WOHNUNG angemessen? HARTZ IV

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5 Antworten

"Arbeitslosengeld II Bezieher (ALG) haben unter Umständen ein Anrecht auf eine größere Wohnung, wenn Sie als getrennt von den Kindern lebender Elternteil einen regelmäßigen Besuch ihrer Kinder empfangen. Allerdings setzt dies eine gewisse zeitliche Erheblichkeit des Aufenthalts voraus, urteilte das Sozialgericht Duisburg (AZ: S 31 AS 490/08).

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Allerdings urteilte das Sozialgericht Bremen unlängst, dass sich sehr wohl der Raumbedarf erhöht, wenn die Kinder mit einer "gewissen Regelmäßigkeit im Haushalt eines hilfebedürftigen Elternteiles übernachten". Vergleiche: (AZ: S 23 AS 987/10 ER). "

http://www.gegen-hartz.de/urteile/alg-ii-bei-umgangsrecht-groessere-wohnung-54441.html

Versuchs. Obs klappt - keine Ahnung.

Frag evt. mal bei einer ALG-II-Beratungsstelle bei Dir vor Ort nach.

Umziehen darfst Du auf jeden Fall.

Das Jobcenter übernimmt die Miete für einen "angemessenen Wohnraum". Die Höhe der Miete orientiert sich dabei am Mietspiegel.

Sollte die neue Miete darüber liegen , besteht immer die Möglichkeit, diese Differenz "aus eigener Tasche" zu zahlen.

Ohne "Zustimmung" des Umzuges würden vom Jobcenter dann allerdings vermutlich keine Umzugskosten übernommen werden (diese müsste ohnehin vor dem Umzug beantragt werden...).

Der "gewöhnliche Aufenthaltsort" des Kindes ist bei der Mutter, wo es sicher ein Kinderzimmer hat, da ist eine Kostenübernahme für eine Kinderzimmer-Erstausstattung in Deiner Wohnung eher unwahrscheinlich.

Wenn das Amt sich querstellt, würde ich mal nachfragen, ob Du die Differenz zu dem was sie für angemessen halten (irgendwas um die 350 Euro ?) nicht selbst ausgleichen kannst. Sollte ja kein Problem sein bei 20 Euro oder so. Ich sehe dann aber noch ein Problem darin, dass die neue Wohnung mit 69 m² etwas zu groß sein dürfte, um für eine dort ständig lebende Person als angemessen zu gelten. Aber vllt. kommst Du in der Beziehung ja mit den von den anderen hier genannten Argumenten durch. Kostenmäßig wärs ja dann auf jeden Fall ausgeglichen.

Hallo!

Wegen mir bekommst Du die neue Wohnung! Aber mich fragt leider keiner! Du solltest Deine Argumentationen genau so schriftlich festhalten und mit Fotos dokumentieren, um im Falle eine Ablehnung sofort einen Widerspruch einzulegen. Wenn die Sachbearbeiter ein wenig gesunden Menschenverstand haben, werden Sie den Umzug nicht ablehnen. Falls sogar der Widerspruch erfolglos wäre, könntest Du damit glatt an die Öffentlichkeit gehen.

Viel Erfolg!

Was bringen dir nun unsere Antworten? Uns musst du auch nicht überzeugen. Warte einfach ab und je nach Antwort siehst du dann weiter.

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