Wohnungsmiete, Rechtsgrundlage (spezieller Fall, bitte Beschreibung lesen)?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Über die Naivität mancher M kann man sich nur wundern. Muß jung gleich unbedarft heißen?

Dass man sich die Gebrauchsüberlassung seiner Mietwohnung durch einen Dritten durch seinen Vermieter bestätigen lassen muss, steht im Gesetz, § 540 BGB. Das man sich schrifltich zusichern lassen sollte, worauf man sich hierüber verständigt, der gesunde Menschenverstand.

Niemand käme auf die Idee, die Hutablage eines geliehen Autos für schöne Bassboxen auszuschneiden oder Papis Auto ungefragt auch mal seinem Kumpel zu geben. Wieso meint man, bei einer Mietwohnung wäre das etwas anderes?

Natürlich stellt der durch (insoweit übrigens illegale) Anbringung eines weiteren Briefkastens für Empfang von Postsendungen ein konkludentes Untermietverhältnis dar, dass die VM abmahnen dürfen.

Wie gut, dass der beseitigt wurde. Der Kumpel kann seine Post in dem vorhandenen Briefkasten mit empfangen oder sich ein Postfach mieten, oder? Das die Vermieter ab genehmigtem Einzug ein nach ihren Vorgaben neu gestaltetes Klingel- und Briefkastenschild mit beiden Namen bereitstellt, darum darf man sie bitten.

Und jetzt macht er es bitte richtig und unterlässt es, seinen Vermieter mit eigenmächtigen Aktionen zu brüskieren und fängt an, ihn vorher zu fragen:

Per Einwurfeinschreiben oder offener Übergabe mit Zeugen beantragt man schrifltich die Erlaubis zur Untervermietung eines Teils der Wohnung (etwas anderes, gar Aufnahme in den Mitevertrag kommt eher nicht mehr in Betracht)

"... meine wirtschaftliche Situation hat sich seit Mietbeginn derart grundlegend geändert dass ich beabsichtige, einen Teil der Wohnung unterzuvermieten.

Ich möchte Herrn ..., zurzeit noch wohnhaft ...., ab 01.11.2018 in der Wohnung aufnehmen, den Sie beim unserem letzten Treffen ja bereits kennengelernt und sich von seinen persönlichen Verhältnissen ein Bild machen konnten.

Ich bitten Sie daher, mir bis zum 30.10.2018 Ihre Erlaubnis zur Untervermietung dieses Teils der Wohnung gem. § 553 (1) BGB zu gestatten, an der ich ein berechtigtes Interesse habe."

G imager761

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Danke, das war wirklich ausführlich und hilfreich. Ich werde es ihm genau so weitergeben, wenn ich ihn heute Abend sehe. Ja, er ärgert sich selbst, dass er so naiv gewesen ist. Nochmal vielen Dank.

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Es ist durchaus sehr sinnvoll, sich die Erlaubnis zur Untervermietung schriftliche geben zu lassen, um später einen Nachweis zu haben. Aber das ist gesetzlich nicht zwingend nötig. Eine mündliche Erlaubnis genügt auch, wobei die natürlich im Streitfall schwerer nachweisbar ist.

Nun ist die Situation so, dass dein Freund nicht allein die Vermieterin um Erlaubnis gefragt hat. Es war sogar noch der Kollege dabei. Dieser könnte also das Gespräch bezeugen. Den Mann der Vermieterin erwähne ich mal nicht, weil der ist vielleicht parteiisch.

Aus diesem Grund würde ich anstelle deines Freundes erneut das Gespräch mit der Vermieterin suchen, sie freundlich an das gemeinsame Gespräch erinnern, wo auch der Kollege dabei war. Ich würde ihr sagen, dass ich die Situation jetzt gar nicht verstehe, weil es bei dem Gespräch doch eine Einigung gab und sie ihr Einverständnis gegeben hat. Normalerweise sollte sich die Sache dann freundlich und gütlich klären lassen. Das wäre jedenfalls der erste Schritt. Abhängig davon, was dabei heraus kommt, muss man dann weiter sehen.

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Danke für die Antwort. Ich werde es ihm heute Abend so weitergeben. Das ist seine erste Mieterfahrung, die er hat, wahrscheinlich ist er deshalb etwas unvorbereitet an die Sach ran gegangen. Deine, und die Antwort von imager761ergänzen sich auch gut. Ich denke, das wird ihm auf jeden Fall weiterhelfen. Danke nochmal.

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@Eckschrank

Die Antwort von Imager761 ist vollkommen korrekt, da gibt es nichts zu kritisieren. So geht man üblicherweise vor, um die Genehmigung einzuholen. Jedoch gibt es ja bereits eine Vorgeschichte in der Angelegenheit. Und meiner Ansicht nach ist es jetzt nicht zweckdienlich, nun nach Schema F vorzugehen. Es gab bereits ein persönliches Gespräch, und da wirkt es direkter und ehrlicher, jetzt auf gleicher Augenhöhe, nämlich den persönlichen Gespräch anzuknüpfen. Möglichereise gibt es einfach nur irgend ein dummes Mißverständnis, das sich so viel leichter ausräumen lässt als es mit einem Brief möglich wäre. Aber das ist nur meine Meinung und mein gut gemeinter Rat. Dein Kumpel muss selber entscheiden, wie er vorgehen möchte.

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@Renick

Danke. Ich werde ihm die Ergänzung mitteilen. Das sind wirklich gute Tipps. Habe ihm jetzt auch den Link hierzu geschickt.

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