Wohnungskündigung so möglich?

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10 Antworten

Aus Sicht der Vermieterin mag das ein "berechtigtes Interesse" sein, aus dem des Mietrechts nicht.

Ihre Kündigung dränge erst durch, wenn sie konkreten Eigenbedarf anmeldet, weil sie die Wohnung "für einen Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts" benötigt. Für sich kann sie das nicht geltend machen, wenn sie bereits zwei der drei Wohnungen des Hauses nutzt :-)

Bis dahin hat sie den Vertrag einzuhalten; ist dort eine Überweisung der Miete bestimmt, auch diese Zahlungsweise. Andernfalls in bar nur gegen Quittung. Wobei man die VM bei Wechsel der Zahlart darauf hinweisen könnte, dies bei einer Einvernahme als Zeugin auch so aussagen zu müssen.

Ihre Küche darf, ja muß sie auf Verlangen abbauen und mitnehmen. Weder der VM noch der Nachmieter sind zu Ankauf verpflichtbar.

G imager761

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Wer ist vermieterseitig im Mietvertrag stehend? Die Ehefraum. der Ehemann, das Ehepaar? Daraus kleitet sich ab, wem die Miete zusteht und wer kündigen darf, vorausgesetzt es gibt einen triftigen Grund. Der derzeitig vorgeschobne ist jedenfalls unwirksam. Drohung hin oder her, spielt keine Rolle.

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Eigentümer des Hauses sind offenbar das nun getrennte Ehepaar. Möglicherweise ist daher der schriftliche Mietvertrag ungültig, wenn nur die Ehefrau als Vermieterin unterschrieben hat.  Dennoch besteht ein Mietvertrag, denn deine Freundin wohnt in der Wohnung und bezahlt Miete. Vermutlich hat sie guten Glaubens den Vertrag unterschrieben.

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Kommentar von bwhoch2
27.01.2016, 16:20

Angenommen das Eigentümer-Ehepaar wäre schon etwas älter und hätte ihren Nachwuchs gebeten, doch das Thema Vermietung zu übernehmen, so käme ein gültiger Mietvertrag zwischen Sohn/Tochter und der Mietpartei zustande, auch wenn Sohn/Tochter nicht Eigentümer der Wohnung ist.

Insofern ist es durchaus möglich und normal, dass im Mietvertrag als Vermieterin nur die Ehefrau steht. Damit ist der Mietvertrag nicht ungültig.

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Es ist kein Kündigungsgrund, dass sich deine Freundin nicht zur Komplizin bei dem Betrug machen lassen will. Die Küche kann sie ihrem Nachmieter (falls sie ausziehen möchte) anbieten. Die Vermieterin muss sie nicht bezahlen.

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Kommentar von bwhoch2
27.01.2016, 16:31

Wieso Betrug und warum Komplizin? Betrug wäre es doch erst, wenn sich die Ehefrau zu Unrecht einen Vermögensvorteil durch elende Trickserei verschaffen würde. Immerhin steht sie allein als Vermieterin im Mietvertrag, was für sich schon ausdrückt, dass sie auch die einzige ist, die die Mieteinnahmen verwenden darf. Vielleicht war das in "guten Zeiten" mal so gewollt?

Da das also ungeklärt ist, ob hier ein strafrechtlicher Betrugstatbestand vorliegt, macht sich die Mieterin auch nicht zu einer Komplizin. Wenn die Vermieterin künftig Barzahlung verlangt, kann sie dem doch nachkommen und wenn die Vermieterin eine Kündigung schreiben will, darf sie das doch tun. Ist diese unberechtigt, kann sie zurück gewiesen werden, was dann auch kein Problem wäre.

Zudem ist doch auch für den Ehemann das Manöver sehr leicht zu durchschauen, wenn nach Monaten immer noch an der Klingel und am Briefkasten der Name der Mieterin steht und diese vielleicht sogar beobachtet, wenn sie das Haus verläßt oder zurück kommt.

Es ist dann seine Sache, wie er an das ihm vermeintlich zustehende Geld kommt, dass seine Frau weiterhin aus der Vermietung bezieht.

Wenn man also eine gute Beziehung zur Vermieterin behalten will, kann man bestimmte Dinge dich mit machen, aber man muss natürlich aufpassen.

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zunächst gilt erstmal der abgeschlossene MV.

Da sich die Situation auf der Eigentümerseite geändert hat, ist vorsicht angesagt.

"Bar auf die Hand" würde ich nicht machen. Auch nicht gegen Quittung.
Zahl weiter Deine Miete an die im MV angegebenen Bankverbindung.
Wenn Du auf einmal Bar zahlst, verstößt Du ggf. gegen den MV und bist angreifbar.

Bitte den VM Dir den Sachverhalt schriftlich mitzuteilen und prüfe das dann beim Mieterbund!!

Der Mann ist arbeitslos und offenbar dreht sich bei den Vermietern alles ums Geld, daher glaube ich nicht, dass sie die Küche abkaufen/auszahlen werden/können. Verpfichtet dazu sind sie ohnehin nicht.

Ich denke ein Privatverkauf wäre hier eher eine Lösung wenn es dann evtl. notwendig werden sollte.




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Deine Freundin soll nach wie vor die Miete so bezahlen, wie im Mietvertrag vereinbart. Änderungen hierzu soll die Vermieterin ihr schriftlich geben. Bei Barzahlung immer entsprechende Quittung verlangen.

Auf gar keinen Fall auf die krummen Sachen der Vermieterin einlassen.

Sie kann auf gar keinen Fall deswegen das Mietverhältnis kündigen.

Die Küche muss die Vermieterin nicht bezahlen, sie ist Eigentum Deiner Freundin. Wenn dann beim Auszug die Küche mitnehmen oder ein evtl. Nachmieter übernimmt die Küche gegen Ablöse.

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Kommentar von bwhoch2
27.01.2016, 16:25

Gute Antwort, aber wenn die Beziehung zur Vermieterin ansonsten in Ordnung ist, warum sollte man dann nicht so verfahren, wie sie das will. Man muss sich doch nicht in die internen Streitigkeiten zwischen den Eheleuten einlassen.

Insofern: Wenn die Vermieterin Barzahlung wünscht, Miete bar zahlen und jeweils quittieren lassen.

Wenn die Vermieterin eine Kündigung schreiben will, soll sie das doch tun. Man kann dieser Kündigung, wenn sie rechtlich nicht Hand und Fuß hat, jederzeit widersprechen und sie wäre nicht schädlich für das Mietverhältnis. Wenn die Vermieterin ihrem Ehemann die Kündigung zeigt und er glaubt das so einfach, ist das seine Sache. Wenn er irgendwann drauf kommt, dass die Freundin immer noch in der Wohnung wohnt, braucht sie das auch nicht zu interessieren. Sie wird ja eine Kopie des Widerspruchs jederzeit vorlegen können.

Die "krummen Sachen" gehen letztlich nur die Eheleute was an und wer weiß, wie krumm sich der Ehemann bis hierhin verhalten hat.

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Ich würde die Miete weiterhin überweisen - im Mietvertrag steht ja sicher die Kontoverbindung, wohin die Kohle zu überweisen ist. Bei Bargeschäften unbedingt Quittung verlangen (aber die wird die Vermieterin nicht rausgeben, weil der Zweck der Barzahlung dann verfehlt wäre). Immerhin : die Vermieterin macht sich der Steuerhinterziehung schuldig, denn sie muß dem Finanzamt gegenüber ja auch Angaben über Mieteinnahmen machen. Deine Freundin sollte auf keinen Fall diese krummen Geschäfte mitmachen. Kündigen kann die Vermieterin aus diesem Grund natürlich nicht (sie versucht ja auch nur auf diesem Weg Druck auszuüben). Bei einer ordentlichen fristgerechten Kündigung müssen viele Faktoren erfüllt sein - eine davon ist eben der Kündigungsgrund. Und solange Deine Freundin alle im Vertrag festgelegten Pflichten nachkommt und die Miete pünktlich bezahlt, wird es schwer, einen Kündigungsgrund zu finden. Aber selbst WENN die Kündigung kommt, ab zum Rechtsanwalt (Fachanwalt für Mietrecht) und alles schildern. Der wird die Kündigung prüfen und der Vermieterin den Wind aus den Segeln nehmen.....

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Kommentar von bwhoch2
27.01.2016, 16:17

@Karsten1966: Leider keine gute Antwort.

Nach dem Auszug des Ehemanns bewohnt die Frau das Haus nun allein und könnte behaupten, dass sie zwei Wohnungen zusammengelegt hat und dass es sich nun um ein Zweifamilienhaus handelt. Eine Wohnung von ihr bewohnt und die andere von Fragesteller/in. In diesem Fall braucht sie keinen Kündigungsgrund. Jedoch um 3 Monate verlängerte Kündigungsfrist. Natürlich würde ich die Kündigung auch erst mal zurück weisen, aber so sicher kann sich Fragesteller/in nicht sein.

Steuerhinterziehung:

Immerhin : die Vermieterin macht sich der Steuerhinterziehung schuldig,
denn sie muß dem Finanzamt gegenüber ja auch Angaben über Mieteinnahmen
machen.

Natürlich kann die Vermieterin die Miete in bar kassieren und macht sich deswegen noch lange nicht der Steuerhinterziehung schuldig. Die Steuererklärung für 2016 ist erst im Jahr 2017 fällig und wenn sie bei der Erklärung brav die Mieteinnahmen angibt, die sie dem Ehemann verschwiegen hat, ist das keine Steuerhinterziehung. Jetzt schon darauf zu schließen, wäre arg verfrüht.

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Diese Kündiugung wäre unwirksam, sie gleicht einer Erpressung. Miete wie bisher auf das vorgegebene Konto überweisen. Bitte auf nichts anderes einlassen.

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Kommentar von bwhoch2
27.01.2016, 16:26

Wieso kann man sich durch eine zu Unrecht ausgestellte Kündigung erpresst fühlen? Man kann sie ignorieren, worauf eine Räumungsklage folgen müßte oder man kann ihr widersprechen. Wo ist das Problem, wenn sowieso beabsichtigt ist, dass die Mieterin weiter drin wohnen kann.

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Kann die Vermieterin meine Freundin einfach so kündigen, nur weil sie die Probleme mit ihrem Mann nicht auf die Reihe bekommt .Jedenfalls kam die Frau jetzt zu meiner Freundin und hat gesagt, sie solle ihr die Miete in Zukunft bitte Bar auf die Hand geben.



Nein, kann sie nicht, Eigenbedarf dürfte so in der Konstellation auch wegfallen.


Man muss sich darauf nicht einlassen.

Wenn, dann nur gegen Quittung.


Sie hat meine Freundin vor die Wahl gestellt - Entweder sie lässt sich auf diesen Quatsch ein, oder sie muss leider wieder aus der Wohnung ausziehen., weil sie es nicht einsieht ihrem Mann die miete abzudrücken.

Ich würde da einfach nichts sagen. Kommt eine Kündigung, würde ich sie prüfen lassen und geeignete Maßnahmen ergreifen.(Kündigung prüfen lassen)



Kann meine Freundin sich die Küche ausbezahlen lassen, falls sie wirklich ausziehen sollte ?

Nein, kein Verpflichtung,

MfG

johnnymcmuff

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Nein, deswegen kann sie Deiner Freundin nicht kündigen.

Die Küche kann vom Nachmieter oder von der Vermieterin abgelöst werden.

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