Wohnrechtabkauf

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4 Antworten

Hallo Gertrud58,

vielleicht hilft Dir folgende Antwort ein wenig weiter: Um ein Wohnrecht „abzukaufen“ und den Berechtigten damit auf den Verzicht zu bewegen, kommt es grundsätzlich auf die Werthaltigkeit an. Diese ist schwierig zu berechnen und orientiert sich an den Umständen. Der Wert bestimmt sich nach der Wohnfläche, die der Berechtigte nutzen kann und der Qualität der Immobilie. Maßstab kann die ortsübliche Miete sein, die der Berechtigte bezahlen müsste, würde er die Räume als Mieter nutzen. Außerdem spielt das Alter des Begünstigten eine große Rolle. In der Praxis ist es oft so, dass der Wert des Wohnrechts durch einen Sachverständigen bestimmt wird (Kapitalisierung des Wohnrechts). Der Sachverständige legt dazu die statistische Lebenserwartung des Wohngeldberechtigten zugrunde und schätzt den Verkehrswert der Immobilie. Nach bestimmten finanzmathematischen Methoden werden beide Ansätze in Beziehung zueinander gesetzt und ein Wert errechnet, der Grundlage für eine Auszahlung sein soll. Diese Berechnungsweise ist aber nicht allgemeinbekannt und sehr schwer nachvollziehbar. Um eine juristisch korrekte Aussage zu erhalten, wird es das Beste sein, wenn Du Dich an Deinen Rechtsbeistand wendest. Außerdem sind für die Entscheidung u.U. auch der Vormund und/oder das Vormundschaftsgericht hinzuzuziehen. Noch als weiterer Hinweis für Dich: Wohnrecht ist nicht übertragbar bzw. vererbbar und erlischt daher mit dem Tode.

Viele Grüße

Brigitte Wendt, Interhyp AG

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ja makaber gesagt,rechnet man bei jüngeren Leuten eine fiktives Lebensalter und zahlt dann die Jahre aus, entsprechend der miethöhe. Ja nun, wenn er auf das Wohnrecht verzichtet, oder er jede Woche eine Schwarzwälder Kirschtorte bekommt, ist verhandelbar, wenn man sich gut versteht.

Schätze mal da werden so 4-5 Jahre an Miete herauskommen, fragt mal einen Anwalt.

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Kommentar von casala
23.10.2012, 22:56

etwas makabere rechnung, aber in verbindung mit dem vormund durchaus umsetzbar.

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schwere Frage. Etwas sollte und muß die Tochter schon bekommen. Vielleicht die potentiellen Miete, die theoretisch erwirtschaftet würden, täte der Lebensgefährte die 2 Zimmer vermieten (und wäre dies möglich). Und das monatlich, solange er noch lebt.

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das müsste doch beim amtsgericht zu klären sein, ob er das wohnrecht noch ausüben kann oder ob es mit dem bezug einer pflegeeinrichtung erloschen ist.

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Kommentar von DerSteppenwolf
23.10.2012, 22:47

naja ich glaub schon Wohnrecht ist Wohnrecht, egal ob er im Pflegeheim oder in der Karibik ist.

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