Wohnungsgenehmigung durch Arge?

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8 Antworten

Grundsätzlich wird genehmigt oder eben nicht. Wenn nicht genehmigt wird, zahlt das Amt insbesondere keine Kaution.

Aber die Richtwert sind eben Richtwerte und keine absoluten Obergrenzen. Insofern lohnt sich die Diskussion. Am Besten bringt man die Aufzeichungen mit, die man in den letzten Monaten bei der vergeblichen Suche gemacht hat, um nachzuweisen, dass man fleißig gesucht hat, es aber eben keine angemesse Wohnung gibt.

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Kommentar von hullebumm
04.09.2012, 17:19

Auch Dir vielen Dank für Deine Antwort. Ich war heute mit meinem Sohn und dem Wohnungsangebot und bin aus dem Zimmer des Sachbearbeiters heulend raus und konnte mich eine halbe Stunde lang nicht mehr einkriegen. Das war mir sehr peinlich. Vorallem hätte ich mich ohrfeigen können, mir solch eine Blöße vor diesem A**loch zu geben. Soviel zum Thema "Diskussion". Die ansäßige Arge hat einen extrem schlechten Ruf, diskriminiert, lehnt Arbeit ab und ist sehr unfreundlich.

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Bis 5 m² drüber kann, wenn sonst die Kaltmiete im Limit liegt, genehmigt werden. Heiz- und andere Nebenkosten gehen ja extra.

Dein Sohn soll sich ein genau aufgeschlüsseltes Mietangebot von der VMn geben lassen und dies der ARGE vorlegen.

Genau aufgeschlüsselt heißt, Wohnfläche, Anzahl der Zimmer, Kaltmiete und Nebenkosten. Mit dem Vermerk das in den NK keine Heizkosten, und ggf. noch andere NK wie z.B. Wasser/Abwasser, enthalten sind.

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So wie ich gehört habe, sind die Ämter nicht mehr gar so streng. Denn auch dort hat es sich herumgesprochen, dass es Wohnungen, wie sie sie fordern, gar nicht gibt. Ich glaube nicht, dass 4 qm den Kohl fett machen. Könnten deine Bekannten nicht im Vertrag ca. sounssoviele qu angeben? Es kommt doch keiner nachmessen. Und Vermieter müssen doch nicht dem Amt auf Punkt und Komma Rechenschaft ablegen.

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Kommentar von HansBildacker
29.08.2012, 17:25

kommt drauf an wann und ob evtl mit öffentlichen fördermitteln gebaut wurde,das muss dann der vermieter ausfüllen; aber prinzipiell geb ich Dir recht...

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Kommentar von hullebumm
29.08.2012, 17:30

Das ist eine gute Idee! Ich frage mich halt, ob er die teurere Wohnung beziehen kann und die Arge bezahlt ihren Satz und den Rest muß er selbst erbringen? Oder ob die dann sagen, sie zahlen keinen Pfennig? Sein Vater und ich sind ja auch noch da, wir wollen ihn so gut es geht unterstützen. Er ist erst 19. Er ist krank gewesen und soll nun den Weg in ein selbständiges Leben finden. Das Jugendamt unterstützt ihn auch.

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Wegen der Wohnungsgröße wird es keinen Ärger geben, aber wegen der Warmmiete, wenn diese über dem Limit liegt. Ich habe selbst schon einmal eine Wohnung nicht genehmigt bekommen, weil diese mit fiktiv errechneten Heizkosten (ebenfalls Stadtwerke) 5.- € über dem Limit lag. Wenn die Vermieterin nett ist, bescheinigt sie euch für das JobCenter eine Warmmiete, und die Heizkosten rechnet ihr dann mit den Stadtwerken selbst ab.

Aber vielleicht habt ihr ja ein Kaltmieten-Limit, dann könnt ihr alles so eingeben, wie es anfällt.

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Kommentar von hullebumm
29.08.2012, 22:10

Dir auch lieben Dank für den Tipp!

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Es geht mittlerweile nicht mehr um die Größe, sondern einzig um den Preis - zumindest, wenn man bis zum Gericht geht im Notfall. Hat sich noch nicht zu allen Argen rumgesprochen.

Bloß nix unterschreiben von wegen "zahlt er selbst". Die Heizkosten müssen in tatsächlicher Höhe übernommen werden (abgesehen vllt von abseitigen Beispielen wie "Fenster auf bei -10°" u.s.w.) und gehören nicht zu den Mietobergrenzen, die es in den einzelnen Landkreisen gibt.

Grundsätzlich gibt es bezüglich dieser Grenzen auch eine Kulanz von ca 10 Prozent, wo die Arge zahlen sollte, weil ein Umzug dann unverhältnismäßig wäre. Wenn er gerade noch bei dir wohnt, z.B., schmeiß ihn offiziell raus, dann gilt er als offiziell (wenn auch nur theoretisch zum Zeitpunkt der Unterschrift unter dem neuen Mietvertrag) als wohnungslos und die Arge muss nicht einmal gefragt werden.

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Kommentar von anitari
29.08.2012, 18:13

Es geht mittlerweile nicht mehr um die Größe, sondern einzig um den Preis

Falsch.

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Kommentar von hullebumm
29.08.2012, 18:21

Vielen Dank für Deinen Tipp! Das ist alles so kompliziert, ich werde wohl mit dem Jugendamtssachbearbeiter sprechen müsse, der soll sich mal ins Zeug legen. Das geht jetzt schon seit über einem Jahr so mit der Arge. Unfassbar! Mein Sohn war an einer Psychose erkrankt und hat ein ganzes Jahr lang mit niemandem aus der Familie gesprochen. Ich hab nur über Zettelchen mit ihm kommuniziert. Ich bin von Hinz nach Kunz gerannt, um Hilfe zu bekommen, aber niemand sah sich befähigt, etwas zu tun. Außerdem hörte ich ständig: "Ihr Sohn ist volljährig und ich habe Schweigepflicht." Ich hab schlimm gelitten und ihn auch so sehr vermißt. Ich habe noch einen minderjährigen Sohn, der zu einem Freund gezogen war, da die Situation hier zuhause übel war. Der älteste fühlte sich ständig bedroht und war agressiv. Hab selber eine Depression bekommen. Das war eine untragbare Situation in der Familie. Die Arge denkt, er sei ein Rotzlöffel, der zuhause rum rebelliert. So wird er da dann auch behandelt. Mittlerweile liegen denen 2 Gutachten des Jugendamtes, eines der städtischen Familienberatungsstelle, 2 von der Uniklinik, ein richterlicher Bescheid über die gesetzliche Betreuung vor und dann schicken die ihn schon wieder weg und wollen noch irgend einen Wisch gebracht haben. Er war 19 Tage in der Klinik, wollte dann raus (hat mich natürlich 190 Euro gekostet), ist zu seinem Vater gezogen, der nervlich auch total schlecht belastbar ist. Dieser hat ihn nach nem Monat im Obdachlosenheim abgeliefert, wo er das Wochenende unter Pennern, Knackis und heroinrauchenden Junkies verbrachte. Das war natürlich nicht sehr förderlich für einen Jungen, der unter einer Psychose leidet. Nun wohnt er wieder bei mir, kommt zur Ruhe, erholt sich und braucht eine Wohnung. Dringend. Aber die Arge zumindest hier in unserem Ort sieht kranke Sozialfälle leider als parasitäre Menschen 2. Klasse an. Hätte mir jemand vor 2 Jahren gesagt, dass meine Familie ein solcher Schicksalsschlag trifft, hätte ich laut los gelacht. Und noch mehr hätte ich darüber gelacht, wenn man mir gesagt hätte: "Niemand will Euch dann helfen."

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im normalfall geht das da keine wohnung dem errechneten standard entspricht (mietspiegel eurer stadt/=standard pro qm) allerdings kann es sein dass er dann bis zu 50€ eben wegen der heizkosten draufzahlen muss...

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Kommentar von hullebumm
29.08.2012, 17:36

Danke für die Info. Wie gesagt werde ich ihn natürlich auch finanziell nicht hängen lassen. Ich bin wirklich hocherfreut, dass ich hier so nette, positive Antworten bekomme! Ich hab schon mit dem ein oder anderen blöden Kommentar gerechnet. Etwa so: "Wer nicht arbeiten geht, kann sich auch keine Wohnung leisten!" oder : "Und jetzt soll der Staat das bezahlen?!"

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Kommt auf die Arge an.Kann mir nicht vorstellen dass alle ALG bezieher in der vorgeschriebenen Wohnungsgroesse leben.Das wuerde ich unter "Erfahrungsberichte,Arge "googlen oder halt anrufen.

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Da musst du wohl den zuständigen sachbearbeiter fragen.

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Kommentar von hullebumm
29.08.2012, 17:25

Du weißt ja, wie das ist, die sagen sicher erstmal nein. Die Frage ist, was rechtens ist. Ob er in diese Wohnung einziehen kann und die höheren Kosten dann selber trägt.

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