Wohnungskatze nicht impfen?

12 Antworten

Hallo ertex,

die Grundimmunisierung, sollte JEDE Katze habe. Danach ist es deine Entsheidung, ob und wie oft du Impfen läßt...

Das Thema Impfen und/oder Impfen wir zu viel, ist seit einiger Zeit sehr strittig...muss wohl jeder für sich entscheiden. Meine 5 Fellnasen sind auch „nur“ Grundimmunisiert.

Ich selbst gehe auch nicht jedes Jahr zur Impfung, also warum soll ich das meinen Katzen antun ?

Fakt ist, das es bislang leider keine Studien dazu gibt, die für oder gegen das häufige Impfen bei Katzen spricht. Logisch jedoch, das am wichtigsten die Grundimmunisierung ist !

Nach Möglichkeit sollte die Grundimmunisierung bereits im Kittenalter erfolgen. Die meisten Impfungen können bzw. werden bereits in der 8. Lebenswoche erstmalig verabreicht. Je nachdem, ob diese aus zwei oder drei Impfungen besteht, ist die Impfung nach 12, spätestens nach 16 Wochen abgeschlossen. Die Leitlinien zur Impfung von Kleintieren der StIKo-Vet setzt fest, das die Grundimmunisierung erst mit einer weiteren Impfung nach einem Jahr vollständig abgeschlossen ist. Dies ist nötig, damit die Immunisierung auch richtig greift.

Achtung ! Vergeht nach der Grundimmunisierung ein längerer als der empfohlene Zeitraum, muss anstelle der Auffrischimpfung eine neue Grundimmunisierung erfolgen.

Zur Grundimmunisierung gehört:

Impfungen die nix bringen, außer dem TA Geld:

  • Chlamydien (Chlamydophila felis): Denn es sind Bakterien, die bei Katzen vor allem Augenentzündungen verursachen können. In vielen Seuche-Schnupfen- oder Seuche-Schnupfen-FeLV-Kombinationen ist ein Impfstoff gegen Chlamydien enthalten. Die Schutzwirkung ist notorisch schlecht, zudem bergen die Impfstoffe ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen.
  • Feline Infektöse Peritonitis (FIP): Es wird durch relativ harmlose Coronaviren verursacht, wenn sie im einzelnen infizierten Tier mutieren. Viele Katzen infizieren sich im frühen Lebensalter mit Coronaviren, ohne dass sie jemals an FIP erkranken. Namhafte Wissenschaftler lehnen den FIP-Impfstoff ab, weil er gar nicht vor FIP schützt, einige halten ihn sogar für riskant. Eine FIP-Impfung könnte den Krankheitsausbruch sogar fördern. Bei einer deutschen Studie unter Tierheim ähnlichen Bedingungen erkrankten von 20 FIP-geimpften Kätzchen zwölf an FIP, von 20 nicht FIP-geimpften Kätzchen nur zehn. Der Nutzen dieses Impfstoffes ist also mehr als zweifelhaft, dabei ist er auch noch besonders teuer

Es ist also letztendlich deine Entscheidung, ob und wie viel du deine Katze impfen läßt. Da streiten sich ja selbst die Forscher immer noch drüber, was und wie viel wirklich Sinnvoll ist. Aber für mich ist eben die Grundimmu schon sehr logisch.

Hier kannst du ein mal zum Thema "Impfen wir zu viel" lesen:

http://www.miau.de/tips/gesund/impfen.html

Alles Gute

LG

Hallo,

Deine eigentliche Frage wurde schon von NaniW sehr ausführlich beantwortet und ich habe diesbezüglich auch nichts hinzuzufügen, aber denn möchte ich dich darauf hinweisen, dass ihr eurem Kitten, falls es sein Dasein in Einzelhaltung fristen muss, einen gleichaltrigen und am besten auch gleichgeschlechtlichen Artgenossen zur Verfügung stellen solltet.

Dass Katzen Einzelgänger sind, ist leider immer noch ein weit verbreiteter Mythos. Tatsächlich sind Katzen lediglich Einzeljäger, die außerhalb der Jagd sehr gerne den Kontakt zu Artgenossen pflegen.

Katzen, die ihr Leben in Einzelhaltung verbringen müssen, können früher oder später Verhaltensstörungen entwickeln. Dazu gehören z.B. Unsauberkeit, Aggression, Depression, Zerstörungswut und extreme Anhänglichkeit. Häufig kommt es vor, dass Katzenbesitzer solche Verhaltensstörungen nicht einmal erkennen bzw. diese mit der Einzelhaltung in Verbindung bringen. Gerade Letztere wird gerne als niedlich abgestempelt.

Vor einiger Zeit habe ich mich im Tierheim mit einer Frau unterhalten. Sie war auf der Suche nach einer Zweitkatze, da eine Katzenpsychologin bei ihrer einjährigen Katze diagnostiziert hatte, dass sie sich die Haut wund leckt, weil sie unter der Einzelhaltung leidet. Einzelhaltung kann also nicht nur zu psychischen, sondern auch zu physischen Problemen führen.

Was für ausgeachsene Katzen gilt, gilt für Kitten umso mehr. Kitten befinden sich noch in der Entwicklung, sie brauchen Artgenossen, um ausreichend sozialisiert zu werden. In der Sozialisierungsphase lernen Kitten, wie sie mit ihren Artgenossen umgehen müssen. Sie lernen zu erkennen, wann einer Katze etwas gefällt bzw. nicht gefällt. Auch lernen sie ganz simple Dinge, wie z.B., dass Krallen wehtun.

Aber ein Artgenosse ist nicht nur für den Lerneffekt des Kittens nötig, sondern auch für die Beschäftigung. Ja, Kitten schlafen viel, aber sie haben auch unglaublich viel Energie, die sie auch loswerden wollen. Und diese wollen sie nicht loswerden, wenn es dem Menschen passt, sondern wenn es ihnen passt. Wenn ein Kitten um drei Uhr morgens spielen will, dann will es das. Um ein Kitten auslasten zu können, müsste man sich mindestens fünf Stunden täglich aktiv mit diesem beschäftigen, das macht wohl kaum ein Mensch.

Liebe Grüße und viel Spaß mit den Fellknäulen

Hi,

man kann Krankheiten in die Wohnung rein tragen, weswegen auch Tiere in reiner Wohnungshaltung immer geimpft werden sollten! Es nicht zu tun wäre unveranwortlich. Klar ist das Risiko in der Wohnung nicht so hoch, aber dennoch gegeben eben weil man die ein oder andere Krankheit selbst (zB über die Schuhe) einschleppen kann.

Ich hoffe Du hast nicht nur ein Kitten, sondern mind. noch eine andere Katze. Katzen sind keine Einzelgänger und brauchen daher zwingend Artgenossen, ganz besondere Kitten!

Falls Du dich über Katzen/-haltung informieren willst/ musst:

Gruß

NEU
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