nazis wieder das Vertrauen der Siegermächte, letztlich aller Siegermächte gewann. Daher waren sie willens und bereit, zunächst in Westdeutschland ein freiheitlich-demokratisches Staatswesen aufzubauen, um diesen Teil Deutschlands vor dem Zugriff des Sowjetkommunismus zu bewahren und ihm bzw. seinen Bürgern die Freiheiten zu sichern. 

MfG

Arnold

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die Deutschen die Amis bzw. Alliierten. Man wollte Deutschland strickt trennen, damit sowas wieder Erste oder Zweite nicht nochmal passiert.  

Nur hat man in der DDR irgendwann die Möglichkeit gesehen eine Brücke nach Russland zu bekommen und Gorbatschow hat mit dem Machtwechsel neue Linien eingeführt, die für die Vollendung der BRD unumgänglich waren. 

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Kommentar von danielschnitzel
25.02.2016, 19:26

gibt viele Dokus darüber...

Perestroika und Glasnost googlen ;) Das war entscheidend für die Entstehung der BRD.

Der Wille kam vom Volk, besonders in der DDR. Die Alliierten wollten das zunächst nicht oder nur unter der Bedingung, dass die Deutschen der Nato beitreten, was die Russen nicht wollten.. so ging das Ganze hin und her. Bis der damalige Kanzler dann mit Gorbatschow Dates hatte und die beiden sich gut verstanden.. :D Dann kam auch von Übersee das okay. 

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Natürlich wollten die Deutschen auch weiterhin in Deutschland leben! Auf die Gestaltung dieses Deutschlands wirkten sich die Allierten jedoch ein... durch Demilitärisierung, Dezentralisierung, Denazifizierung aber vorallem durch die Demokratisierung das bedeutet das die Alliierten maßgeblich auf ein demokratisches Deutschland eingewirkt haben! Somit lag es sowohl den Alliierten daran den deutschen eine stabile Heimat zu geben als auch den Deutschen selber die gerne in ihrem Land bleiben wollten.

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@ danielschnitzel kurz klargestellt: Um die Gründung der BRD ging es vor 1949, nicht nach 1989.

Die Westaliierten und die westdeutschen Politiker ist zu vereinfacht.

Adenauer war gegenüber den Deutschen und ihrer Demokratiefähigkeit durchaus skeptisch. Ihm ging Westbindung vor Einheit (und das hat sich in gewisser Hinsicht auch bewährt, auch wenn man dann das Leid, dass durch die Teilung und die Mauer von 1961 entstand, aus dem Rückblick als relativ unwichtig ansehen muss - der Brandt von 1961 hätte das nicht akzeptiert.) Trotzdem hat Adenauer immer von Wiedervereinigung gesprochen, weil die deutsche Bevölkerung in den 40er und 50er Jahren offenkundig dafür war. Schumacher ging Einheit vor Westbindung. Er hat einmal Adenauer polemisch als "Kanzler der Alliierten" bezeichnet.

Die Westalliierten wollten verhindern, dass Deutschland wie etwa die Tschechoslowakei in den Ostblock eingegliedert würde, und dass die Sowjetunion auch aus Westdeutschland in großem Stil Reparationen beziehen könnten. Insofern waren sie geschlossen gegen ein vereinigtes Deutschland.

Differenzierter steht es in der Wikipedia.

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