Wohngruppe ohne Befragung der Eltern?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Chazzy,

wenn du Angst vor Repressalien deiner Eltern hast, musst du nicht zurück.

Du musst dann im Gespräch eben standhaft bleiben und auf eine Inobhutnahme wegen Kindswohlgefährdung bestehen.

Das 1. Gespräch musst du auch nicht in Anwesenheit deiner Eltern führen.

Dafür hat das Jugendamt immer s. g. Notplätze.

Wenn es akut ist, gibt es beim Jugendamt den ASD, der hilft dir in akuten Situationen ganz schnell.

Alles Gute

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – gesunder Menschenverstand und Lebenserfahrung für Drei

Vielen Dank, du hast es sehr ausführlich erklärt :)

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man wird sich die meinung deiner eltern anhören und dann entscheiden ob eine unterbringung in einem heim notwendig ist.

Ja, kanst du. Ich bin in Kinderheimen aufgewachsen und dass willst du nicht! Die meißten (nicht alle) sind ganz schrecklich! Ich bin bis heute von dieser Erzihung traumatisiert, All diese Gewalt, die Misshandlungen, körperlich und seelisch. Ich möchte gern tot sein und die Heime sind daran schuld. Zum Glück lebe ich jetzt in einem besseren Heim, aber die Erzier sind keine Gutmenschen sowie alle immer sagen. Es ist schrecklich was du erlebt hast. Ich kam auch wegen Verdacht auf sexuellen Missbrauch in mein erstes Heim, da war ich 7. Bin jetzt 18 und habe keine Freude mehr am Leben! Ich wurde immer behandelt wie Mensch zweiter Klasse, ich bin wie du durch die Hölle auf Erden gegangen und dass in diesen Heimen. Diese Gerwalt, erniedrigung und Angst kann ich nicht vergessen und es verfolgt mich in meinen Träumen.

Dann hast du schlechte Heime erlebt aber deshalb sind nicht alle Kinderheime so und auch nicht die Meisten.

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@Caila

Ich weiß, ich lebe momentan auch in einem guten. Ich will damit nur sagen, dass viele Heime immer noch ziemlich schlimm sind und dass ist dann allen egal...

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@Caila

Leben viele und ich da ich durch mein Trauma nicht allein leben kann. Mit normalen Eltern zieht man ja auch nicht auf der Stelle aus.

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@Flaschenpost27

Heim ist aber kein normales Zuhause. in der Regel zieht man mit spätestens 18 aus. Bin selbst in Heimen aufgewachsen und MUSSTE paar Monate bevor ich 18 wurde, also noch mit 17 in meine eigene Wohnung ziehen , und von heut auf Morgen allein zurecht kommen.

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@Caila

Ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Dass ist schade, aber eigentlich kannst du mit einem Antrag und den richtigen Gründen sogar bis 21 bleiben! Bei mir wahrscheinlich wegen meinem Trauma und des psychischen Spätfolgen. Ich werd sicher noch lang brauchen bis ich normal leben kann!

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@Caila

Mittlerweile gibt es s. g. Verselbständigungsgruppen da man erkannt hat, dass die jungen Erwachsenen im Übergang betreut werden müssen.

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@fragenkoenig19

Gab es bei uns auch ab 16 - 18 . Außenwohnen nannte man das bei uns. War eine WG bestehend aus jeweils zwei Jugendlichen. Selbstständiges ins Bett gehen, selbstständiges aufstehen. Einmal die Woche gab es Haushaltsgeld davon mussten wir uns die ganze Woche ernähren.
Aber das bereitet einen nicht ernsthaft auf das wirkliche Leben allein vor, finde ich. Tagsüber waren wir etwa 9 -12 Stunden betreut.

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@Caila

Das läuft zum Glück oft auch anders und wird dann noch bis Anfang 20 in einer eigenen Wohnung begleitet...

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Das tut mir wirklich leid, dass du diese Erfahrungen machen musstest... Ich hoffe sehr, dass es dir in Zukunft wieder besser gehen wird und du die Freude am Leben wiederfinden wirst❤️

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@Chazzy393

Mir ist es peinlich, mit 18 noch in einem Heim zu leben. Aber es ist die einzig vernünftige Endscheidung gewesen, sonst währe ich zu Grunde gegangen. Aber ich schäme mich dafür trotzdem!

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@Flaschenpost27

Kann ich verstehen, aber ich denke das wird nach Zeit vergehen. Falls du mal jemanden zum Reden brauchst, kannst du mich gerne anschreiben

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Du kannst deinen Therapeuten zu dem Gespräch dazunehmen, aber an einem Gespräch wirst du, vor allem da du noch minderjährig bist, nicht vorbeikommen.

Am besten, du bereitest dich zusammen mit deinem Therapeuten entsprechend gut vor und dann solltest du kein Blatt vor den Mund nehmen. Du kannst auch genau das sagen, dass du Angst vor Repressalien und Vergeltungsaktionen deiner Eltern hast.

Werde ich nach dem Gespräch, wieder mit meiner Mutter nachhause gehen müssen?

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@Chazzy393

Nein.

Das Jugendamt muss Dich zwingend unterbringen, wenn Du das willst.

Wenn Du Dich überwinden kannst, das mit dem Missbrauch Deinem Therapeuten und dem Jugendamt erzählen, wäre das eine grosse Hilfe für die, die Dir helfen wollen.

Außerdem kannst Du alleine zum Jugendamt gehen.

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Ohne ein Gespräch mit deinen Eltern bzw deiner Mutter wirst du nicht drumherum kommen. In der Regel wird nämlich geschaut ob sich Probleme nicht in der Familie lösen lassen.

Alternativ wartest du bist du 18 bist und ziehst dann aus.

Auch nicht wenn der Verdacht einer psychischen Erkrankung, bei ihr vorliegt?

Es ist wie gesagt nur ein Verdacht, den mein Therapeut hatte. (Narzisstische Persönlichkeitsstörung mit Borderline Anteilen)

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