Wollen ALLE Flüchtlinge in Griechenland und sonst in Europa letzten Endes nach Deutschland, oder gibt es auch welche, die NICHT Deutschland als Endziel haben?

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es wird sicherlich den Einen oder Anderen geben, dem das egal ist oder der lieber woanders hin will.

Aber Deutschland lohnt sich am Meisten und das wissen die auch.

"Deutschland lohnt sich am meisten". Kannst du das belegen?

1
@Elementarer

Das soziale Netz ist eines der Besten, hier kann man herkommen und Forderungen stellen, notfalls mit Anwalt.

0

Aus meiner Erfahrung raus, wollen die meisten dorthin, wo schon Verwandte von ihnen leben.

Bis etwa 2010 wollten die Leute zu einem großen Teil nach Schweden, weil die im Vergleich zu Deutschland ein humaneres Asylrecht hatten.

Und es gab dabei auch welche, die eben dadurch, weil sie von Deutschland sonst nicht so viel gehört hatten, außer über die NS-Zeit, gar nicht explizit nach Deutschland wollten.

Dazu gibt es ein interessantes Buch, in dem genau beschrieben wird, dass sie nach Schweden wollten und kurz bevor sie in Dänemark gewesen wären, im Zug entdeckt und verhaftet wurden:

Zekarias Kebraeb:

Hoffnung im Herzen - Freiheit im Sinn

PS Durch meine frühere Chefin, die aus Eritrea stammt, kam ich ab 2009 in einen Helferkreis. Übrigens gab es auch lange vor 2015 welche, die in Deutschland Asyl beantragt haben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
  1. Schweden hat nur 1/10 der Bevölkerungsdichte Deutschland, hat also jede Menge Platz. Schweden könnte, ohne Übertreibung, 50 Millionen Flüchtlinge aufnehmen und hätte trotzdem immer noch nicht die Bevölkerungsdichte Deutschlands erreicht.
  2. Dennoch kommen auch aus Schweden inzwischen immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland, weil Schweden seine Flüchtlingspolitik schon vor Jahren verschärft hat: https://www.focus.de/politik/ausland/verschaerfte-fluechtlingspolitik-warum-ausgerechnet-aus-dem-norden-immer-mehr-migranten-zu-uns-kommen_id_8267005.html
0
@Karl1004

Nicht von ungefähr habe ich doch geschrieben "bis 2010".

Ehrlich gesehen: Im Sommer ist es da ja ganz nett. Je nachdem, wie weit man dort im Norden lebt, ist es im Winter am Tag nicht sehr lang bzw. so gut wie gar nicht hell und außerdem auch noch saukalt. Das wäre echt nichts für mich.

0
@tanztrainer1

Ach so, und deshalb muss Deutschland Flüchtlinge auch noch aus Schweden aufnehmen, weil es in Deutschland "gemütlicher" ist? Oder wie?

0

Unter den Flüchtlingen gibt es Akademiker und gut ausgebildete Leute mit Berufserfahrung. Die sprechen alle Englisch. Sie möchten nach England oder in die USA, weil sie dort sofort eine Stelle finden können und ein normales Leben führen können.

Die Ungebildeten, Kranken und Behinderten ziehen Deutschland als Zielland vor, da sich herumgesprochen hat, dass sie hier am besten versorgt werden, und das so gut wie bedingungslos.

nein,

man denke nur an die Lager vor den Eurotunnel. Englischsprachige Länder werden von denen bevorzugt, die zu Hause schon englisch gesprochen haben (ehemalige englische Kolonien). Frankreich, von Personen, aus ehemals französischen Kolonien. Deutschland kommt dann erst. Bei 2 Millionen Geflüchteten kann man nicht davon sprechen, dass alle (80 Millionen Flüchtlinge lt. UNHCR) nach Deutschland wollen.

"Letzten Endes wollen doch allenach Deutschland, oder?"

Die Mehrzahl sicher, bzw. der Wunsch besteht. Deutschland zählt als das gelobte, reiche Land. Gerade in Moria haben tatsächlich viele Deutschunterricht genommen, was ich ehrlich gesagt irgendwie anmaßend fand :/ (Wobei ich den Wahrheitsgehalt bzw. die Menge natürlich anhand von Reportagen nicht überprüfen kann. War ja nicht dort um die Leute einzeln zu fragen )

Wenn sich Asylbewerber aber weigern, Deutsch zu lernen, passt es Dir sicher auch nicht!

0

Was möchtest Du wissen?