Wohnung läuft vor Ende des Untermietsvertrages aus?

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2 Antworten

Generell macht das deutsche Mietrecht keinen Unterschied zwischen Mieter und Untermieter oder Vermieter und Hauptvermieter - für alle gilt das BGB. Beide Mietverhältnisse sind voneinander unabhängig wirksam.

Als Vermieter benötigt der Hauptmieter einen berechtigten Kündigungsgrund gegenüber dem Untermieter. Daß er selbst die Wohnung beim Hauptvermieter kündigen will, wäre kein berechtigter Kündigungsgrund. Da der Hauptmieter/Vermieter gegenüber dem Untermieter keinen berechtigten Kündigungsgrund hat verlängert sich seine Kündigungsfrist von 3 auf 6 Mon.

Andererseits ist der Hauptmieter als alleiniger Vertragspartner gegenüber dem Hauptvermieter für die fristgerechte Wohnnungs- und Schlüsselübergabe nach seiner eigenen Kündigung der Wohnung verantwortlich. Nur er haftet gegenüber dem Hauptvermieter so z.B. für die Mietzahlungen, pünktliche Räumung und Übergabe usw. usf.

Der Hauptvermieter kann aber bei nicht fristgerechter Räumung der Mietsache ein Räumungsverfahren gegen den Hauptmieter, aber auch gegen den Untermieter einleiten. Die Räumungskosten (Anwalts- und Gerichts- bzw. auch die Gerichtsvollzieherkosten) hierfür müßte der Hauptmieter in vollem Umfang tragen.

Weiter kann der Untermieter wenn er die Wohnung frühzeitig, aufgrund der nicht fristgerechten Kündigung des Hauptmieters/seines Vermieters verlassen muß, gegenüber diesen dann wegen Entziehung der Mietsache Schadenersatz fordern.

http://www.mietrecht.org/untervermietung/kuendigungsfristen-untermietvertrag/




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Der Untervermietet muss für eine Entschädigung bzw alternative bleibe sorgen

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