Wohnungsverkauf - Kann ich den Wert von 2 unterschiedlichen Maklern parallel schätzen lassen?

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4 Antworten

Grundsätzlich kannst du, wenn das nicht gegen einen Vertrag mit einem der beteiligten Makler verstößt.

Aber in der Regel wirst du nur eine Einschätzung erhalten, was der Markt für deine Wohnung in deiner Region zur Zeit hergibt. Mit dem tatsächlichen Wert der Wohnung muss das nicht viel zu tun haben.

Ein Makler braucht überhaupt keine Ahnung von Immobilienbewertung zu haben.

Der Beruf ist auch im Übrigen nicht geschützt und es ist keine besondere Sachkunde oder Ausbildung erforderlich, um als Makler arbeiten zu dürfen.

Je nach dem, welchen Verbänden der Makler angehört, kann es sein, dass Mitglieder dort ihre Fachkompetenz nachweisen müssen. Dort könnte man sich evtl. schlau machen, mit wem man zu tun hat. Letztlich existieren solche Verbände aber auch nur um ihrer selbst Willen...

Ich würde also ein Wertermittlungsgutachten vorziehen. Allerdings ist die Tauglichkeit eines entsprechenden Gutachters auch zu prüfen. Wenn du da blind auf die Berufsbezeichnung vertraust, kannst du dein Geld genau so gut im Garten verbrennen.

Selbst wenn das alles super läuft, bleibt immer noch die Frage, ob für die Wohnung der angemessene Preis erzielt werden kann. Aber zumindest könntest du dann etwas besser einschätzen, wer beim Verkauf den Kürzeren zieht - Du oder der Käufer.

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Hallo,

es sollte immer nur ein Makler beauftragt werden. Werden zwei Makler oder mehr beauftragt, können auch mehr als die doppelten Kosten entstehen.

Für die Bewertung von Immobilien gibt es verschiedene Ansätze:

1. Grobbewertung von Immobilien: Internetportale, Kaufpreis-Miete-Verhältnis, Faustformeln wie „Der Immobilienwert verdoppelt sich in der Regel alle 30 Jahren.“

2. Relativ genaue Bewertung von Immobilien: Preisspiegel von Maklerverbänden, Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse, Bewertungen von Maklern oder Kaufberatern.

3. Genaue Bewertung von Immobilien: Sachwertverfahren (§ 189 – 191 BewG, §§ 21-25 WertV), Vergleichswertverfahren (§ 183 BewG, §§ 13-14 WertV), Ertragswertverfahren (§§ 184 – 188 BewG, §§ 15-20 WertV), Discounted-Cashflow-Methode (DCF-Verfahren) oder Barwertmethode / Barwertverfahren, Vereinfachtes Ertragswertverfahren, Residualverfahren (Residual Method) / Restwertmethode / Bauträgermethode, Direkte Vergleichswertmethode (Direct Value Comparison Method), Investment Method, Internationales Sachwertverfahren (Depreciated Replacement Cost Method, DRC-Approach), Gewinnmethode (Profits Method).

-> Offizielle Bewertung durch einen Gutachter würde ich in deinem Fall schon empfehlen. Sicher das das Haus nichts mehr wert ist? Lieber 1000€ vorher ausgeben als dann 10000€ (oder mehr) zu versenken.

Siehe www.immobilien-einblick.de/immobilienwert_berechnen

Gruß

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Klar! Jeder wird um die Gunst Ihres Auftrags mit "Mondwerten" glänzen!?!

Kluge Makler machen seriöse Bewertungen gegen Honorar, das dann bei Zustandekommen eines Auftrages verrechnet oder verzichtet wird.

Noch klügere Verkäufer hängen dem Makler den "Freßkorb" hoch, indem Sie ihm die Gebühr für den Fall, dass der genannte "Traumpreis" auch erzielt wird, gerne die Schätzgebühren zahlen!?!


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Kommentar von DietmarBakel
01.07.2016, 16:52

Gute Antwort.

"Fresskorb" ist köstlich.

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Bestimmt, habe ich gerade in der Nachbarschaft. Der eine meint 500.000, der andere 450.000. Der 5-er bekommt den Auftrag, nach einem Jahr der 4,5-er.

Verkauft nach zwei Jahren für 420.000 EUR. Fragen?

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