Wohnung neben Psychiatrie?

16 Antworten

Moin.

Na ja, die erste Frage wäre: Wer bzw. welche Krankheitsbilder dort untergebracht sind. Die zweite Frage wäre dann: Geschlossen oder offen.

Ob man dort eine potentielle Gefährdungslage sehen möchte, hängt letztlich von der Kombination der Antworten auf beide Fragen ab. Klar, wenn da Pädophile, jungen Menschen mit suizidalem Krankheitsbild, einem BTM-Problem oder Gewalttäter in offener Behandlung sind, also mit Freigang bzw. einem kommen und gehen auf freiwilliger Basis, möchte man dort seine Kinder nicht unbedingt wohnen haben.

Aber Psychiatrie ist nicht gleich Psychiatrie. Wenn da also Menschen mit einem Tick oder einer Angststörung behandelt werden, dann stellt auch eine offene Abteilung nicht mehr Gefahr dar, wie eine Bushaltestelle, an der man solchen Menschen auch begegnen kann.

Und im Falle einer geschlossenen Einrichtung sehe ich da gar keine besondere Gefährdungslage.

Es kommt also letztlich drauf an, was ist es für eine Einrichtung, wer ist da untergebracht, welche Befürchtungen Du hast und wie gut Du Deine Kinder erziehst ...

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Grosse Psychiatrie, kleine Psych., Forensik Patienten bzw. Anteil Forensik Patienten ?

Ich habe auch jahrelang viel zu tun gehabt mit einer sehr grossen Psychiatrie, der grössten Psychiatrie in Europa. Anfangs hatte ich doch sehr starke Bedenken. Aber in den ganzen Jahren ist da doch erstaunlich wenig passiert. Das wenige Mal, wo ich was mitbekommen habe, haben die dann meiner Meinung nach alles versucht, damit das nicht an die Öffentlichkeit bzw. an die Presse kommt. Ließ sich aber nicht immer vermeiden. Aber insgesamt war das doch erstaunlich wenig für die Grösse und die ganzen Jahre.

Die Patienten wurden dort auch sehr stark überwacht und reglementiert. Wenn ich dann in eine grössere Stadt gekommen bin , habe ich mich immer direkt unsicherer gefühlt als dort. 

Am Klinik Gelände grenzten Wald und Wiesen an. Zweimal habe ich dabei schlechte Erfahrungen mit grossen nicht angeleinten Hunden der rasse " der tut nichts" gemacht. Seitdem habe ich da, wenn ich einen nicht angeleinten Hund gesehen habe, zwei Kilometer umweg genommen. Ansonsten fühlt ich mich dort absolut sicher.

Jüngere, unerfahrene Kinder können das naturgemäß weniger gut einschätzen bzw. sind gefährdeter, und bei den Forensik Patienten besteht auch ein erhöhtes Gefahrenpotential, aber was sind die Alternativen ? Wenn ich mir manche Gegenden z.B.  im Ruhrgebiet anschaue, wäre das wohl für mich die wesentlich schlechtere Lösung.

Grundsätzlich kann ich das schon verstehen, und Eickelborn Forensik ist auch nicht umsonst ganz umzäunt worden. Aber wenn ich mir derzeit insgesamt die Zustände in Deutschland anschaue, wird es wohl grundsätzlich sehr schwer werden, hier eine Insel der Glückseligkeit zu finden.

Hallo erstmal...

ich würd mich da nicht verunsichern lassen.

Meine Freundin hat auch mal direkt am Eingang zur Psychiatrischen Klinik gelebt... mit Kindern.
Ich habe nie irgendetwas von einer bedrohlichen Situation gehört.
Klar, bin auch mal auf eine 'verwirrte' Person getroffen. Die junge Frau wollte mir ihren Schal verkaufen... sie hat ihn angepriesen... diese schönen Farben... der tolle Stoff, ich durfte ihn sogar anfassen... Sie hatte keinen Schal!
Und? Solche Begegnungen tun nicht weh!
Im Gegenteil, diese Frau hat eine Lebensfreude ausgestrahlt - die wünsche ich manch gesundem Menschen.

Oft sind es ja Berührungsängste die uns da hemmen - davon nehme ich mich nicht aus.

Wünsche Dir viel Glück,
Tremsi

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