Wohnung zu groß oder zu teuer?

3 Antworten

Wohnst du alleine dann? In welcher Stadt? Ich hatte das schon mal gepostet, kopiere es rein: 

"Lass dich bloß nicht verarschen, ich habe von dem Amt einen sogenannten KP schein bekommen und damit vergeblich gesucht, bis ich mich eingelesen habe. Es gibt einen Richtwert, aber dieser darf überschritten werden, was dir niemand mitteilt! P.S. Mein Antrag wurde binnen einer Stunde genehmigt. Die Warmmiete wurde zwischenzeitlich um 50€ erhöht, dazu kam auch die Garage 40€, also gesamt 790€ und das ist ok!

Hier ist ein Auszug aus meinem Antrag:

Antrag auf 
Leistungen für "Unterkunft und Heizung" sowie Umzug

Sehr geehrte X,

hiermit stelle ich einen Antrag auf Leistungen für "Unterkunft und Heizung", die Übernahme der Kautionskosten, sowie Übernahme der Umzugskosten nach Sozialgesetzbuch II.  

Grund der Antragsstellung sowie Erforderlichkeit des Umzuges: es besteht ein Härtefall, welcher sich aus zweifacher Wohnungslosigkeit innerhalb eines Jahres, sowie einer schweren gesundheitlichen Situation zusammensetzt. Ich habe über 8 Monate nach einer festen Unterkunft mit einem KP Schein erfolgslos in München gesucht und mindestens 60 Absagen bekommen. Aktuell hat mich der Vermieter aufgefordert am ___ die Wohnung zu räumen, da bei Ihm Eigenbedarf besteht (siehe beigelegtes Schreiben). Somit ist der Umzug erforderlich, um die drohende Wohnungslosigkeit abzuwenden.

Anerkennung des Mietvertrages: 

Zwischen der Vermieterin und der Antragsstellerin besteht keinerlei Verwandschaft. Daher ist der Mietvertrag gemäß SGB II §22, 3.2.1. anzuerkennen.

Angemessenheit der Bruttokaltmiete: 

Gemäß SGB II §22, 2.1.1. bestimmt sich die Höhe der als anzuerkennenden Kosten der Unterkunft bei Mietverhältnissen nach der Bruttokaltmiere. Der geltende Mietobergrenzstand für die Landeshauptstadt München beträgt gemäß SGB II §22, 4 für 1 Person 590€  (Bruttokaltmiete). Der Wohnraum darf bis zu 50 qm betragen.

Bezüglich der 

(einzigen) angebotenen Wohnung beträgt der Wohnraum 47 Quadratmeter 
und ist somit angemessen. Die Bruttokaltmiete beträgt 591,48€ 
(Berechnung: 540€ Kaltmiete + 51,48€ kalte Betriebskosten, siehe 
Anlage). Desweiteren unterschreiten die kalten Betriebskosten von 
51,48€ den angemessenen Richtwert 1,40€ bis 1,70€ pro 
Quadratmeter gemäß SGB II §22, 4.1. Die vereinbarten 
Betriebskosten entsprechen den tatsächlichen Verhältnissen, siehe 
beigelegte Betriebskostenabrechnung 2013.

Gemäß SGBII 

§22, 5.2. ist eine weiterePrüfung erst dann erforderlich, wenn die tatsächlichen Kosten der Unterkunft den Richtwert um mehr als 10% überschreiten. Die Differenz 1,48€ ist geringfügig und fällt unter die 10% Regelung. Somit sind die kalten Betriebskosten für die angebotene Wohnung als angemessen zu werten.

Angemessenheit der Kosten für 

Heizung und Wasser:

Die Kosten für Heizung und Wasser 
betragen für die angebotene Wohnung 100,03€ (siehe beigelegte 
Betriebskostenabrechnung 2013). Der Gesetzgeber 
hat keine eindeutige Voraussetzungen sowie Prüfungsmaßnahmen für 
die Heizungs-und Wasserkosten vorgesehen. Daher sind diese als 
angemessen zu betrachten. Im Zweifel verweiße ich auf SGB II §22, 
5.1 "Zunächst ist festzustellen, ob die Kosten der 
Unterkunft im jeweiligen Einzelfall tatsächlich unangemessen sind. 
Dies hängt von den jeweiligen Lebensumständen ab und kann nicht 
nur an den zu zahlenden Kosten festgemacht werden. 
Diese dienen 
lediglich als Anhaltspunkt, ob überhaupt eine Prüfung erfolgt oder 
nicht. Es ist deshalb zu prüfen, ob die Kosten der Unterkunft, auch 
wenn sie den Richtwert überschreiten, in dem jeweiligen Einzelfall angemessen sind."

Da ich an einer schweren chronischen Krankheit leide, (siehe Dokumente in der Akte) verweiße ich desweiteren auf SGB II§22, 5.2., worin der Gesetzgeber festlegt, dass eine chronische Erkrankung einen Grund darstellt, der eine abweichende Kostenhöhe rechtfertigt. Zitat: "die Lebenssituation soll nicht zusätzlich erschwert werden". Daher sind die Heizungs, sowie Wasserkosten als angemessen zu betrachten.

Angemessenheit der Kaution

Es wird für die angebotene Wohnung eine Kaution in der Höhe von zwei 
Monatskaltmieten erhoben. Diese beträgt 1080€ uns ist nach SGB II 
angemessen.

Umzugskosten:

gemäß SGB II §22 Absatz 3, beantrage ich die Deckung der Umzugskosten in Höhe von 100€. Diese setzen sich wie folgt zusammen: Nachsendungsauftrag bei der Post, Kartons für die Verpackung meines Habgutes, sowie Auftrag bei einem Umzugsunternehmer (Transport). Ein selbstständiger Transport ist aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich.

Im Lichte der dargelegten Gegebenheiten bitte ich Sie meinen Antrag gemäß dem Willen des Gesetzgebers besonders zeitnah zu genehmigen.

Mit freundlichen Grüßen"

Dann musst du dem Jobcenter anhand von Aufzeichnungen deine ernsthafte Wohnungssuche nachweisen und ihnen belegen,dass es keine angemessenen Wohnung bei dir in der Stadt gibt !

Kannst du das,dann müssen sie dir auch eine etwas teurere Wohnung genehmigen.

Wenn du schon in einer wohnen würdest,dann könntest du auch ohne die Zusicherung zur Kostenübernahme umziehen,wenn das ganze in deinem Zuständigkeitsbereich deines Jobcenters liegen würde.

Es würde aber dann keine Hilfe für den Umzug geben,kein zinsloses Darlehen für die Mietkaution,es könnte Probleme bei der Übernahme einer evtl.Nachzahlung von Betriebs / Neben / Heizkosten kommen und du würdest nur deine bisherige Warmmiete weiter gezahlt bekommen.

Du müsstest dann die Differenz aus deinem Regelsatz / Einkommen selber zuzahlen.

5 qm mehr las ewrlaubt, kann gehen, wenn Du ie Miete für die 5 qm übernimmst. Ansonsten hilft nur, geduldig weiter suchen.

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