Wohnung kündigen. Unklarheit bzgl. 3. Werkttag des Folgemonats

5 Antworten

Bis zum dritten Werktag muss die Kündigung nachweislich (!) Beim Vermieter eingegangen sein. Wie Sie das bewerkstelligen, ist ausschließlich ihre Sache. Auch ein Einschreiben ist kein solcher Nachweis! Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, beauftragen Sie einen Gerichtsvollzieher mit der Zustellung. Auch wenn dieser den Vermieter nicht antrifft, kann er die Zustellung öffentlich machen, damit sind die Fristen eingehalten.

Das schaffen sie allerdings nicht, wenn Sie es eilig haben. In diesem Fall sollten Sie die Kündigung schreiben und sie mehreren Zeugen zur Unterschrift vorlegen. Gemeinsam mit diesen Zeugen werfen Sie das Schreiben in den Briefkasten des Vermieters, machen Sie ein Foto. Dann haben Sie gegebenenfalls Zeugen, die die pünktliche Zustellung nachweisen können, gegebenenfalls vor Gericht.

Die Kündigung muß spätestens am 3. Werktag eines Monats beim Vermieter sein, dann kann man zum Ablauf (Ende) des übernächsten Monats kündigen.

Achtung, hier zählt der Samstag als Werktag! Also spätestens am 4. Dezember.

Was ist, wenn man direkt neben dem Vermieter wohnt,

Das ist der Idealfall schlechthin.

Da nimmt man sich einen, möglichst neutralen, Zeugen der den Inhalt und persönlichen Einwurf der Kündigung in den Briefkasten des VM bestätigt.

Die schriftliche Kuendigung muss spaetestens am 3. Werktag eines Monats beim Vermieter eingehen, um zum Ende des uebernaechsten Monats zu wirken. Fuer eine Kuendigung zum 28.2.2013 bedeutet dies, dass sie spaetestens am 4. Dezember beim Vermieter eingehen muss. Samstage sind hier Werktage!

"Eingehen" heisst, sie muss in den sog. "Machtbereich" des Empfaengers gelangen. Hierfuer reicht es aus, wenn sie beispielsweise in den Hausbriefkasten des Empfaengers eingeworfen wird oder ihm unter der Wohnungstuer durchgeschoben wird. Wann er die Kuendigung dann wirklich liest oder auch nur aus dem Briefkasten rausnimmt, ist hingegen unbedeutend.

Achtung! Es muss sich um das tatsaechliche Kuendigungsschreiben handeln. Der Einwurf einer Benachrichtigung zur Abholung eines Einsdchreibens reicht nicht aus (Einschreiben mit Rueckschein), es muss das Schreiben selbst sein.

Beim Selbsteinwurf in den Empfaengerbriefkasten sollte man einen Zeugen mitnehmen (der idealerweise auch den Inhalt des Schreibens kennt und bezeugen kann) und Einwurftag sowie Einwurfzeitpunkt protokollieren. Beim Einwurf durch einen Boten reicht dieser als Zeuge eigentlich aus, ein weiterer Zeuge koennte aber nicht schaden (auch hier waere es optimal, wenn zumindest ein Zeuge auch den Inhalt des Schreibens bezeugen koennte).

Beim Selbsteinwurf wie auch beim Einwurf durch Boten ist ferner darauf zu achten, dass dies zu sog. "postueblichen Zeiten" geschieht (also zu Zeiten, in denen der Empfaenger ueblicherweise mit der Zustellung von Schreiben rechnen muss). Geschieht der Einwurf ausserhalb postueblicher Zeiten, gilt das Schreiben erst am folgenden Werktag als zugegangen. Bis etwa 16.00 Uhr sollte man da eigentlich auf der sicheren Seite sein, moeglicherweise auch noch bis 17.00 Uhr. Danach ist dann aber endgueltig Schicht im Schacht.

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edit: 

Sendungsnummer:  RB68XX22430DE

Status der Sendung: Die Sendung wurde am 01.12.2015 zugestellt. 

So... also hab Ich den Beweis, dass die Kündigung vor dem 3.12. zugestellt wurde... hab Ich also Recht? Habe nicht unbedingt Lust auf großen Stress mit dem Vermieter, allerdings bin Ich nicht bereits die Frist um einen Monat zu verlängern.

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