Wohnung Eigenbedarfskündigung aufgrund Schwangerschaft Vermieterseitig?

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4 Antworten

Wenn der Eigentümer die Wohnung verkaufen will, muss er auch die Karten offen legen, also Euch aufzeigen mit Mietvertrag, wie lange das Mietverhältnis schon andauert, sodass ihr die normalen Kündigungsfristen einkalkulieren könnt.

Angenommen, diese beträgt 3 Monate, so rechnet zunächst einmal mit einem Zeitraum von zwei bis drei Monaten nach dem Kauf, bis ihr im Grundbuch steht. Erst dann könnt ihr eine Kündigung aussprechen. Somit ist man schnell bei sechs Monaten.

Nun gilt es, sicher zu stellen, dass der jetzige Mieter auch wirklich auszieht. Sollte er das nicht tun, sondern es auf einen Räumungsprozess ankommen lassen wollen, habt ihr schnell nochmal drei bis sechs Monate dazu, bis er endlich geht bzw. gegangen wird.

Besser ist es dann, vielleicht schon im Vorfeld des Vertragsschlusses, mit ihm zu klären, ob er auch wirklich ausziehen würde und ob man ihm eventuell helfen soll bei der Suche nach einer Wohnung oder beim Umzug.

So eine kleine Finanzspritze, die ihm den Umzug leichter macht, könnte da sehr wirksam sein. Bspw. dass man ihm anbietet, wenn er bis zum Tag x (Ende der Kündigungsfrist) auszieht, dass er dann einen Betrag x als Umzugskostenzuschuss erhält.

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Würde es da Probleme geben wegen der Eigenbedarfskündigung? 

Es kann welche geben.

Zum Beispiel das der Mieter, trotz wirksamer Kündigung, nicht auszieht.

Da der Mieter schon angekündigt hat das er bleiben möchte, ist damit zu rechnen.

Lasst Euch vor dem evtl. Kauf unbedingt den Mietvertrag zeigen.

Es gibt nämlich Vermieter die vertraglich auf ihr Recht zur Eigenbedarfskündigung verzichten.

Da Ihr den Mietvertrag ja übernehmen müßt würde das dann auch für Euch gelten.

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Das wird nicht so einfach möglich sein.

Die Kündigungsfrist muss selbstverständlich immer eingehalten werden.

Dies könnte auch noch eine Rolle spielen.

Im Falle einer Umwandlung von einer Miet- in eine Eigentumswohnung gilt
für den Käufer eine Kündigungssperre von drei Jahren, beginnend ab
Eintragung in das Grundbuch. Der Mieter hat das Vorkaufsrecht, das er
innerhalb von zwei Monaten nach Kenntnisnahme vom Kaufvertrag geltend
machen kann.

http://www.mieterverein-koeln.de/mieterwissen_eigentuemerwechsel

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Kommentar von lenzhik
22.11.2016, 16:57

Die Umwandlung ist schon länger als 3 Jahre her und der Mieter ist erst danach eingezogen. Da sote es schon mal keine Probleme geben

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Das ist immer ein Risiko, vor allem wenn seitens des Mieters irgendwelche erschwerten Bedingungen vorherrschen. Geht vor Vertragsabschluss zu einem Fachanwalt für Mietrecht und lasst euch den Mietvertrag vom derzeitigem Eigentümer geben, damit dieser geprüft werden kann. Die Kündigung sollte dann auch mit dem Anwalt abgestimmt werden, damit es keine Fehler gibt, dann sollte es passen. Dass ein Mieter nicht ausziehen will, ist belanglos, wenn die Kündigung wirksam ist, muss er raus.

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