Wohnungskündigung fristgerecht eingegangen?

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10 Antworten

ich habe am 03. Mai meine Wohnung zum 31.07. gekündigt und auch an diesem Tag das Schreiben in den Briefkasten des Vermieters geworfen. Heute am 06. Mai habe ich eine "Empfangsbestätigung" bekommen. 

Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung und bedarf zur ihrer Wirksamkeit nicht einer Bestätigung.

Ist die Kündigung nun rechtskräftig oder nicht?

Ja.

Man sollte Kündigungen entweder persönlich unter Zeugen übergeben, sich den Empfang bestätigen lassen, unter Zeugen einwerfen oder am Besten per Einwurfeinschreiben schicken.

wenn der Vermieter das Schrieben mit 06. Mai datiert?

Da hat er dann die Kündigung bestätigt, die am 3. bei ihm war; wie oben schon geschrieben, ist die Bestätigung hier nicht von Bedeutung.

MfG

johnnymcmuff

Ich denke, wenn er Dich linken wollte, hätte er nicht so schnell reagiert.

Falls er doch Zicken macht: Persönlicher Einwurf einer Kündigung beim Vermieter immer mit einem Zeugen, der genau das bestätigt.

Hattest Du einen Zeugen, der beobachtet hat, dass Du die Kündigung schon am 3. oder spätestens 4.5. eingeworfen hat? Wer könnte Dir ggf. als Zeuge dienen? (Wenn schon gelinkt, warum nicht ggf. zurücklinken.)

Ja, eine Freundin war mit dabei wie ich die Kündigung unterschrieben und auch eingeworfen habe.

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Eine ordentliche Kündigung für Wohnräume muss spätestens zum 3 Werktag des Monats dem Vermieter zugegangen sein, damit sie wirksam für eine fristgerechte Kündigung zum letzten des übernächsten Monats ( 3-Monatsfrist ) werden kann.

Damit hättest Du mit dem persönlichen Einwurf am 03. Mai diese Formalität erfüllt. ( Das war der 2. Werktag des Mai ' )

Somit sollte alles o.K. sein. Rufe einfach noch mal beim Vermieter ab und frage nach, ob er Deine Kündigung mit seinem Erhaltsschreiben damit zum 31.07 anerkennt.

Ok auch wenn der Vermieter das Schrieben mit 06. Mai datiert?

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@dieseperonxyz1

Gerade deswegen sollst Du ja bei ihm nachfragen. Aktuell kannst Du zwar behaupten, das Schreiben am 3. Mai eingeworfen zu haben, aber vermutlich kannst Du es schlecht bis nicht beweisen.

Deswegen halt nachfragen und das ( vermutliche ) Missverständnis klären. Immerhin hat er in Deiner Bestätigungsvorlage das Wort "...fristgerecht.." schon mal nicht durchgestrichen.

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Wenn du einen Zeugen hattest, ist bewiesen, dass deine Kündigung fristgerecht erfolgte. Da der V. in seiner Schrift kein Datum eingetragen hat, könnte er nun behaupten, erst am 5. Mai (also verfristet) deine K. erhalten zu haben.

Ich rate zur Nachfrage, ob er denn versehentlich das Datm des Erhalts nicht eingetragen habe.

Da du bis zum 4. Mai  (3. Werktag ) hättest kündigen können, war die Kündigung rechtzeitig bei Adressaten.

 Ja, die Kündigung ist rechtskräftig. Theoretisch. Wenn man den Brief selbst beim Vermieter einwirft, sollte man immer einen Zeugen dabei haben, der das bestätigen kann. Ansonsten kannst du viel erzählen. Der Vermieter kann auch viel erzähen. Wenn er die Kündigung erst am 06. Mai gelesen hat oder erst dann aus dem Briefkasten genommen hat, ist sie trotzdem wirksam, weil sie bereits am 03. Mai in seinen Empfangsbereich gelangt ist. Nur nachweisen sollte man das können.....

Du hast deine Freundin als Zeugin, dass du die Kündigung am 3.05.16 in den Briefkasten des Vermieters eingeworfen hast.

Passt doch alles. Im Übrigen ist der Vermieter nicht verpflichtet, eine Empfangsbestätigung der Kündigung abzugeben.

An deiner Stelle hätte ich auf das Kuvert geschrieben "Mit Zeugen am 03.05.2016, ... Uhr eingeworfen".

Dass er die Kündigungsbestätigung mit Datum 06.05.16 zurückgeschickt hat, sagt noch nicht aus, dass er sie erst am 06.05.16 erhalten hat.

Wenn du die Kündigung erst am Nachmittag des 03.05.16  (nach der üblichen Postzustellung) eingeworfen hast, dann gilt die Kündigung für den nächsten Tag als zugestellt - und noch rechtzeitig.

Habe gerade das gefunden:

"Wird ein Mietverhältnis unter Mißachtung der Kündigungsfrist gekündigt, ist die Kündigung deswegen nicht unwirksam, sondern gilt automatisch für den nächstmöglichen Kündigungszeitpunkt." (Quelle: http://www.anwalt-ffm.de/rechtsanwalt-frankfurt/mietrecht-weg-recht/wohnraum-mietrecht-beendigung-mietvertrag.php)

Kann mir jemand dazu Gesetz mit § sagen?

Schaue mal nach  Paragraf 573 c Abs.1 BGB und / oder 568 Abs.1 BGB.

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@dieseperonxyz1

Das besagt grundlegend, dass eine ( tatsächlich ) zu spät abgegebene Wohnungskündigung dann zwar ihre Wirksamkeit behielte, aber in Deinem Fall dann nicht mehr zum 31.07 , sondern erst zum 30.08 greifen würde.

Das gilt jetzt nur für "ganz normal angemieteten" Wohnraum ohne zeitliche Befristung und 3 Monaten Kündigungsfrist laut Vertrag.

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@Parhalia

Danke :)

Also ich habe nämlich schon eine neue Wohnung zum 01.08., Wenn es wirklich hart auf hart kommt und er meint die Wohnung ist nicht fristgerecht gekündigt, gilt meine jetzt abgegebene Kündigung zum 31.08.?

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@dieseperonxyz1

So sähe es aus. Aber laut anderen Deiner Kommentare in anderen Antworten hattest Du Deine Freundin ja als Zeugin von Verfassung Deiner Kündigung bis zum Zeitpunkt des Einwurfes dieses Briefes in den Briefkasten des Vermieters .

Das macht Deine Aussage im Zweifelsfall schon sehr glaubwürdig. Zudem hast Du als weiteres Indiz auf Deinem PC vermutlich dieses Anschreiben ebenfalls noch gespeichert. In den Dokumenteigenschaften sollte dann auch noch stehen, wann es erstellt wurde.

Alles Indizien und Ansichten, die Deine ( eure ) Aussage (n) bzgl.  ( am 3.5. haben wir es persönlich eingeworfen ) notfalls weiter untermauern.

Ihr müsst nur diesem Punkt glaubwürdige Indizien darlegen können. Dann werden Zivilgerichte darauf aufbauend in der Regel auch weiter gegen den Vermieter unterstellen, dass man werktäglich in seinen Briefkasten schaut und somit die Kündigung spätestens am 04.05 dann entdeckt haben musste im Briefkasten. ( was demnach auch noch zur Fristenhaltung gereicht hätte )

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Was steht denn im Anschreiben des Vermieters?
Denke mal sollte geregelt sein.
Frag doch nochmal nach wenn du unsicher bist.

Ich habe die Kündigung in zweifacher Ausfertigung abgegeben.

Unten ist ein Abschnitt: Fristgerecht erhalten am: _____

Das ___ hat er leer gelassen und mit dem 6. mai datiert und unterschrieben.

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Ach er hat nur den Abschnitt zurückgeschickt.
Na dann ist doch okay.
Worüber machst du dir Gedanken? Weil er es nicht in der Zeile geschrieben hat?
Glaube das ist unschädlich.

Ich bestand jedoch auf eine Kündigungsbestätigung, die ich mit Angabe des Datums erhielt.
Eventuell hättest du soetwas anfordern sollen.

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@neununddrei

Ne zwei Ausfertigungen mit "gesamter" Kündigung.

Empfangsbestätigung stand unten bei beiden Exemplaren dran.

Ja genau, habe jetzt ein bisschen Angst weil nicht in der Zeile steht. Weiß nicht ob das aus Schlupfloch genutzt werden kann von Seiten des Vermieters. So nachdem Motto "Wir haben die Kündigung erhalten, ist aber nicht rechtskräftig" oder so.

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Da würd ich mir jetzt kein Kopp machen.
Oder ist dein Vermieter in der Hinsicht bekannt/auffällig?

Du kannst ja Montag anrufen und evtl fragen wie es nun mit der Übergabe abläuft. Zum Beispiel Ob eine Vorabnahme nötig ist und wann.

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@neununddrei

Also es ist definitiv nicht der freundlichste Mensch. Aber das mit nach der Übergabe bzw. weiteres Vorgehen fragen ist schon eine gute Idee :)

Ein bisschen Bauchschmerzen bereitet mir die ganze Sache aber doch schon..

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Alternativ könntest du ja mal einen Rechtsanwalt fragen ob er zicken könnte.
Aber ich glaube nicht.

Ich war auch mal in so einer Situation wo die Vermieterin die Kündigung nicht anerkannte. War dann beim Anwalt. Sie war auch nicht zur Übergabe gekommen, sodass ich die Schlüssel bei meinem Anwalt hinterlegte. Das war meine erste Wohnung. Bei meiner Wohnung danach war der Vermieter untergetaucht. Dort hatte ich fristlos gekündigt weil keine Versorgung mehr bestand und es Winter war (Heizung/Strom)
Meine aktuelle Wohnung ging ohne Probleme weg. Renne aktuell noch der restlichen Kaution nach.

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@neununddrei

Alternativ könntest du ja mal einen Rechtsanwalt fragen ob er zicken könnte.

Ein Rat der nicht nötig ist und Geld kostet.

Ich war auch mal in so einer Situation wo die Vermieterin die Kündigung nicht anerkannte. War dann beim Anwalt.

Richtig, zu so einem Zeitpunkt geht man dann zum Anwalt.



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Ein Anwalt kostet nicht immer Geld, das ist Quatsch.
Ich musste damals auch nix bezahlen weil es unter der kostenlosen Beratung fiel.

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so etwas macht man immer mit Einschreiben und Rückschein

Ich weiß, aber ging in diesem Fall nicht.

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@dieseperonxyz1

und wenn dein Vermieter jetzt sagt er habe keine Kündigung bekommen?Dann wird es schlecht für dich.

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@oxygenium

Du hast meinen Text glaub ich nicht richtig gelesen. Er hat die bekommen und unterschrieben aber das eine Feld freigelassen und mit dem 6. mai datiert.

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soetwas macht man immer mit Einwurfeinschreiben. Ein Einschreiben mit Rückschein wird bei Nichtantreffen auf der Post hinterlegt. Und was machst du, wenn er es nicht abholt?

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