Wohnungsbrand - evt. selbst verschuldet? Wann zahlt die Versicherung?

10 Antworten

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Hallo,

in diesem Fall kommen gleich mehrere Versicherungen in Betracht, die angesprochen sein können:

1.) Hausratversicherung:

  • Kommt auf für die eigenen beschädigten Sachen (Vorhang, etc.). Unter Umständen kommt es aufgrund des fahrlässigen Verhaltens aber anteilig zu Abzügen bei der Regulierung. (Die an anderer Stelle bereits erfolgten Hinweise, dass bei grob fahrlässigem Verhalten KEINE Erstattung erfolgt, entspricht übrigens nicht mehr der geltenden Rechtslage.)

2.) Wohngebäudeversicherung:

  • Reguliert die Schäden am Gebäude (Fensterrahmen, etc.). Auch hier kann (!!) es zu Abzügen kommen. Weiter besteht die Möglichkeit, dass die Versicherung versucht, Regress beim Verursacher zu nehmen. Dann kommt ggf. 3.) ins Spiel.

3.) Privat-Haftpflichtversicherung:

  • Sollte die Gebäudeversicherung einen Regress geltend machen oder der Vermieter aufgrund einer eventuellen Teil-Regulierung seinerseits noch Ansprüche stellen, ist die PHV anzusprechen. Da in aller Regel sog. "Mietsachschäden" mitversichert sind, werden hierüber die Ansprüche geprüft und die berechtigten Forderungen reguliert bzw. die unberechtigten abgelehnt.

Viele Grüße

Loroth

Da die Hauptschäden am Mobiliar entstanden sind, ist die Hausratsversicherung zuständig. Bitte mit einem Schadenexperten Kontakt aufnehmen und der weiss weiter und ist Ihnen sicher etwas behilflich dabei. Für den Heizkörper ist Die Gebäudeversicherung zuständig. Egal, welche Versicherung Sie aufsuchen, eine Verzeigung ist Ihnen sicher. Der Vorwurf: Fahrlässige verursachung einer Feuersbrunst, oder gar Vorsätzliche verursachung einer Feuersbrunst. Der Eintrag im Strafregister ist Ihnen sicher, denn die Folgen Ihres Kerzenabenteuers sind sichtbar. Da ist noch ein weiterer Grundsatz: Nicht wissen, schützt nicht vor dem Gesetz. Da können Sie Leichtsinn, als entschuldigung, wohl ins Feld führen, doch helfen wird es Kaum. Jedes offene Feuer ( eine Kerze gehört dazu) ist durch den Verursacher stehts zu Bewachen und zu Kontrollieren. Es sind wenn erforderlich die Nötigen Schritte eizuleiten. Leider ist das eine nicht ganz erfreuliche Nachricht, das bin ich mir durchaus Bewusst, doch ich möchte Ihnen keinen Sand in Ihre Augen Streuen. Deshalb die Klaren Worte.

Es handelt sich um einen Brandschaden. Die an Gebäudeteilen (Fenster, Heizkörper, Tapeten, Wandanstriche etc.) entstandenen Schäden reguliert die Gebäudeversicherung. Selbst wenn der Brand grob fahrlässig herbeigeführt wurde: Die meisten Versicherer verzichten heute - zumindest begrenzt - auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit. Gleiches gilt für die Schäden an Einrichtungsgegenständen: Hier reguliert die Hausratversicherung.

Falls tatsächlich nicht nur einfache, sondern grobe Fahrlässigkeit anzunehmen ist, können die vorgenannten Versicherer Dich ggfs. nach der Regulierung für Teile des Schadens in Regress nehmen. Erst an dieser Stelle käme dann Deine Privathaftpflichtversicherung in's Spiel und würde sich um den Regress kümmern.

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