Wohnsitz von einem anderen Eu-Land nach Deutschland verlegen

3 Antworten

Es gibt zwei Formulare, die man unbedingt haben sollte - schon bei der Einreise - das ist einmal das Formular E104 - das bescheinigt Vorversicherungszeiten bei der gesetzlichen Krankenversicherung - und wird für die Anmeldung in Deutschland u. U. benötigt ( Ausnahme: Man hat gleich einen sicheren Arbeitsplatz der auch PFLICHTVERSICHERT ist - aber schaden tuts nicht wenn man es trotzdem hat ) - Dann gehts weiter mit dem Formular E301 - Das bestätigt die Vorversicherungszeiten in der Sozialversicherung. Das wird gegebenenfalls vom Arbeitsamt in D benötigt um im Falle von Arbeitslosigkeit die Leistungen berechnen zu können. Nun, Steuer zahlt man dann logischerweise in D. Polizeiliche Anmeldung: Entspricht der normalen Wohnsitzmeldung - Kontoeröffnung ist kein Problem. Dazu brauchts nichts weiter. Das einzige was man nach der Einreise schnellstens erledigen sollte: Die Freizügigkeitsbescheinigung beantragen!

klar kann sie das... google mal personenfreizügigkeit...

ohne wohnung wird sie vermutlich aber erst mal nicht umziehen und ohne job sicher auch nicht.. das wären meinen ersten beiden schritte und daraus ergeben sich dann auch alle anderen...

Ich habe nicht gefragt, ob die Bekannten hierher kommen können. Das weiß ich auch. Ich habe gefragt, wie man das am besten bewerkstelligt und was man vom Heimatland aus schon tun sollte. Diese Antwort war also danaben.

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@Spannungsvoller

Besonders hilfreich war keine der Antworten. Bekannte kam also hierher nach Deutschland (mit ihren Ersparnissen). Hat sich hier ein Zimmer genommen und sich beim Einwohnermeldeamt angemeldet. Das war schon alles. Eine Freizügigkeitbescheinigung wird (wie von RobertA71 angesprochen) überhaupt nicht benötigt.

Aspirin äußerte: „einige Papiere z.B. für Sozialversicherung (E-irgendwas) sollte sie mitbringen. Ansonsten muss sie sich im Ausländeramt melden, dann zum Einwohnermeldeamt.“ Das stimmt nicht. „Viele Papiere z.B. Geburtsurkunde, Heiratsurkunde etc. müssen übersetzt und beglaubigt werden, Übersetzer und Notare weis das Ausländeramt.“ Das stimmt so auch nicht. Man muss überhaupt nichts mitbringen und nichts übersetzen lassen. Und zum Ausländeramt muss man auch nicht gehen.

Für alles genügt schlicht und ergreifend der Personalausweis. Man geht zum Einwohnermeldeamt, meldet sich polizeilich an. Und das wars.

Ein Bankkonto zu eröffnen war etwas schwieriger, weil einige Banken eine Kontoeröffnung von einem Einkommensnachweis (Lohnbescheinigung) abhängig machten. Haben aber eine ordentliche Bank gefunden, die das auch ohne Einkommensnachweis gemacht hat (und bei der sie dann ihr mitgebrachtes Geld eingezahlt hat).

Die Antwort von RobertA71 hinsichtlich der „Möglichkeiten einen Anspruch auf Arbeitslosengeld im EU Raum "mitzunehmen" - Dazu brauchts ( auch ) das E301,“ war schon hilfreicher. Generell gibt’s keine Leistungen für Arbeitslose. Ein Anspruch auf ALG besteht dann, wenn mindesten 1 Tag in Deutschland gearbeitet wurde (also zum Beispiel ein Arbeitsaufnahme nach einem Tag sozalversicherungspflichtiger Beschäftigun gescheitert ist). Und hierfür ist dann die besagte E301 notwendig.

Außer der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt (mit Personalausweis) benötigt man nichts und braucht sich sonst um Formalitäten nichts zu kümmern. Die Steuernummer bekommt man automatisch zugestellt. Man sucht Arbeit und wenn man eine Stelle gefunden hat geht man zu der Krankenkasse bei der man versichert sein möchte, gibt dort an, wo und ab wann man eine Arbeit hat und teilt die Krankenkasse dem Arbeitgeber mit. Anmeldung zur Rentenversicherung (mit Erteilung der Rentenversicherungsnummer) erfolgt durch Arbeitgeber und läuft also auch automatisch.

Generell ist es also so, dass Angehörige eines EU-Landes (kleiner Ausnahmen gibt es offenbar) überhaupt nichts Besonderes beachten müssen. Sie haben nicht mehr oder weniger zu tun und nicht mehr oder weniger Rechte und Pflichten, als wir Deutsche hier in unserem Lande.

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einige Papiere z.B. für Sozialversicherung (E-irgendwas) sollte sie mitbringen. Ansonsten muss sie sich im Ausländeramt melden, dann zum Einwohnermeldeamt.

was sie vorher machen muss ist eine Arbeit suchen, denn Arbeitslosengeld bekommt sie nicht!

Wenn sie Arbeit und Wohnsitz hat, läuft das meiste automatisch über den Arbeitgeber. Krankenkasse aussuchen und Kontoeröffnung ist auch einfach.

Viele Papiere z.B. geburtsurkunde,Heiratsurkunde etc. müssen übersetzt und beglaubigt werden, Übersetzer und Notare weis das Ausländeramt

Stimmt nicht ganz. Es gibt Möglichkeiten seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld im EU Raum "mitzunehmen" - Dazu brauchts ( auch ) das E301

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@Vienna1000

Ausländer, die sich nur zum Zweck der Arbeitssuche in Deutschland aufhalten, sind von Hartz IV grundsätzlich ausgeschlossen.

.......Einen Anspruch auf ALG II haben auch freizügigkeitsberechtigte Ausländer aufgrund des Freizügigkeitsgesetzes/EU. Schließlich steht auch Ausländern ALG II zu, die als Geduldete, Flüchtlinge oder politisch Verfolgte ein Bleiberecht genießen.

Grundsätzlich ausgeschlossen vom Leistungsbezug sind Ausländer, die sich nur zum Zweck der Arbeitssuche in der Bundesrepublik aufhalten. Dieser Anspruchsausschluss betrifft auch die Familienangehörigen des Arbeit suchenden Ausländers.......

Quelle: http://www.hartz-iv.info/ratgeber/wer-hat-anspruch.html#hartz-iv-anspruch-fuer-auslaender

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@Aspirin

Wenn er im Heimatland entsprechende Beschäftigungszeiten vorweisen kann kommt in erster Linie ALG1 in Frage.

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