Wohnung übergeben ohne Mietvertrag

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11 Antworten

Wir haben eine Wohnung übergeben bekommen, mit Übergabeprotokoll und Schlüsseln ohne unterschriebenen Mietvertrag.

Auch ohne etwas schriflich zu haben, kann man ein Mietverhältnis haben Zum Einen, ein mündlicher Mietvertrag.

Zum Anderen, durch konkludentes Handeln; das hat der Vermieter getan, weil er ein Übergabeprotikoll mit Euch gemacht hat und vor Allem; er hat Euch die Wohnungsschlüssel gegeben.

Sind eingezogen und jetzt hat sich der Vermieter überlegt er will mit uns doch kein Mietverhältnis eingehen wir sollen die Wohnung schnellstmöglich Räumen. Was mach ich nun?

Zu spät für den Vermieter, Ihr habt das Recht in der Wohnung zu bleiben.

Ihr könnt den Vermieter fragen, ob er noch ganz bei Sinnen ist oder Ihr sagt ihm, dass Ihr wohnen bleibt und er sich auf einen teuren Prozess einstellen kann, wenn er irgendwas versucht.

Ein Mietvertrag kann auch konkludent (schlüssig) abgeschlossen werden. Er kommt durch sogenanntes - schlüssiges Verhalten zustande (siehe: BGH ZMR 2005,781,782; BGH WuM 1998,767).

Dies bedeutet in der Praxis, dass jemand einem anderen ein Mietobjekt über einen längeren Zeitraum überlässt und der andere regelmäßig den entsprechenden Mietzins dafür zahlt. Insoweit handelt es sich von beiden Parteien um übereinstimmende (stillschweigende) Willenserklärungen, die ihren Ausdruck in tatsächlichem Handeln - Gebrauchsüberlassung gegen Mietzinszahlung - finden.

Keine Konkludenz liegt vor, wenn ein Mieter das Mietobjekt weiterhin nutzt ohne dafür Miete zu zahlen.

http://www.mietrecht-hilfe.de/mietvertrag/form-des-mietvertrages/konkludenter-mietvertrag.html

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@johnnymcmuff

Jetzt hab ich vorhin erfahren, dass der Vormieter seinen Vertrag gar nicht gekündigt hat, weil er so schnell aus der Wohnung und den Vertrag rauswollte. Sie hatten sich wohl beide mündlich darüber geeinigt, dass es ok geht, wenn der Vormieter einen Nachmieter sucht. Ändert das was an der Sache?

Das ist für Laien schwer zu beurteilen, ich sehe es so:

Es kam durch konkludentes Handeln eigentlich ein Mietvertrag mit Euch zustande, aber dem widerspricht, dass der Vormieter nicht gekündigt hat, zumindest muss eine Kündigung schriftlich erfolgen!

Ich kann Euch wirklich nur empfehlen einen Anwalt einzuschalten, denn Ihr habt meiner Meinung nach auf jeden Fall Anspruch auf Schadenersatz gegenüber dem Vermieter.

Der Vermieter rief ihn vorhin an und sagte, da ich nicht ans Telefon gehe, ist er noch der aktuelle Mieter (und somit für alles verantwortlich).

Du meinst der Vormieter rief an und meinte er sei noch der Mieter? Das ist meinem empfinden nach richtig.

Welcher Vertrag gilt denn nun?

Wenn der Vormieter nicht schriftlich gekündigt hat, gilt immer noch dessen Mietvertrag, aber Ihr habt Anspruch auf Schadenersatz und könnt den Vermieter verklagen. ( Umzugskosten, Lagerung für Möbel Hotelkosten usw.

Der Vermieter teilte ihm auch mit, dass er eine Nachmieterin hätte und er ihr die Wohnung zeigen will, müssen wir die beiden reinlassen und ihm ermöglichen, dass er anderen die Wohnung zeigt?

Wie der Vermieter hat Nachmieter oder meinst Du den Vormieter.

  • Dass der Vermieter angeblich Nachmieter hat, kann ich mir nicht vorstellen, denn er har Euch die Wohnungsschlüssel übergeben.

  • Sollte der Mieter einen potentiellen Nachmieter haben, ist dieses nicht relevant, da der Vermieter keinen vom Mieter vorgeschlagenen Interessenten nehmen muss.

Die ganze Sache stinkt zum Himmel.

Oh man, ich bin echt am verzweifeln. Mein Freund ist am Wochenende nicht da und ich hab total Angst dass der Vermieter einfach vor der Tür steht. Oder noch einen Schlüssel für die Wohnung hat und einfach mal reinkommt. Muss ich ihn reinlassen? Oder aufmachen? Ich bin total durcheinander und getrübt, ich sitze hier mit meinem 11 Wochen alten Baby, hab den stressigen Umzug gerade hinter uns und dann sollen wir wieder raus und alles ist so negativ und belastend :/ Ich frage mich, ob wir überhaupt noch die Miete jetzt anfangen zu zahlen oder ob wir nur die Kaution abwohnen sollen. Die Kaution werd ich wohl nicht so schnell zurück kriegen. Aber die Wohnung räumen ohne dass ich die Kaution nicht wieder hab möchte ich auch nicht. Wir sind ja keine Millionäre.

Schaltet unbedingt einen Anwalt ein, der kann entweder dafür sorgen, dass Ihr dort wohnen bleiben könnt und oder er hilft Euch bei den Schadenersatzansprüchen.

MfG

Johnny

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@johnnymcmuff

Danke für deine Meinung! Also der Vermieter hätte wohl eine potenzielle nachmieterin - wo auch immer er sie her hat - aber ihr möchte er gerne die Wohnung zeigen. Weil er sie ja auch zum 1.2. gern weitervermieten möchte. Was meinst du? Sollen wir jetzt für Februar (wäre der erste Mietmonat laut meiner kopie des Mietvertrages) Miete zahlen oder es lieber gleich lassen? Ich hab ein bisschen Angst einen Anwalt zu holen weil uns das ja noch mehr kosten verursachen wird. Und wer weiß ob wir da auch wirklich gewinnen und ob wir die erstattet kriegen. Müsste nicht der Vermieter uns rausklagrn? Und hätte er da dann recht? Wir haben von dem Vermieter die Schlüssel bei der Übergabe bekommen. Muss ich ihn dann jetzt reinlassen auch? Weil er noch einen Mietvertrag mit dem anderen hat?

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@Zaebraina

wäre der erste Mietmonat laut meiner kopie des Mietvertrages) Miete zahlen oder es lieber gleich lassen?

Wie jetzt hast Du doch einen Mietvertrag? In Deiner Überschrift steht:

Wohnung übergeben ohne Mietvertrag

Ich hab ein bisschen Angst einen Anwalt zu holen weil uns das ja noch mehr kosten verursachen wird. Und wer weiß ob wir da auch wirklich gewinnen und ob wir die erstattet kriegen.

So wie Du es hier geschildert hast und wie ich den Fall sehe, wirst Du bestimmt eine Klage gewinnen.

Eine Ersberatung kostet nicht soviel. Du kannst ja einfach mal einen Anwalt für Mietrecht anrufen und fragen was eine Ersberatung kostet

Du kannst auch bei frag-einen anwalt.de für einen vorher festgelegten Betrag eine Auskunft bekommen.

Müsste nicht der Vermieter uns rausklagrn?

Wie schon geschrieben, wenn der Vormieter nicht gekündigt hat, hätte der Vermieter Dir die Schlüssel nicht geben dürfen, damit hat er sich strafbar gemacht.

Das ist alles irgenwie komisch.

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@johnnymcmuff

Ne also Mietvertrag hab ich nicht mehr hier. Er hatte mir bei der Übergabe einen da gelassen zum unterschreiben, da hab ich falsch unterschrieben und auch ohne Datum - ziemlich dumm! Den hab ich ihn auf jeden fall zurück geschickt damit er unterschreibt und mir dann ein Exemplar zusendet. Das hat er dann nicht mehr gemacht, da bekam ich den Anruf dass er das Mietverhältnis nicht eingehen möchte. Ich hab jetzt halt hier nur die von mir gemachte Kopie hier liegen. Ich denke das mit dem Anwalt werd ich wohl echt machen müssen. Vielen dank erstmal für ihre Einschätzung und Unterstützung!

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Bleibt in der Wohnung, denn es besteht eine sehr gute Ausgangslage für euch als Mieter. In diesem nun mündlichen Mietvertrag gelten nur die Bestimmungen des BGB. Insbesondere vorteilhaft für euch: Ihr müsst keine Kaution hinterlegen und die Abrechnung der Betriebskosten nach 12 Monaten entfällt, sodass die zu entrichtende Miete eine Inklusiv- oder Pauschalmiete darstellt. Damit gibt es auch keine Nachzahlung, weil ein eventueller Mehrverbrauch nicht angerechnet werden kann. Eine Erstattung von NK gibt es aber auch nicht. Allerdings kann der Vermieter nach Jahresfrist die Miete im Rahmen der Gesetze erhöhen wollen, wenn Ihr seinem Mieterhöhungsverlangen zustimmt..

Wir haben die Kaution bereits gezahlt und zu Februar wäre die erste Miete fällig. Der Vermieter macht übrigens alles übers Telefon und sagte mir, schnellstmöglich sollen wir raus weil er sie zum 1.2. natürlich weiter vermieten will. Glaube der Mietvertrag des Vermieters wäre bis 1.2. gegangen. Glaub auch der Vermieter sieht es so als wàren wir unberechtigt in der Wohnung und als wäre der vormieter für alles verantwortlich noch, nicht er.

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@Zaebraina

Wenn Ihr den Schlüssel bekommen habt und ein Übergabeprotokoll vorhanden ist, dann besagt das, dass der Vormieter bereits aus seinem Vertrag durch den Vermieter entlassen wurde. Die Kautionsübergabe ist ein Akt, der den Vertragszustand bekräftigt, auch wenn ihr keine Miete bisher bezahlt habt. Ein Auszug steht daher nicht zur Debatte. Sollte eine Doppelvermietung vorliegen, ist das Sache des Vermieters. Ihr könntet aber den mündlichen Mietvertrag einvernehmlich mit dem Vermieter auflösen, wenn der Vermieter eine Abstandssumme, beispielsweise einer halben Jahresmiete, an euch bezahlt.

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@Gerhart

könnten Sie vlt nochmal oben lesen, was ich heute noch erfahren hab diesbezüglich.. ob sich an der lage dadurch was ändert? ich danke Ihnen sehr!

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@Gerhart

könnten Sie vlt nochmal oben lesen, was ich heute noch erfahren hab diesbezüglich.. ob sich an der lage dadurch was ändert? ich danke Ihnen sehr!

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@Zaebraina

Du hast die Wohnung durch deinen Einzug "in Besitz genommen" und bist somit Besitzer der Wohnung. Der Vermieter als "Eigentümer" will offensichtlich seine Genehmigung deines vorfristigen Einzuges rückgängig machen. Zahle die Miete auf das Konto des Vermieters ein und bezeichne dabei die Mietsache aber nicht den Zeitraum. Du musst niemanden mehr in deine Mietsache einlassen, wenn du nicht willst. Der Besichtigungsgrund "für Nachmieter" entfällt, denn du bist nicht gekündigt.

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Jetzt hab ich vorhin erfahren, dass der Vormieter seinen Vertrag gar nicht gekündigt hat, weil er so schnell aus der Wohnung und den Vertrag rauswollte. Sie hatten sich wohl beide mündlich darüber geeinigt, dass es ok geht, wenn der Vormieter einen Nachmieter sucht. Ändert das was an der Sache? Der Vermieter rief ihn vorhin an und sagte, da ich nicht ans Telefon gehe, ist er noch der aktuelle Mieter (und somit für alles verantwortlich). Welcher Vertrag gilt denn nun? Der Vermieter teilte ihm auch mit, dass er eine Nachmieterin hätte und er ihr die Wohnung zeigen will, müssen wir die beiden reinlassen und ihm ermöglichen, dass er anderen die Wohnung zeigt? Oh man, ich bin echt am verzweifeln. Mein Freund ist am Wochenende nicht da und ich hab total Angst dass der Vermieter einfach vor der Tür steht. Oder noch einen Schlüssel für die Wohnung hat und einfach mal reinkommt. Muss ich ihn reinlassen? Oder aufmachen? Ich bin total durcheinander und getrübt, ich sitze hier mit meinem 11 Wochen alten Baby, hab den stressigen Umzug gerade hinter uns und dann sollen wir wieder raus und alles ist so negativ und belastend :/ Ich frage mich, ob wir überhaupt noch die Miete jetzt anfangen zu zahlen oder ob wir nur die Kaution abwohnen sollen. Die Kaution werd ich wohl nicht so schnell zurück kriegen. Aber die Wohnung räumen ohne dass ich die Kaution nicht wieder hab möchte ich auch nicht. Wir sind ja keine Millionäre.

Ihr seid ja nicht ohne Einverständnis des Eigentümers eingezogen - also habt ihr auch einen Mietvertrag, wenn auch nur einen mündlichen. Mangels anderweitiger Vereinbarungen gelten die Vorschriften des BGB, insbesondere §§ 535 ff.

Für die Beendigung des Mietverhältnisses muss der Vermitere ein berechtigtes Interesse haben - genaueres siehe § 573 BGB: http://dejure.org/gesetze/BGB/573.html Die folgenden §§ sollte man auch einmal gelesen haben, es gibt da noch ein paar Ausnahmen und Besonderheiten, die möglicherweise zutreffen.

Danke schonmal für eure Antworten. Also Miete wurde bisher noch nicht gezahlt weil sich alles in diesem Monat abspielte. Wir hatten mit vormieter abgemacht dass wir früher reinkönnen und mehr für die Küche zahlen weil er schon für diesen Monat Miete gezahlt hatte. Kaution wurde aber bereits bezahlt. Der Vermieter war bei Übergabe dabei und unterschrieb auch die Schlüsselübergabe, jetzt ist er verwundert dass wir schon eingezogen sind. Mietvertrag ließ er hier zum unterschreiben, ich hab da allerdings einen Fehler gemacht, war verwirrt mit der Unterschrift und habe an der falschen stelle und ohne Datum unterschrieben. Also anscheinend unwirksam. Darüber ärgerte er sich. Ich Dussel -.-

Grundsätzlich gilt die Unterschrift auch, wenn sie an der falschen Stelle und ohne Datumsangabe geleistet wurde.

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@Ratirat

Ok. Nur halt dass der Vermieter da noch nicht unterschrieben hatte, und nun ja auch keinen Mietvertrag mehr zukommen lassen will. Also ich hab Hier nur ne Kopie von dem Vertrag, mit unseren Unterschriften.

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Mietverträge über Wohnraum müssen immer schriftlich vorhanden sein. Ein mündlicher Mietvertrag zählt nicht. Sie haben deshalb keinen Mietvertrag und können sich auch nicht auf ihn berufen.

Da sie jedoch vom Vermieter nachweislich den Besitz an der Wohnung übertragen bekommen haben, ist der Vermieter also damit einverstanden, dass sie die Wohnung besitzen (Besitz und Eigentum sind verschiedene Dinge). Aufgrund des Besitzes der Wohnung können sie diese uneingeschränkt nutzen. Sie zahlen dann keine Miete an den Vermieter, sondern ein Nutzungsentgelt. Das Nutzungsentgelt zahlen sie in Höhe der vereinbarten Miete.

Da sie keinen Mietvertrag haben, gibt es auch keine Kündigungsklauseln und ähnliche Dinge. Auch brauchen sie keine Betriebskosten zu zahlen, da dies nicht vereinbart worden ist.

Der Vermieter kann sie nur raus bekommen, indem er sie raus klagt. Hat der Vermieter jedoch nachweislich 2 Nutzungsentgelt Zahlungen von Ihnen angenommen, wird er es mit einer Klage schwer haben.

Machen sie dem Vermieter diese Situation klar. Vielleicht kommt es dann doch noch zu einem Mietvertrag. Wenn nicht, sollten sie sich langfristig eine neue Wohnung suchen, denn wenn der Vermieter dran bleibt, schafft er es, sie raus zu bekommen.

Rechtsverbindliche Mietverhältnisse kommen auch ohne schriftliche Vereinbarung zustande. Solche Vereinbarungen unterliegen - wie die meisten vertraglichen Vereinbarungen sonst - keinem Schriftformzwang. Das heißt, das Mietrechtsverhältnis kommt auch konkludent zustande (dem Anschein nach bzw. was offensichtlich gemeint war zwischen den Partnern). Wenn "wir" also eine Wohnung übergeben bekamen (Schlüsselübergabe für einen auch vom Vermieter gewollten Bezug der Wohnung durch den Mieter war hier* vollziehender Akt*), so ist das Mietrechtsverhältnis nach den zunächst mündlich abgestimmten Konditionen bereits zustande gekommen. Rechtsverbindlich!

So wie sich das der Vermieter denkt, geht es gewiss nicht. Ihr habt einen mündlichen Mietvertrag. Diesem steht Rechtskraft zu wie einem schriftlichen

Davon ausgehend, dass ihr trotz nicht unterschriebenem Mietvertrag auch Miete gezahlt habt, ist ein mündlicher Vertrag zustande gekommen. Somit kann euch der VM theoretisch kündigen, aber dazu braucht er einen guten Grund und muss die drei Monate Kündigungsfrist einhalten. Die "Begründung" er habe es sich nun anders überlegt, reicht da nun bei weitem nicht aus!!!

Nicht nur theoretisch sondern auch praktisch ist eine Kündigung möglich, wenn der Vermieter ein berechtigtes Interesse nachweisen kann.

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@Gerhart

Sowas wie plötzlicher Eigenbedarf? Nachweislich falsche Angaben in der Selbstauskunft? Er muss schon gut begründen und beweisen.

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Davon ausgehend, dass ihr trotz nicht unterschriebenem Mietvertrag auch Miete gezahlt habt, ist ein mündlicher Vertrag zustande gekommen.

Wenn der Vormieter nicht gekündigt hat, dann besteht dessen Vertrag noch. Der hätte dann immer noch Vorang.

Der Vermieter kann auf Schadenersatz und vielleicht wegen unerlaubter Doppelvermietung verklagt werden.

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Seit wann zieht man ohne Mietvertrag irgendwo ein? Ich habe keine Ahnung wie es bei mündlichen Abkommen aussieht, aber ohne Mietvertrag werdet ihr wohl raus müssen. Also guckt euch schnellst möglich Wohnungen an.

Warum antwortest du, wenn du keine Ahnung hast?

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Ich habe keine Ahnung wie es bei mündlichen Abkommen aussieht

Richtig, Du hast keinen blassen Schimmer von Mietrecht.


Mietvertrag auch mündlich wirksam

Ein Mietvertrag kann auch mündlich abgeschlossen werden und ist genau so wirksam wie ein schriftlicher. Ein Vertrag ist dann zustande gekommen, wenn sich Vermieter und Mieter über das Mietobjekt, die zu zahlenden Miete und den Beginn des Mietverhältnisses einig sind. Zeitmietverträge mit einer Laufzeit von länger als einem Jahr bedürfen allerdings der Schriftform. Wird diese jedoch nicht eingehalten, so ist der mündliche Mietvertrag deswegen nicht unwirksam, sondern gilt auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Bei einem mündlichen Vertrag gelten – wenn nicht zusätzlich anders vereinbart – die gesetzlichen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Das heißt Schönheitsreparaturen trägt der Vermieter, ebenso sämtliche Nebenkosten und es gelten nur die gesetzlichen Kündigungsfristen und -gründe.

Im Zweifel gilt somit das Gesetz mit all seinen Vorteilen für den Mieter. Solche Verträge bergen daher vor allem für Vermieter ein Risiko, wenn irgendwann Unstimmigkeit über die Vereinbarungen herrscht und es zum Rechtsstreit kommt. Für jede vom Vermieter behauptete Abweichung von der BGB-Regelung ist dieser auch beweispflichtig. Bei mündlichen Vereinbarungen sollten daher immer Zeugen anwesend sein, die dies auch später belegen können.

http://www.finanztip.de/recht/mietrecht/muendlicher-mietvertrag.htm

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Ich habe mir die Antworten durchgelesen, frage mich aber trotzdem, warum der VM keinen schriftlichen MV gemacht hat. Von wem habt ihr eigentlich die Schlüssel bekommen und mit wem wurde das Übergabeprotokoll gemacht? Mit dem Vermieter oder mit dem Vormieter?

Mit beiden. Mit vormieter und Vermieter. Haben auch beide unterschrieben. Er hatte uns wie gesagt den Mietvertrag zugeschickt aber ich hab Falsch unterschrieben war zu dem Zeitpunkt bisschen unter Stress Und eh bisschen unerfahren. Naja. Außerdem haben wir einen Anhang mitgesendet, mit Mängeln Die uns noch aufgefallen sind, aber nicht im Protokoll vermerkt wurden. Anscheinend hat ihm das beides nicht gefallen und er will Das Mietverhältnis nun nicht eingehen. Und wir sollen Räumen.

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@Zaebraina

Außerdem haben wir einen Anhang mitgesendet, mit Mängeln Die uns noch aufgefallen sind, aber nicht im Protokoll vermerkt wurden. Anscheinend hat ihm das beides nicht gefallen

Davon gehe ich auch aus. Sowas riecht förmlich nach Ärger und nun will euer VM möglichst schadlos aus der Sache wieder rauskommen. Kann er aber nicht. Ich denke,er hats einfach mal versucht, in der Hoffnung dass er mit euch Mieter hat, die nicht nachfragen und das jetzt für bare Münze nehmen und ausziehen. (Sowas gibts auch!)

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