Wohnungseigentumsrecht - Schlüssel

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Eine Schließanlage ist eindeutig dem Gemeinschaftseigentum zuzuordnen, dementsprechend hast Du durch Wegnahme Eures WE-Eingangstür-Schließzylinders als Teil der Gesamtanlage in das Gemeinschaftseigentum eingegriffen und eine bauliche Veränderung im Sinne des § 22 (1) WEG vorgenommen:

(1) Bauliche Veränderungen und Aufwendungen, die über die ordnungsmäßige Instandhaltung oder Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums hinausgehen, können beschlossen oder verlangt werden, wenn jeder Wohnungseigentümer zustimmt, dessen Rechte durch die Maßnahmen über das in § 14 Nr. 1 bestimmte Maß hinaus beeinträchtigt werden. Die Zustimmung ist nicht erforderlich, soweit die Rechte eines Wohnungseigentümers nicht in der in Satz 1 bezeichneten Weise beeinträchtigt werden.

Nun möge der miesepetrige Miteigentümer als auch der Verwalter die nachteilige Beeinträchtigung des Zylindertausches belegen, sofern der 'alte' Zylinder nebst zugehörigen Schlüsseln in sicherer Verwahrung ist und der ursprüngliche Zustand jederzeit zu Euren Lasten wieder hergestellt werden kann.

Der Gemeinschaft entsteht hierdurch weder ein Eigentumsverlust noch sonst irgendein geartetes Kosten-Risiko.

Ein Rückbauanspruch seitens der Gemeinschaft, gefordert durch den Verwalter, ist hier wohl kaum durchsetzbar.

Fordere den Verwalter auf, Dir im Gegenzug den von ihm lückenlos geführten Schließplan vorzulegen, jede einzelne Bestellung und jede einzelne Aushändigungs-Quittung, wer wann wieviel Ersatz-/Nachschlüssel hat fertigen lassen. Wahrscheinlich wird er in's Schwimmen kommen, wenn nicht, arbeitet er gut und ihr könnt zufrieden sein.

Gib Deine Erklärung/Versicherung an Eides statt doch einfach schriftlich ab, fordere den Verwalter zu einer Begründung auf, wie er denn die Rückbau-Ansprüche auf rechtlichem Wege durchsetzen will, lobe ihn dafür, daß ihm die Sicherheit des Hauses und die Erhaltung des gemeinschaftl. Eigentums dermaßen am Herzen liegt - im gleichen Atemzuge bittest Du um Nachweis des geführten Schließplans und Bestätigung über das Vorhandenseins a l l e r Original- + Nachschlüssel des Hauses ;-).

Ein Verwalter sollte sich niemals zum Lakaien eines selbsternannten Hilfs-Sherrifs machen und schon lang nicht, wenn dieser keine Ahnung hat und der Verwalter nicht imstande ist, ihm diese zu vermitteln.

Alles Gute Euch.

Übrigens: Schlüsselverlust muß gemeldet werden. Die Fristsetzung von 14 Tagen ist generell auch in Ordnung.

Ob der Verwalter so agieren darf, wird Dir vermutlich nur ein Anwalt sagen können, wenn Du mit dem damals geschlossenen Vertrag zu ihm gehst. Allerdings müsste eine Erlaubnis gewährt werden, wenn Du schriftlich bei der Hausverwaltung darum bittest. LG Silvie PS: Ruf doch dort mal an.

du darfst die schlösser auswechseln,musst aber schlüssel und zylinder aufheben.

das einzigste das du machen solltest, ist die schlüssel vorzuweisen udn dein miter muss mitteilen, wo sich der ersatzschlüssel für notfälle befindet, was es einen rohrbruch in der wohnung gibt.

einen schlüssel muss man nicht an den verwalter geben.

wenn ein schlüssel verlorengeht, meldet man dies zeitnah und bezahlt die anschaffung des neuen schlüssels.

Danke! Ich habe beim Verwalter Antrag gestellt, die Schlösser beibehalten zu dürfen. Habe ihm mittgeteillt - dass die Zylinder und Schlüssel sicher aubewahrt sind und werde Sie vorlegen. Dann sehen wir einmal weiter, wenn er die Beibehaltung nicht gestattet muss ich entweder vor Gericht oder klein beigeben... Dieses Haus hat einen notorischen Besserwisser als Miteigentümer, der uns alle irre macht, wir dürfen keine Dreiräder im Fahrradkeller aufberahren, Kinderwagen darf nicht im Flur abgestellt werden.... und so weiter und so weiter ... in der Regel landen diese Fälle früher oder später alle vor Gericht... ich versuche noch Schadensbegrenzung... und korrektes Verhalten..... ob es ausreicht - wir werden sehen...

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