Wohngeld/Lastenzuschuss- Rückforderung?

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1 Antwort

Gegenfragen:

  • Wurde das Darlehen tatsächlich nur für Renovierung aufgenommen, nicht vielleicht für Modernisierungsmaßnahmen?
  • Stand der Darlehenszweck in den eingereichten Fremdmittelbescheinigungen?
  • Ist die Wohngeldbehörde diesbezüglich schon tätig geworden? Wenn ja, wie?


 

Michi1010 02.06.2017, 12:50

Im weitesten Sinne Renovierung (Tapeten,neue Tür/Fenster,Farben,Teppich.


Der Zweck stand auch so auf der Fremdmittelbescheinigung.


Ob die Wohngeldstelle diesbezüglich tätig geworden ist ist nicht bekannt. Aber zu befürchten. 

Bei der Abgabe der Antragsunterlagen in diesem Jahr, ist nur aufgefallen, dass dieser Kredit wohl nicht berücksichtigt hätte werden dürfen.

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TreudoofeTomate 02.06.2017, 12:56
@Michi1010

Naja, die Türen und die Fenster zählen auf jeden Fall als Modernisierungsmaßnahmen, hätten also schon berücksichtigt werden müssen.

Das ist gut, denn dann wird es der Wohngeldbehörde schwer fallen, ihre Bescheide rückwirkend aufzuheben.

Das Zauberwort heißt "Vertrauensschutz". Du hast alle Angaben vollständig und richtig gemacht und die Behörde hat dennoch über mehrere Bewilligungszeiträume immer denselben Fehler gemacht. Schon allein durch die Beständigkeit der Wiederholung konntest du darauf vertrauen, dass die Wohngeldbehörde die Belastung korrekt ermittelt hat. Hinzu kommt, dass es dir anhand des Wohngeldbescheides gar nicht möglich war, das Ergebnis der Berechnung zu überprüfen und so ggf. auf den Fehler hinzuweisen.

Alles in allem, mach dir keine Gedanken. Sollte tatsächlich eine Aufhebung und Rückforderung ergehen, kannst du Widerspruch dagegen einlegen.

Ach, zu deiner Frage, wie weit die Wohngeldbehörde dabei zurück gehen kann. Wenn sie eine Rücknahme nach § 45 Abs. 2 SGB X in Erwägung ziehen, bis zu 10 Jahre. Wenn du durchgängig (d. h. ohne einen Monat Pause) auch länger Wohngeld erhalten hast, dann so weit zurück, bis die "letzte Pause" eingetreten ist.  

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