Kann man einen Wolf als Hund halten?

22 Antworten

"Wölfe sind keine »Haustiere«

Die in den letzten Wochen zahlreich bei uns eingegangenen Anfragen über Möglichkeiten, sich einen Wolf als Haustier zu halten, rufen uns auf den Plan, an dieser Stelle noch einmal eindrücklich darauf hinzuweisen, dass Wölfe Wildtiere sind und als solche für eine Haltung durch Privatpersonen ohne Sachkunde und entsprechende Außenanlagen ungeeignet sind. Gerade die von VOX ausgestrahlte Sendereihe »Wildes Wohnzimmer« scheint momentan diesen Trend weiter anzuheizen. Offenbar war der Hinweis auf die Untauglichkeit von Wölfen als Haustiere am Ende der heute ausgestrahlten Sendung nicht eindringlich genug.

Eine Haltung von Wölfen sowie Wolfshybriden ist in Deutschland ohne eine besondere Haltungsgenehmigung illegal. Während dies einige vermeintliche Wolfsfreunde nicht davon abhält, dennoch einen Wolf im Haus, Zwinger oder einem unsicheren Außengehege halten zu wollen, häufen sich die Fälle von Wölfen, die aus solchen Bedingungen geholt werden müssen, weil spätestens mit der einsetzenden Geschlechtsreife (bei Wölfen im 22. Lebensmonat) der Umgang mit den Wölfen durch ihre Halter nicht mehr zu bewältigen ist, Wohnungseinrichtung, unsachgemäße Käfige und Gehege zerstört werden oder es gar zu schlimmeren Zwischenfällen kommt. Diese Wölfe werden zu nahezu 100% entweder direkt vor Ort oder im Laufe der folgenden Wochen eingeschläfert.

Die Kosten, die mit einer artgerechten Haltung eines Wolfsrudels einher gehen, sind von einer Privatperson allein kaum zu bewältigen. Allein die Konstruktion eines den Standards entsprechenden Freigeheges schlägt mit mehreren zehntausend Euro zu Buche, ganz von der tierärztlichen Versorgung, der Nahrungsbeschaffung und sinnvollen Verhaltensbereicherung dieser intelligenten und anspruchsvollen Spezies abgesehen.

Solange es nicht triftige Gründe für eine Gehegehaltung von Wölfen gibt, die weit über den persönlichen Wunsch, einen Wolf zu »besitzen« hinaus gehen, ist die Anschaffung eines Wolfes fachlich, ethisch und moralisch abzulehnen. Gerade, wenn Sie Wölfe lieben, sollten Sie zweimal nachdenken, bevor Sie Ihren Wunsch in die Tat umsetzen. Und danach denken Sie bitte noch ein weiteres Mal nach.

Viele Interessenten scheinen auch das Bedürfnis zu haben, durch die Haltung von Wölfen ihrem Leben eine Wendung und/oder einen Sinn zu geben oder durch die Zucht von Wölfen aktiv zu deren Schutz beizutragen. Dies ist KEIN triftiger Grund - es gibt keine Möglichkeit, in Deutschland Wölfe auszuwildern und es ist auch weder nötig noch sinnvoll, sie durch private »Zuchtprogramme« vor der Ausrottung bewahren zu wollen. Wölfe sind in vielen Teilen der Welt gefährdet, aber der Eurasische Wolf (Canis lupus lupus) ist keineswegs vom Aussterben bedroht. Überlassen Sie die Arbeit mit Gehegewölfen bitte denjenigen Menschen, die die nötige Fachkompetenz und die erforderlichen Mittel besitzen. Die Probleme der Wölfe in Deutschland und dem Rest der Welt werden nicht durch ein Gehege im Vorgarten gelöst. Bitte denken Sie doch statt dessen bitte darüber nach, die Arbeit der Organisationen und Einrichtungen aktiv oder finanziell zu unterstützen, die sich dort um den Schutz des Wolfes bemühen, wo es Sinn macht."

http://www.wolves.de/shownews.phtml?lang=g&newssec=gwa&show=4904

Ich hoffe, das ist deutlich genug!!!

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Wenn du gefressen werden willst gerne

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Hallo, einen richtigen Hybriden (halb Wolf halb Hund ist gesetzlich schwer und auch für uns Menschen //Hundehalter schwer zu bewältigen Ich würde es mir trotz RIESIGEM Grund mit Wald nicht zutrauen.

ABER für Hundeerfahrene Leute gibt es zwei Rassen die einen Wolf in den Genen haben ABER trotzdem Hunde sind und somit in Österreich legal gehalten werden können wie es in anderen Ländern aussieht BITTE persönlich informieren.

Diese Rassen sind der Sarloos Wolfhund und der Tschechoslowakische Wolfshund

(weiß nicht ob die Rechtschreibung zu 100% stimmt oder die Sprachen ein bisschen vermischt wurden)

Wichtig sie sind vom Charakter komplett anders und jeder den ich kenne der einen von beiden hält (außer meiner Oma) würde sich NIE den anderen zu legen.

Wichtig ist auch sich über GUTE Züchter zu informieren da eine Falsche bzw. schlechte Zucht bei solchen Hunden gefährlich ist.

Ein Wolfshund (keine Hybride) sind etwa aus der 5. Generation vom Wolf mit Hund im Gegensatz zu unseren typischen Haushunden wie Schäfer und Collie die meist über 35 Generation dazwischen haben.

Ganz genau kann ich dich darüber jedoch nicht informieren da ich den Saarlos (vom Züchter MIT Vorgeschichte) nicht wirklich kennengelernt habe weil ich in dem Alter für den Hund noch etwas ZU Grün Hinter den Ohren war und ja es wäre bei der “Vorgeschichte“ zu gefährlich gewesen, meine Oma wusste ja was sie tut. (Denn ein Wolfshund merkt sich jeden Fehler!!! Und das Problem war halt wie meist zu wenig Information vor dem Kauf und dann war das kleine Kind wegen Unwissenheit in Gefahr beim Vorbesitzer weil es einmal den Hund versehentlich verletzt hat (Spielzeug zieh Auto) der Hund hat es leider mit dem Kind verknüpft und der Hund hatte seit dem IMMER Angst vor Kinder zwischen 1 bis etwa 6 Jahren. Babys haben ihn nicht wirklich gestört und sobald die Person über 6 war könnte es der Hund auch nicht mehr verknüpfen (war 2-3 Jahre alt).

Nur zur Verdeutlichung das so ein Hune NUR in Erfahrene Hände oder zumindest in Hände gehören die sich SEHR SEHR VIEL vorher Erfahren gehören und Nein meine Oma schließt keine Rasse als 1. Hund aus ABER bei einen Wolfshund ist es so das sie gesagt hat immer diesen Hund als 1. Hund artgerecht zu halten schafft nur einer von 1 Millionen.

Wölfe sind keine »Haustiere«

Die in den letzten Wochen zahlreich bei uns eingegangenen Anfragen über Möglichkeiten, sich einen Wolf als Haustier zu halten, rufen uns auf den Plan, an dieser Stelle noch einmal eindrücklich darauf hinzuweisen, dass Wölfe Wildtiere sind und als solche für eine Haltung durch Privatpersonen ohne Sachkunde und entsprechende Außenanlagen ungeeignet sind. Gerade die von VOX ausgestrahlte Sendereihe »Wildes Wohnzimmer« scheint momentan diesen Trend weiter anzuheizen. Offenbar war der Hinweis auf die Untauglichkeit von Wölfen als Haustiere am Ende der heute ausgestrahlten Sendung nicht eindringlich genug.

Eine Haltung von Wölfen sowie Wolfshybriden ist in Deutschland ohne eine besondere Haltungsgenehmigung illegal. Während dies einige vermeintliche Wolfsfreunde nicht davon abhält, dennoch einen Wolf im Haus, Zwinger oder einem unsicheren Außengehege halten zu wollen, häufen sich die Fälle von Wölfen, die aus solchen Bedingungen geholt werden müssen, weil spätestens mit der einsetzenden Geschlechtsreife (bei Wölfen im 22. Lebensmonat) der Umgang mit den Wölfen durch ihre Halter nicht mehr zu bewältigen ist, Wohnungseinrichtung, unsachgemäße Käfige und Gehege zerstört werden oder es gar zu schlimmeren Zwischenfällen kommt. Diese Wölfe werden zu nahezu 100% entweder direkt vor Ort oder im Laufe der folgenden Wochen eingeschläfert.

Die Kosten, die mit einer artgerechten Haltung eines Wolfsrudels einher gehen, sind von einer Privatperson allein kaum zu bewältigen. Allein die Konstruktion eines den Standards entsprechenden Freigeheges schlägt mit mehreren zehntausend Euro zu Buche, ganz von der tierärztlichen Versorgung, der Nahrungsbeschaffung und sinnvollen Verhaltensbereicherung dieser intelligenten und anspruchsvollen Spezies abgesehen.

Solange es nicht triftige Gründe für eine Gehegehaltung von Wölfen gibt, die weit über den persönlichen Wunsch, einen Wolf zu »besitzen« hinaus gehen, ist die Anschaffung eines Wolfes fachlich, ethisch und moralisch abzulehnen. Gerade, wenn Sie Wölfe lieben, sollten Sie zweimal nachdenken, bevor Sie Ihren Wunsch in die Tat umsetzen. Und danach denken Sie bitte noch ein weiteres Mal nach.

Viele Interessenten scheinen auch das Bedürfnis zu haben, durch die Haltung von Wölfen ihrem Leben eine Wendung und/oder einen Sinn zu geben oder durch die Zucht von Wölfen aktiv zu deren Schutz beizutragen. Dies ist KEIN triftiger Grund - es gibt keine Möglichkeit, in Deutschland Wölfe auszuwildern und es ist auch weder nötig noch sinnvoll, sie durch private »Zuchtprogramme« vor der Ausrottung bewahren zu wollen. Wölfe sind in vielen Teilen der Welt gefährdet, aber der Eurasische Wolf (Canis lupus lupus) ist keineswegs vom Aussterben bedroht. Überlassen Sie die Arbeit mit Gehegewölfen bitte denjenigen Menschen, die die nötige Fachkompetenz und die erforderlichen Mittel besitzen. Die Probleme der Wölfe in Deutschland und dem Rest der Welt werden nicht durch ein Gehege im Vorgarten gelöst. Bitte denken Sie doch statt dessen bitte darüber nach, die Arbeit der Organisationen und Einrichtungen aktiv oder finanziell zu unterstützen, die sich dort um den Schutz des Wolfes bemühen, wo es Sinn macht."

http://www.wolves.de/shownews.phtml?lang=g&newssec=gwa&show=4904

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