Wohnung weiß hinterlassen?

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4 Antworten

Was der Vermieter meint, ist uninteressant. Entscheidend ist, was im Mietvertrag steht. Davon ist nach Rechtsprechung BGH vieles unwirksam und deshalb entfällt dann jegliche Verpflichtung für den Mieter. Es kommt nun drauf an, was konkret im MV dazu steht. Erst nach Kenntnis davon ist es möglich, fundiert zu raten. Stelle also bitte den Text Wort für Wort hier ein, dann abschließend mehr vom albatros.

Bienchen089 30.03.2012, 21:36

Ok, mir ist doch ein Zusatz aufgefallen, wo etwas über den Zustand bei Übergabe der Wohnung steht:

"Der Mieter verpflichtet sich, die Schönheitsreparaturen auf seine Kosten handwersgerecht durchzuführen. Zu den Schönheitsreparaturen gehören: entfernen von Tapeten, das Tapezieren und Streichen der Innenwände und Decken, das Streichen der Innentüren, Türrahmen und Fußleisten, das Streichen der Fenster und Außentüren von Innen, das Streichen der Heizkörper und Versorgungsleitungen innerhalb der Wohnung. Die Schönheitsreparaturen sind in der Regel in Küche, Koch- Essküchen, Bad, Dusche und WC alle 3 Jahre, in Wohnräumen alle 5 Jahre und in sonstigen Räumen alle 7 Jahre beginnend mit dem erstmaligem Ablauf des jeweiligen Zeitraumes nach Mietbeginn- je nach Grad der Abnutzung- durchzuführen. Hat der Mieter infolge vertraglicher Verpflichtung eine Anfangsrenovierung durchgeführt, verdoppelt sich die genannten fristen einmalig für den Zeitraum nach Mietbeginn. Die genannten Regelfristen können vom Mieter dann überschritten werden, wenn die druchführung von Schönheitsreparaturen nach Ablauf dieser Zeiträume objektiv nicht notwendig sind. In Küchen und Nassräumen (Bad, Dusche) dürfen an den Wänden und Decken Rauhfasertapeten/Tapeten aus gründen der Gefahr von Schimmelbildung nicht angebracht werden. Wände und Dechen sind mit Atmungsaktivem Anstrich zu versehen."

das nächste lautet:

"Der Mieter ist verpflichtet , die von ihm gemieteten Räume bei seinem Auszug vollständig gereinigt an den Vermieter zurückzugeben. Alle Schlüssel, auch die selbst beschafften, sind dem Vermieter herauszugeben. Über den Zusatand der Mieträume wird bei Herausgabe an den Vermieter ein Abnahmeprotokoll gefertigt. Bezüglich der Schönheitsreparaturen (siehe oben) Schönheitsreparaturen gelten nur dann als ordnungsgemäß, wenn sie einem üblichen Geschmacksstandart entsprechen, sodass eine weitervermietung hierdurch nicht beeinträchtigt wird. Extreme Farbgestaltung an Wänden, Decken, Türen, Rahmen und Fenstern sind bei Auszug zu lasten des Mieters zu beseitigen. Gleiches gilt für Mieterseits während der Mitzeit aufgebrachte Mustertapeten, sowie nicht anstrichfähige Tapeten. Diese sind bei Auszug zu entfernen gegen eine neue anstrichfähige Tapete zu ersetzen. Es empfiehlt sich daher, im Rahmen der Schönheitsreparaturen ausschließlich Rauhfasertapete zu verwenden. Für den Umfang der Renovierungsarbeiten kommt es nicht darauf an, wann die letzten Turnusmäßigen Schönheitsreparaturen ausgeführt wurden, sondern in welchem tatsächlichem Zustand sich die Wohnung befindet. Kommt der Mieter diesen Verpflichtungen nicht nach, lehnt der Vermieter, ohne dass dies einer ausdrücklichen Wiederholung bedarf, vom Zeitpunkt der Übergabe der Wohnung, spätestens zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung, weitere Erfüllungsangebote ab und geht im Interesse einer zügigen weitervermietung vom Wegfall des Interesses an der Renovierung durch den ausgezogenen Mieters aus. Das Gleiche gilt auch dann, wenn der ausziehende Mieter keine ernsthaften anstrengungen unternimmt, seine Renivierungsverpflichtungen Handwerks- und Fristgerecht nachzukommen. Ab Wohnungübergabe, spätestens ab Ende des Mietverhältnisses, bedarf es keiner Nachfristsetzung seitens des Vermieters um einen Schadensersatzanspruch wegen unterlassener Schönheitsreparaturen zu begründen. Ggf. kann der Vermieter in diesem Zusammenhang Türen auf kosten des Mieters öffnen und neue Schlösser anbringen lassen. Vom Mieter zurückgelassene Gegenstände kann der Vermieter auf Kosten des Mieters einlagern lassen. Die Ersatzansprüche werden mit dem Datum des Abrechnungsschreibens über die Mietsicherheit gemäß §3 Absatz 6 dieses Vertrages fällig."

Zudem muss ich noch sagen, die neue Wohnung hat schwarze Türrahmen und eine dunkle Holzdecke. Unsere jetzige Wohnung hat eine rote Wand und sonst gelb/orangetöne.

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albatros 07.04.2012, 01:28
@Bienchen089

Auf Grund der Vorgabe bezgl. Auswahl Tapeten und Farben ist die gesamte Klausel unwirksam. Sie stellt eine unangemessene Benachteiligung des Mieters dar. Extreme Farbgestaltung (rote Wände, schwarze Türrahmen etc. müsstet ihr aber tatsächlich in den Urzustand vom Einzug wieder zurücksetzen.

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also wenn im mietvertrag nicht gesondert drin steht, dass die wohnung wieder weiss übergeben werden muss, müsst ihr auch nicht streichen, zumal ihr die wohnung ja auch nicht in einem perfektem zustand bekommen habt, und ihr die neue ja auch wieder renovieren müsst...... immer das gleiche, die vermieter möchten nie kohle in ihr eigentum stecken, immer alles auf den mieter abwälzen, wenn der vermieter sich quer stellt, würde ich zum mieterverein gehen...

ja rede doch mit ihm.... also ich habe das damals in meinen vertrag zusätzlich reingeschrieben dass ich es ungestrichen hinterlasse. ist auch besser weil dus beim auszug eh nicht mehr sauber machst... und v.a. wenn du den selben vermieter hast müsste er doch ein einsehen haben. sonst würde es mir auch stinken. soll das doch euer nachmieter machen. wie die sache rechtl. aussieht kann ich dir leider nicht sagen...

Wenn im Mietvertrag nichts geregelt ist, ist die Wohnung besenrein zu hinterlassen, mögliche Dübellöcher sind zuzumachen.

Bienchen089 30.03.2012, 21:34

Ok, mir ist doch ein Zusatz aufgefallen, wo etwas über den Zustand bei Übergabe der Wohnung steht:

"Der Mieter verpflichtet sich, die Schönheitsreparaturen auf seine Kosten handwersgerecht durchzuführen. Zu den Schönheitsreparaturen gehören: entfernen von Tapeten, das Tapezieren und Streichen der Innenwände und Decken, das Streichen der Innentüren, Türrahmen und Fußleisten, das Streichen der Fenster und Außentüren von Innen, das Streichen der Heizkörper und Versorgungsleitungen innerhalb der Wohnung. Die Schönheitsreparaturen sind in der Regel in Küche, Koch- Essküchen, Bad, Dusche und WC alle 3 Jahre, in Wohnräumen alle 5 Jahre und in sonstigen Räumen alle 7 Jahre beginnend mit dem erstmaligem Ablauf des jeweiligen Zeitraumes nach Mietbeginn- je nach Grad der Abnutzung- durchzuführen. Hat der Mieter infolge vertraglicher Verpflichtung eine Anfangsrenovierung durchgeführt, verdoppelt sich die genannten fristen einmalig für den Zeitraum nach Mietbeginn. Die genannten Regelfristen können vom Mieter dann überschritten werden, wenn die druchführung von Schönheitsreparaturen nach Ablauf dieser Zeiträume objektiv nicht notwendig sind. In Küchen und Nassräumen (Bad, Dusche) dürfen an den Wänden und Decken Rauhfasertapeten/Tapeten aus gründen der Gefahr von Schimmelbildung nicht angebracht werden. Wände und Dechen sind mit Atmungsaktivem Anstrich zu versehen."

das nächste lautet:

"Der Mieter ist verpflichtet , die von ihm gemieteten Räume bei seinem Auszug vollständig gereinigt an den Vermieter zurückzugeben. Alle Schlüssel, auch die selbst beschafften, sind dem Vermieter herauszugeben. Über den Zusatand der Mieträume wird bei Herausgabe an den Vermieter ein Abnahmeprotokoll gefertigt. Bezüglich der Schönheitsreparaturen (siehe oben) Schönheitsreparaturen gelten nur dann als ordnungsgemäß, wenn sie einem üblichen Geschmacksstandart entsprechen, sodass eine weitervermietung hierdurch nicht beeinträchtigt wird. Extreme Farbgestaltung an Wänden, Decken, Türen, Rahmen und Fenstern sind bei Auszug zu lasten des Mieters zu beseitigen. Gleiches gilt für Mieterseits während der Mitzeit aufgebrachte Mustertapeten, sowie nicht anstrichfähige Tapeten. Diese sind bei Auszug zu entfernen gegen eine neue anstrichfähige Tapete zu ersetzen. Es empfiehlt sich daher, im Rahmen der Schönheitsreparaturen ausschließlich Rauhfasertapete zu verwenden. Für den Umfang der Renovierungsarbeiten kommt es nicht darauf an, wann die letzten Turnusmäßigen Schönheitsreparaturen ausgeführt wurden, sondern in welchem tatsächlichem Zustand sich die Wohnung befindet. Kommt der Mieter diesen Verpflichtungen nicht nach, lehnt der Vermieter, ohne dass dies einer ausdrücklichen Wiederholung bedarf, vom Zeitpunkt der Übergabe der Wohnung, spätestens zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung, weitere Erfüllungsangebote ab und geht im Interesse einer zügigen weitervermietung vom Wegfall des Interesses an der Renovierung durch den ausgezogenen Mieters aus. Das Gleiche gilt auch dann, wenn der ausziehende Mieter keine ernsthaften anstrengungen unternimmt, seine Renivierungsverpflichtungen Handwerks- und Fristgerecht nachzukommen. Ab Wohnungübergabe, spätestens ab Ende des Mietverhältnisses, bedarf es keiner Nachfristsetzung seitens des Vermieters um einen Schadensersatzanspruch wegen unterlassener Schönheitsreparaturen zu begründen. Ggf. kann der Vermieter in diesem Zusammenhang Türen auf kosten des Mieters öffnen und neue Schlösser anbringen lassen. Vom Mieter zurückgelassene Gegenstände kann der Vermieter auf Kosten des Mieters einlagern lassen. Die Ersatzansprüche werden mit dem Datum des Abrechnungsschreibens über die Mietsicherheit gemäß §3 Absatz 6 dieses Vertrages fällig."

Zudem muss ich noch sagen, die neue Wohnung hat schwarze Türrahmen und eine dunkle Holzdecke. Unsere jetzige Wohnung hat eine rote Wand und sonst gelb/orangetöne.

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